| Goldpreis und Ölpreis |
19.06.2026 07:58:39
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Goldpreis: Drittes Wochenminus in Folge droht
Belastet wurde die Krisenwährung durch einen stärkeren Dollar sowie die zuletzt restriktiveren Signale der US-Notenbank Fed. Da die Börsen in China und Hongkong aufgrund des Drachenbootfestes geschlossen blieben, war das Handelsvolumen allerdings geringer als üblich. Die restriktiven Töne des neuen Fed-Chefs Warsh haben verdeutlicht, dass die Geldpolitik letztlich der wichtigste Treiber der Märkte bleibt. Neun der 19 Mitglieder der US-Notenbank gehen inzwischen davon aus, dass die Leitzinsen noch in diesem Jahr angehoben werden müssen. Damit würde sich die Fed in eine Reihe weiterer großer Zentralbanken einordnen, die entweder bereits die Zinsen erhöht haben oder entsprechende Schritte zur Bekämpfung der inflationsbedingten Folgen des Iran-Krieges in Aussicht stellen. Die Analysten von Goldman Sachs haben deshalb ihre Goldpreisprognose inzwischen gesenkt. Statt bislang 5.400 Dollar erwarten sie nun einen Goldpreis von 4.900 Dollar bis Dezember.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 92,70 auf 4.153,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Wachsende Skepsis zu beobachten
Trotz der Wiederaufnahme des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus nach dem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran endete vor dem Wochenende die Talfahrt des Ölpreises. Aktuell beläuft sich der Wochenverlust auf 8,9 Prozent (WTI) bzw. 8,3 Prozent (Brent). Analysten erwarten, dass durch das Abkommen mehr als 85 Millionen Barrel Öl, die bislang im Persischen Golf festsaßen, wieder auf den Weltmarkt gelangen könnten. Zusätzlich sieht die Vereinbarung die Aufhebung der US-Sanktionen gegen iranische Ölexporte vor, was das Angebot weiter erhöhen würde. Dennoch bleiben geopolitische Unsicherheiten bestehen. Israel setzt seine militärischen Operationen gegen die Hisbollah im Libanon fort. Dadurch stellen sich weiterhin Fragen zur Stabilität des Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran. Für zusätzliche Skepsis sorgte die Nachricht, dass US-Vizepräsident JD Vance eine für Freitag geplante Reise in die Schweiz abgesagt hat. Dort sollten Gespräche mit iranischen Unterhändlern über die Umsetzung des Abkommens stattfinden.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,74 auf 77,34 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,19 auf 80,04 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.at
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| Ölpreis (WTI) | 76,32 | -0,28 | -0,37 |