19.04.2020 16:28:43

Verband: 70.000 Hotel- und Gastrobetriebe stehen vor Insolvenz

FRANKFURT (Dow Jones)--Rund 70.000 Hotel- und Gastronomiebetriebe stehen nach Angaben des Branchenverbandes wegen der Corona-Epidemie vor der Insolvenz. Den gut 223.000 Betrieben der Branche gingen bis Ende April rund 10 Milliarden Euro Umsatz verloren, erklärte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) im Interview mit der Bild am Sonntag.

"Ohne zusätzliche staatliche Unterstützung, steht jeder dritte Betrieb vor der Insolvenz", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Dehoga, Ingrid Hartges. "Das sind 70.000 oft inhabergeführte Unternehmen, die die gastronomische Vielfalt unseres Landes ausmachen."

Die jetzt vorgestellten Lockerungen für andere Bereiche ohne Perspektiven für die Gastronomie bezeichnet Hartges als "große Enttäuschung". "Wir mussten als Erstes schließen und werden wohl auch mit am längsten zu leiden haben." Der Verband fordert eine verantwortungsvolle Öffnung von Restaurants und Cafés, die Absenkung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent und einen staatlichen Rettungsfond mit Direkthilfen für Betriebe, ähnlich der Dürre-Hilfen für Landwirte 2018.

Die CSU will diese Forderung im nächsten Koalitionsausschuss zum Thema machen. "Die 7 Prozent müssen jetzt kommen in der Koalition", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der Bild am Sonntag. "Die Steuerentlastung sorgt für einen Win-win-Effekt bei Verbrauchern und Wirten. Wir können damit auch Hunderttausende Arbeitsplätze in der Gastronomie sichern."

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo

(END) Dow Jones Newswires

April 19, 2020 10:29 ET (14:29 GMT)

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