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Goldpreis und Ölpreis 15.07.2026 07:56:00

Goldpreis: Auf Rally folgt eine technische Korrektur

Goldpreis: Auf Rally folgt eine technische Korrektur

von Jörg Bernhard

Obwohl die am Vortag gemeldete US-Inflationsrate mit 3,5 Prozent p.a. geringer als erwartet ausgefallen war, sorgen sich angesichts des steigenden Ölpreises die Marktakteure weiterhin um die künftige Preisentwicklung zumal der Ölpreis den dritten Handelstag in Folge seine Aufwärtsbewegung fortsetzte. Hintergrund war die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, erneut eine Seeblockade gegen sämtliche iranischen Häfen zu verhängen. Zudem drohte er damit, in der kommenden Woche iranische Kraftwerke und Brücken anzugreifen, falls Teheran die Verhandlungen nicht wieder aufnimmt. Dies stellt die jüngste Eskalation des Konflikts zwischen den beiden Ländern dar. Weitere Hinweise zur künftigen Inflationsentwicklung erhoffen sich die Marktteilnehmer von den am Nachmittag anstehenden Erzeugerpreisen (14.30 Uhr). Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich diese im Juni um 6,2 Prozent p.a. (Mai: 6,5 Prozent) erhöht haben. Obwohl das CME FedWatch Tool inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von rund 58 Prozent für eine Zinserhöhung auf der Fed-Sitzung im September anzeigt (Vortag: 76 Prozent) ging es mit dem Goldpreis dennoch leicht bergab.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 30,50 auf 4.039,20 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Aufwärtsdrang setzt sich fort

Obwohl der Lagerrückgang bei Rohöl mit 56.000 Barrel deutlich niedriger als erwartet ausgefallen war, generierte der am Vorabend veröffentlichte Wochenbericht des American Petroleum Institute beim fossilen Energieträger keinen Rückenwind. Die militärische Eskalation zwischen dem Iran und den USA trieb den Ölpreis auf den höchsten Stand seit über vier Wochen. Neue Impulse könnte der für den Nachmittag angekündigte "offizielle" Wochenbericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr) liefern. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich die gelagerten Ölmengen in der vergangenen Woche um 1,8 Millionen Barrel reduziert haben.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,53 auf 79,87 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,78 auf 85,51 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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