15.09.2013 18:25:32

WOCHENENDÜBERBLICK/14. und 15. September 2013

   Syrien soll Chemiewaffen abgeben

   Die USA und Russland haben sich am Samstag auf die Rahmenbedingungen und den Zeitplan geeinigt, nach denen Syrien sein Arsenal von Chemiewaffen zerstören soll. Der Prozess soll demnach in der ersten Jahreshälfte 2014 abgeschlossen sein.

   Syrische Opposition unzufrieden mit Chemiewaffenplan in Syrien

   Nach der internationalen Einigung auf einen Plan zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen fordert die Opposition in dem Bürgerkriegsland weitere Maßnahmen gegen die Führung in Damaskus. Die Weltgemeinschaft müsse den Einsatz ballistischer Raketen gegen Wohnviertel verbieten, verlangte die Syrische Nationale Koalition in einer Mitteilung vom Sonntag. Auch Angriffe der Luftwaffe auf Wohngebiete müssten unterbleiben.

   Zweifel an Chinas Aufschwung wachsen

   Es deutet sich an, dass die jüngste Erholung der chinesischen Wirtschaft auf alten Politikrezepten beruht. Darum stellen sich Zweifel ein, wie lange sich dieser Aufschwung fortsetzen kann. Unverändert stark hänge das Land von seinen Ausfuhren ins Ausland ab und von mit Krediten finanzierten Investitionen in große Infrastrukturprojekte im Inland. China bleibe also genau dem Modell verhaftet, das die neue Führung angeblich abschaffen wollte, heißt es von Volkswirten.

   Experte sieht NSA-Vertragsfirmen als Einfallstor für Industriespionage

   Der amerikanische Whistleblower William Binney, bis 2001 Technischer Direkter der NSA, sieht die Vertragsfirmen, mit denen der Geheimdienst NSA zusammenarbeitet, als Einfallstor für Industriespionage. Zwar betreibe die NSA selbst seines Wissens keine direkte Industriespionage, sagte Binney in einem Interview mit den VDI Nachrichten. Doch die Daten stünden auch anderen Diensten und Firmen zur Verfügung.

   Verfassungsschutz liefert regelmäßig Daten an NSA - Zeitung

   Nicht nur der Bundesnachrichtendienst, sondern auch das Bundesamt für Verfassungsschutz liefert nach Angaben von Medien regelmäßig vertrauliche Daten an die NSA. Allein im Jahr 2012 habe das Amt für Verfassungsschutz 864 Datensätze an die Amerikaner übermittelt, berichten der Norddeutsche Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf ein Geheimdokument der Bundesregierung.

   Deutschland pocht auf solide Basis für Bankenunion

   Bei der anstrebten Bankenunion in Europa pocht Deutschland auf ein solides Fundament. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Bundesbankpräsident Jens Weidmann drängten bei dem informellen Treffen der Euro-Finanzminister in der litauischen Hauptstadt zwar zur Eile, mahnten aber zugleich gründliche Arbeit an. "Wir wollen schnell eine Bankenunion, aber auf einem soliden Fundament", sagte Schäuble.

   BaFin kritisiert Pläne der EU-Kommission zur Bankenabwicklung

   Die Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin), Elke König, hat die Pläne der EU-Kommission kritisiert, denen zufolge die Brüsseler Behörde über die Abwicklung gescheiterter Banken entscheiden soll. "Der Brüsseler Plan, wonach die EZB künftig Vorschläge zur Restrukturierung einer Bank macht, die EU-Kommission über die Abwicklung entscheidet und der einzelne Staat die Konsequenzen tragen muss, ist unausgegoren", sagte König der Wirtschaftswoche.

   S&P kritisiert Frankreich für fehlenden Sparwillen - Zeitung

   Standard & Poor's (S&P) bemängelt in Frankreich den Willen zum Sparen. "Frankreich muss den Beweis erst noch erbringen, dass es auch auf der Ausgabenseite konsolidieren kann. Über kurz oder lang wird sich der Regierung diese Frage stellen", sagte Moritz Krämer der Zeitung "Welt". Krämer ist Leiter der Länderratings bei S&P.

   Rot-Rot-Grün in der Wählergunst knapp vor Schwarz-Gelb - Zeitung

   Eine Woche vor der Bundestagswahl muss die Regierungskoalition offenbar um ihre Mehrheit bangen. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für die BamS erhebt, liegt Rot-Rot-Grün in der Wählergunst knapp vor Schwarz-Gelb.

   Bei Landtagswahl in Bayern zeichnet sich höhere Beteiligung ab

   Bei der Landtagswahl in Bayern zeichnet sich am Sonntag eine höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren ab. In München lag die Beteiligung dem Wahlamt zufolge um 14.00 Uhr bei 49,7 Prozent und damit deutlich höher als im Jahr 2008 mit 40,9 Prozent. Auch aus anderen Städten werden höhere Quoten gemeldet.

   Wahlforscher halten AfD-Einzug in Bundestag für möglich - Zeitung

   Deutschlands führende Meinungsforschungsinstitute halten es für möglich, dass die AfD bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag den Sprung in den Bundestag schafft. Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner sagte der BamS: "2 bis 3 Prozent der Wähler sind eingefleischte Anhänger der AfD, die den Euro satt haben. Dazu kommen rund 5 Prozent Protestwähler, die mit dem politischen System unzufrieden sind und einer Partei ihre Stimme geben, die den Etablierten den meisten Ärger macht. Wenn nur die Hälfte davon AfD wählt, ist sie im Bundestag."

   Früheres Vorstandsmitglied der Post erpresste Steinbrück

   Bei dem Erpresser von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück handelt es sich einem Bericht zufolge offenbar um ein früheres Vorstandsmitglied der Deutschen Post. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, ermittelt die Bonner Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der versuchten Nötigung gegen den 52-Jährigen.

   Verbraucherschützer fürchten Anstieg der Handy-Tarife - Magazin

   In Deutschland könnten laut einem Medienbericht die Mobilfunktarife anziehen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband warnt davor, dass die EU-weite Abschaffung der Roaming-Gebühren zu einem Anstieg der Tarife in Deutschland führen könnte. "Unsere Sorge ist, dass die Konzerne sich dieses Geld wiederholen, indem sie einfach die nationalen Tarife anheben", sagte VZBV-Chef Gerd Billen dem Magazin "Spiegel".

   Deutsche Bank verlässt Siemens-Aufsichtsrat - Zeitung

   Erstmals seit Jahrzehnten wird die Deutsche Bank künftig nicht mehr im Siemens-Aufsichtsrat vertreten sein. Nach dem Rücktritt des früheren Deutsche-Bank-Chefs Josef Ackermann als stellvertretender Siemens-Aufsichtsratsvorsitzender werde der Nachrücker nicht von der Deutschen Bank kommen, erfuhr das "Handelsblatt" aus Finanzkreisen. Die Co-Vorstandsvorsitzenden des größten deutschen Geldhauses, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, stünden als Kandidaten nicht zur Verfügung.

   Lufthansa-CEO Franz vor Wechsel zu Roche - Zeitung

   Die Deutsche Lufthansa muss sich möglicherweise schon bald einen neuen Chef suchen. Wie die Zeitung "Welt" von mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren haben will, wird der Vorstandsvorsitzende Christoph Franz die Fluggesellschaft verlassen. Franz soll einem Bericht der NZZ zufolge ein heißer Kandidat für den Posten des Verwaltungsratspräsidenten beim Schweizer Pharmakonzern Roche sein.

   Osram gibt positiven Ausblick auf 2014 - Zeitung

   Der Börsenneuling Osram erwartet eine positive Entwicklung im kommenden Geschäftsjahr. "2014 sollte das Ergebnis weiter steigen. Dabei hilft, dass die Lasten der Restrukturierung 2014 auf rund 100 Millionen Euro sinken, während wir bei den Kosteneinsparungen weiter vorankommen", sagte der Finanzvorstand des Leuchtenherstellers, Klaus Patzak, zur FAS. Er gab damit erstmals einen Ausblick auf das kommende Jahr.

   Rhön-Großauktionär Münch verspricht Aktionären Geldsegen - Zeitung

   Die Aktionäre der Rhön-Klinikum AG dürfen auf einen warmen Geldsegen hoffen. Rhön-Hauptanteilseigner Eugen Münch bekräftigte die Absicht, die Aktionäre am Verkaufserlös von 3,07 Milliarden Euro, die der Verkauf eines Großteils der Kliniken an den Gesundheitskonzern Fresenius in die Konzernkasse gespült hat, beteiligen zu wollen. "Die Aktionäre werden von dem Verkauf natürlich finanziell profitieren", sagte Münch der FAS.

   RWE will bei Ökostromsparte sparen - Magazin

   RWE will laut einem Magazin-Bericht bei Offshore-Windparks sparen. Der Vorstandsvorsitzende des Essener Energieriesen RWE, Peter Terium, will seine Ökostromsparte Innogy im Zuge eines breit angelegten Sparprogramms massiv verkleinern, wie das Magazin "Spiegel" berichtet. Konkret sollen millionenschwere Spezialschiffe zum Bau von seegestützten Windparks verkauft werden.

   ThyssenKrupp-Anleihe erhält Kupon von acht Prozent - Magazin

   ThyssenKrupp ist offenbar bereit, überdurchschnittlich hohe Zinsen anzubieten, um Investoren für eine neue Unternehmensanleihe zu gewinnen. Wie das Magazin "Focus" unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, will der angeschlagene Stahl- und Technologiekonzern eine Verzinsung von acht Prozent offerieren.

   Winterkorn bis "mindestens 2016" an der Spitze von VW - Presse

   VW-Chef Martin Winterkorn hat alle Spekulationen über personelle Wechsel im Konzern zurückgewiesen. "Mein Vertrag läuft bis 2016. Den habe ich auch vor, mindestens zu erfüllen", sagte Winterkorn der FAS. Spekulationen über einen Wechsel in den Aufsichtsrat als Nachfolger für den 76 Jahre alten Ferdinand Piech hält er für schäbig. "Dr. Piech ist kerngesund", bekräftigte Winterkorn. "Wer über eine angebliche Krankheit spekuliert, handelt unverantwortlich. So etwas tut man schlicht nicht."

DJG/flf (END) Dow Jones Newswires

   September 15, 2013 11:53 ET (15:53 GMT)

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