| Goldpreis und Ölpreis |
20.05.2026 08:17:02
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Goldpreis: Erneuter Kursrutsch vor Fed-Protokoll
Hohe US-Renditen bei Staatsanleihen und ein starker Dollar waren hauptverantwortlich für diesen Rücksetzer. Mittlerweile bieten US-Bonds mit zehn Jahren Laufzeit eine Rendite von über 4,6 Prozent p.a. und erreichten damit das höchste Niveau seit Januar 2025. Zugleich notiert der Dollarindex in der Nähe seines Sechswochenhochs, wodurch Gold für Investoren außerhalb des Dollarraums relativ teuer wird. Die Signale aus den USA zum Iran sind hingegen widersprüchlich. US-Präsident Donald Trump warnte, Washington könnte Teheran weiterhin militärisch angreifen, während Vizepräsident JD Vance erklärte, beide Seiten machten Fortschritte und wollten keine Rückkehr zum Konflikt. Die Anleger warten nun auf das Protokoll der geldpolitischen Sitzung der Fed vom April (20.00 Uhr), von dem sie sich Hinweise zum künftigen Kurs der US-Notenbank erhoffen. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von über 58 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres höhere Leitzinsen als heute sehen werden.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.05 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 36,40 auf 4.474,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Atempause nach Preissprung
Der Ölpreis fiel im frühen Mittwochshandel leicht zurück. Anleger bleiben jedoch angesichts anhaltender Unterbrechungen der Ölversorgung aus dem Nahen Osten weiterhin vorsichtig und beobachten aufmerksam den Verlauf der Friedensgespräche. Trotz Trumps Aussage gegenüber US-Abgeordneten am späten Dienstagabend, der Konflikt werde bald enden, hatte er zuvor erklärt, die USA müssten den Iran möglicherweise erneut angreifen. Zwar konnten zuletzt einige Tanker wieder die Straße von Hormus passieren, doch liegt die Zahl der Transporte weiterhin deutlich unter den rund 130 Schiffen, die vor Kriegsbeginn üblicherweise die Meerenge durchquerten. Außerdem sanken in den USA die Rohölbestände laut Daten des American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche bereits zum fünften Mal in Folge und fielen mit minus 9,1 Mio. Barrel deutlich stärker als erwartet zurück. Neue Impulse könnte der für den Nachmittag angekündigte "offizielle" Wochenbericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr) liefern. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich die gelagerten Ölmengen in der vergangenen Woche um 2,5 Millionen Barrel reduziert haben.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.05 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 3,98 auf 103,79 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,49 auf 110,79 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.at
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Rohstoffe in diesem Artikel
| Goldpreis | 4 508,91 | -30,37 | -0,67 | |
| Ölpreis (Brent) | 94,01 | 2,02 | 2,20 | |
| Ölpreis (WTI) | 90,52 | 3,16 | 3,62 |