19.01.2015 11:42:58
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Thema Tierwohl: ZDG-Präsidium würdigt Arbeit der Initiative Tierwohl und fordert EU-weit einheitliche Standards bei Putenhaltung
Gemeinsam mit seinen Präsidiumskollegen hob Graf Drechsel die Bedeutung des freiwilligen Aktionsbündnisses "Initiative Tierwohl" hervor: "Unsere Landwirte spüren die Verantwortung durch veränderte gesellschaftliche Erwartungen, nehmen sie ernst und gehen gemeinsam mit dem Handel und den Kollegen aus der Schweinefleischerzeugung einen großen Schritt voran." Schon vor Jahren habe die Geflügelwirtschaft die Bedeutung des Themas erkannt und die Arbeit der Initiative daher von Beginn an intensiv mitgestaltet. Das Interesse der deutschen Hähnchen- und Putenhalter an einer Teilnahme an der Initiative, die im Sinne einer "verbindlichen Freiwilligkeit" die Umsetzung zusätzlicher Tierwohl-Kriterien wie die Schaffung eines höheren Platzangebots oder das Angebot zusätzlichen Beschäftigungsmaterials für die Tiere definiert, sei sehr groß, betonte Graf Drechsel: "Dieses Interesse zeigt, wie stark das Thema Tierwohl im Selbstverständnis der deutschen Geflügelhalter verankert ist." Da den teilnehmenden Betrieben kein Wettbewerbsnachteil daraus entstehen soll, wenn sie sich für mehr Tierwohl einsetzen, wird die Umsetzung der Kriterien durch einen vom Handel gezahlten und vom Marktpreis unabhängigen Tierwohlzuschuss honoriert.
Anders als die Kriterien der "Initiative Tierwohl" sind die Regelungen der "Eckwerte" für jeden Putenhalter in Deutschland verbindlich. Umso mehr gelte hier, dass aus einem deutschen Voranschreiten beim Thema Tierschutz kein Wettbewerbsnachteil entstehen dürfe, forderte das ZDG-Präsidium bei seiner jüngsten Sitzung. Seit gut einem Jahr ist das auf Initiative der deutschen Putenhalter gemeinsam mit Wissenschaft, Politik und Tierschutz überarbeitete Regelwerk in Kraft, das durch ein Gesundheitskontrollprogramm anhand tierbasierter Indikatoren erstmals vergleichende Rückschlüsse auf Gesundheitsstatus und Wohlbefinden der Puten ermöglicht - so kann der Halter bei Bedarf in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Tierarzt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung einleiten. "Mit den Eckwerten gehen die deutschen Putenhalter europaweit beispielhaft voran", betonte Graf Drechsel. Umso mehr bedürfe es EU-weit einheitlicher Standards, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Putenwirtschaft zu erhalten. "Hierfür muss auch die deutsche Politik einstehen!", mahnte Graf Drechsel und erinnerte daran, dass auch die EU-weit geltenden Regelungen zur Haltung von Legehennen und Hähnchen nach deutschem Vorbild entstanden waren. "Bundesminister Schmidt sollte die Chance nutzen, mit dem Vorbild der Puten-Eckwerte eine Vorreiterrolle beim Tierschutz auf europäischer Ebene zu übernehmen."
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Pressekontakt: ZDG Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. Christiane von Alemann Claire-Waldoff-Str. 7 10117 Berlin Tel. 030 288831-40 Fax 030 288831-50 E-Mail: c.von-alemann@zdg-online.de Internet: www.zdg-online.de
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