| Goldpreis und Ölpreis |
11.09.2026 07:54:54
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Goldpreis: Gespanntes Warten auf US-Inflationszahlen
Die am gestrigen Donnerstag gemeldeten US-Erzeugerpreise wiesen für August einen Anstieg um 0,4 Prozent (gegenüber Vormonat) aus. Für Juli wurde der Anstieg nachträglich von zuvor gemeldeten Werten auf 0,1 Prozent nach oben revidiert. Nach Veröffentlichung der Daten erhöhten Marktteilnehmer ihre Erwartungen, dass die Fed auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen anheben wird. Der Goldpreis fiel daraufhin um fast zwei Prozent. Nun warten die Marktteilnehmer auf wichtige Daten zu den US-Konsumentenpreisen, die um 14.30 Uhr veröffentlicht werden. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten wird mit einer jährlichen Teuerungsrate von 3,4 Prozent gerechnet. Sollte die Inflation stärker als erwartet ausfallen, würde dies die Argumente für mehrere Zinserhöhungen noch in diesem Jahr verstärken. Dadurch könnten die Renditen von US-Staatsanleihen und der Dollar weiter steigen und den Goldpreis zusätzlich unter Druck setzen.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 28,70 auf 4.378,60 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Stärkstes Wochenplus seit Juli möglich
Zunehmende Angriffe entlang wichtiger Schifffahrtsrouten im Nahen Osten schüren die Befürchtung länger anhaltender Störungen der Ölversorgung und haben die Nordseemarke deutlich über die Marke von 100 Dollar ansteigen lassen. Auf Wochensicht liegen Brent und WTI damit knapp 13 Prozent im Plus. Dies wäre der stärkste Wochenanstieg seit Mitte Juli. Nach Einschätzung von Analysten dürfte die Dauerhaftigkeit der Ölpreisrally maßgeblich von China, dem weltweit größten Rohölimporteur, abhängen. Sollte China weiterhin in großem Umfang Öl kaufen, könnte dies die Auswirkungen der Angebotsausfälle verstärken und die Preise zusätzlich nach oben treiben. Die OPEC senkte unterdessen ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage im Jahr 2026 auf 380.000 Barrel pro Tag. Damit korrigierte das Ölkartell seine Prognose bereits zum fünften Mal in Folge nach unten.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,32 auf 101,16 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,05 auf 105,58 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.at
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Rohstoffe in diesem Artikel
| Goldpreis | 4 273,79 | -25,01 | -0,58 | |
| Ölpreis (Brent) | 107,69 | 2,01 | 1,90 | |
| Ölpreis (WTI) | 103,55 | 2,16 | 2,13 |