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Goldpreis und Ölpreis 02.07.2026 08:10:34

Goldpreis: Atempause nach deutlichem Überwinden der 4.000-Dollar-Marke

Goldpreis: Atempause nach deutlichem Überwinden der 4.000-Dollar-Marke

von Jörg Bernhard

Laut ADP nahm im Juni die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft um lediglich 98.000 Stellen zu. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg um 113.000 Arbeitsplätze gerechnet. Nun warten die Anleger auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht des US-Arbeitsministeriums, der Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern könnte. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate bei 4,3 Prozent verharren und die Zahl neu geschaffener Stellen von 172.000 auf 110.000 gesunken sein. Weiteren Rückenwind für Gold generierte zuletzt aber auch Fed-Chef Kevin Warsh. Er erklärte, dass sowohl die Inflationserwartungen als auch die Inflationsrisiken in den vergangenen Wochen zurückgegangen seien. Gleichzeitig bekräftigte er, dass die US-Notenbank weiterhin entschlossen sei, die Inflation auf ihr Ziel von zwei Prozent zurückzuführen. Weil die US-Börsen wegen des vorgezogenen Feiertags (Unabhängigkeitstag) am Freitag geschlossen bleiben, könnte die Bereitschaft zum Eingehen größerer Gold-Positionen relativ gering ausfallen.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 3,90 auf 4.078,50 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: UBS-Analysten kappen ihre Prognosen

Die UBS senkte ihre Prognosen für den Brent-Ölpreis relativ deutlich. Als Begründung nannte die Bank das Memorandum zwischen den USA und dem Iran sowie den anschließenden Anstieg der Öllieferungen durch die Straße von Hormus. Für das dritte Quartal reduzierte sie ihre durchschnittliche Brent-Prognose um 25 Dollar und für das vierte Quartal um 10 Dollar. Nun rechnet die Bank im zweiten Halbjahr mit einem durchschnittlichen Brent-Preis von 80 Dollar und für 2027 mit durchschnittlich 75 Dollar. Gleichzeitig warnte die UBS davor, bereits von einer vollständigen Normalisierung auszugehen. Nach Einschätzung der Analysten überwiegen weiterhin die Aufwärtsrisiken, da die Zahl der in den Persischen Golf einlaufenden Öltanker noch immer hinter der Zahl der auslaufenden Tanker zurückbleibe.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,74 auf 67,84 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,71 auf 70,86 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.at

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