| Goldpreis und Ölpreis |
08.07.2026 07:54:33
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Goldpreis: Dämpfer durch Eskalation im Nahen Osten
Verantwortlich hierfür waren neue Inflationssorgen und steigende Zinserwartungen, nachdem US-Luftangriffe auf den Iran sowohl den Ölpreis als auch den US-Dollar steigen ließen. Das US-Militär startete am Dienstag eine neue Angriffswelle gegen den Iran und entzog dem Land zugleich eine Lizenz, die den Verkauf von Öl ermöglicht hatte. Zuvor waren drei Tanker in der Straße von Hormus von Geschossen getroffen worden. Laut FedWatch Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group stieg die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank im September auf 63 Prozent. Am Dienstag hatte sie noch bei lediglich 57 Prozent gelegen. Die Anleger warten nun auf das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) vom 16. und 17. Juni, um neue Hinweise auf den künftigen Zinspfad unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh zu erhalten.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 16,20 auf 4.141,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Markanter Preissprung
Die erneute Eskalation im Irankrieg inklusive der reaktivierten Sanktionen gegen den iranischen Rohölverkauf trieben den Ölpreis zur Wochenmitte um mehr als zwei Prozent nach oben. Dadurch nahmen die Sorgen zu, dass die ohnehin fragile Waffenruhe scheitern und die Ölversorgung aus dem Nahen Osten erneut beeinträchtigt werden könnte. Der Iran unterstreicht derzeit seinen Anspruch auf die Kontrolle über die Meerenge und hat Schiffe angewiesen, eine Route näher an der iranischen Küste zu nutzen, anstatt den bislang üblichen Kurs entlang der Küste Omans zu wählen. Die USA bestehen dagegen darauf, dass die Straße von Hormus - wie vor Beginn des Konflikts - für alle Schiffe frei passierbar bleiben muss. Der am Dienstagabend veröffentlichte Bericht des American Petroleum Institute wies trotz des gestiegenen Verkehrsaufkommens in der Straße von Hormus ein Lagerminus in Höhe von 400.000 Barrel aus. Nun warten die Akteure an den Ölmärkten auf den Wochenbericht der Energy Information Administration (16.30 Uhr).
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,90 auf 72,34 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,00 auf 76,16 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.at
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| Ölpreis (WTI) | 73,82 | 3,38 | 4,80 |