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Goldpreis und Ölpreis 21.05.2026 08:12:14

Goldpreis: Comeback über Marke von 4.500 Dollar

Goldpreis: Comeback über Marke von 4.500 Dollar

von Jörg Bernhard

Wachsende Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran waren hierfür verantwortlich, weil dadurch die Zinssorgen (-> Opportunitätskosten) leicht nachgelassen haben. Iran erklärte, man prüfe derzeit die jüngste Position Washingtons zur Beendigung des Krieges, nachdem US-Präsident Donald Trump angedeutet hatte, er sei bereit, einige Tage auf die "richtigen Antworten" aus Teheran zu warten. An den Finanzmärkten werden mittlerweile Szenarien eingepreist, wonach die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik in diesem Jahr weiter straffen könnte. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Dezember höhere Leitzinsen als heute sehen werden bei über 50 Prozent. Aus dem Protokoll der Fed-Sitzung im April ging hervor, dass eine Mehrheit der Notenbanker Zinserhöhungen für wahrscheinlich hält, falls die Inflation dauerhaft über dem Zielwert von zwei Prozent bleibt. Am Nachmittag dürften sich die Akteure an den Goldmärkten für die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und den Konjunkturausblick der Philadelphia Fed (beide 14.30 Uhr) besonders stark interessieren.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 5,30 auf 4.530,00 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Lagerschwund stärker als erwartet

Der Ölpreis machte im frühen Donnerstagshandel einen Teil der vorherigen Verluste wett. Anleger beobachteten weiterhin die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran, während ein knappes Angebot sowie sinkende US-Lagerbestände die Preise stützten. Der am Mittwochnachmittag von der US-Energiebehörde gemeldete Lagerrückgang fiel mit 7,9 Mio. Barrel deutlich höher als erwartet aus. Sollte die Straße von Hormus weiterhin blockiert bleiben, droht ein Rückgang der Reserven auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Die durch den Krieg verursachten Lieferausfälle zwingen zahlreiche Staaten dazu, ihre kommerziellen und strategischen Ölreserven in hohem Tempo anzuzapfen. Dadurch wachsen die Sorgen vor einer starken Entleerung der Lagerbestände.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,11 auf 99,37 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,07 auf 106,09 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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