26.02.2025 08:59:41
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ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
GfK: Konsumklima setzt Sinkflug fort
Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat nach einem schwachen Start ins Jahr ihren negativen Trend fortgesetzt. Zwar legten die Konjunkturerwartungen leicht zu, aber die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung mussten Einbußen hinnehmen. Die Sparneigung zeigte hingegen leichte Zugewinne. Das von GfK und NIM ermittelte Konsumklima fiel in der Prognose für März um 2,1 Punkte auf minus 24,7 Zähler. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg auf minus 21,5 Zählern erwartet.
Ifo-Beschäftigungsbarometer sinkt im Februar
Das Ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Februar auf 93,0 Punkte von 93,4 im Januar gesunken. "Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt - auch wegen des Strukturwandels in der Wirtschaft", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. In der Industrie ist der geplante Abbau von Stellen vergleichsweise stark ausgeprägt, trotz eines Anstiegs des Barometers im Februar. Die Dienstleister wollen ihre Personalplanung für die nächsten Monate etwas restriktiver ausrichten. Insbesondere die IT-Dienstleister sind auf die Bremse getreten.
Deutsche Reallöhne steigen 2024 mit Rekordrate
Die Reallöhne in Deutschland sind im vergangenen Jahr mit einer Rekordrate gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Reallöhne um 3,1 Prozent. Das ist der stärkste Reallohnanstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008. Die Nominallöhne stiegen 2024 um 5,4 Prozent, die Verbraucherpreise erhöhten sich im selben Zeitraum um 2,2 Prozent.
Ukraine willigt in Abkommen mit USA über Bodenschätze ein
Die Ukraine hat einem Abkommen über Bodenschätze mit den USA zugestimmt, das laut Präsident Trump am Freitag bei einer Unterzeichnungszeremonie im Weißen Haus mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgeschlossen werden soll. Aus Verhandlungskreisen verlautete, man habe sich nun auf den Text geeinigt, und die USA hätten ihre frühere Forderung nach dem Recht auf 500 Milliarden Dollar an potenziellen Einnahmen aus der Erschließung der ukrainischen Bodenschätze fallen gelassen, berichtete das Wall Street Journal.
Trump erwägt Zölle auf Kupfer-Importe
US-Präsident Donald Trump prüft neue Zölle auf Kupfer-Importe, um dadurch die Produktion in den USA zu fördern. Das Handelsministerium werde die Einführung entsprechender Zölle prüfen, teilte das Weiße Haus mit. Das Handelsministerium werde die Untersuchung gemäß Abschnitt 232 des Trade Expansion Act einleiten, der nationale Sicherheitsbedrohungen abdeckt. Es werde dabei nicht nur um Rohkupfer gehen, es sollen auch Zölle auf Kupferschrott und Kupferprodukte in Betracht gezogen werden.
Weißes Haus: US-Zölle gegen Mexiko und Kanada noch in der Schwebe
Ein Beamter des Weißen Hauses hat am Dienstag bestätigt, dass die geplanten 25 Prozent Importzölle auf Waren von Mexiko und Kanada noch verhandelt werden müssen. Das Verfahren für gegenseitige (reziproke) Zölle schreite wie geplant voran, während das Schicksal der 25-prozentigen Zölle auf Mexiko und Kanada noch in den Verhandlungen zwischen den Ländern entschieden werden müsse, so der Beamte.
US-Repräsentantenhaus billigt Haushaltsentwurf mit knapper Mehrheit
Die Republikaner haben ihren Haushaltsentwurf mit knapper Mehrheit durch das US-Repräsentantenhaus gebracht. Das Budget, das erhebliche Ausgabenkürzungen vorsieht, wurde mit 217 zu 215 Stimmen verabschiedet. Der Plan sieht Ausgabenkürzungen von 1,5 bis 2 Billionen Dollar über zehn Jahre und 4 bis 4,5 Billionen Dollar an Steuersenkungen vor. Die Abstimmung dürfte zu einem Konflikt mit dem Senat führen, der größere Steuersenkungen befürwortet und den Plan des Repräsentantenhauses ändern will, anstatt ihn zu akzeptieren.
Trump will Wohlhabenden mit "Gold Card" Zugang in die USA gewähren
US-Präsident Donald Trump will wohlhabenden Personen über den Kauf einer 5 Millionen Dollar teuren "Gold Card" eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in den USA gewähren. Das Programm soll die Green Card ersetzen, das Menschen bekommen, wenn sie in den USA investieren. "Reiche Leute werden in unser Land kommen, indem sie diese Karte kaufen, sie werden wohlhabend und erfolgreich sein, und sie werden viel Geld ausgeben und eine Menge Steuern zahlen und viele Leute beschäftigen", sagte Trump im Weißen Haus. "Wir glauben, dass es extrem erfolgreich sein wird."
US-Richter untersagt Stopp von Flüchtlingsaufnahme
Ein Bundesrichter in Seattle hat angeordnet, dass die US-Regierung die Aufnahme von Flüchtlingen wieder aufnehmen muss. Richter Jamal Whitehead erließ eine Verfügung, derzufolge Präsident Donald Trump mit dem am ersten Tag seiner Amtszeit erlassenen Stopp der Flüchtlingsaufahme seine Befugnisse überschritten habe. Ein schriftliches Urteil liegt noch nicht vor und der Rechtsstrett geht weiter. Die richterliche Verfügung bedeutet gleichwohl, dass Flüchtlinge weiter aufgenommen werden müssen. Whitehead war vom ehemalige US-Präsidenten Joe Biden ernannt worden.
+++ Konjunkturdaten +++
Frankreich/Verbrauchervertrauen Feb 93 (Jan: 92)
Frankreich/Verbrauchervertrauen Feb PROGNOSE: 92
Hongkong BIP 4Q saisonbereinigt +0,8% gg 3Q
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
February 26, 2025 03:00 ET (08:00 GMT)
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