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Goldpreis und Ölpreis 14.07.2026 07:27:51

Goldpreis: Hochspannung vor US-Inflationsdaten

Goldpreis: Hochspannung vor US-Inflationsdaten

von Jörg Bernhard

Im Zuge der Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran, die den Ölpreis auf den höchsten Stand seit einem Monat steigen ließen, erlitt die Krisenwährung mit rund drei Prozent zum Wochenstart den höchsten Tagesverlust seit einem Monat. Im Mittelpunkt des Interesses stehen nun wichtige US-Inflationszahlen für Juni. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich die Teuerungsrate von 4,2 auf 3,8 Prozent p.a. reduziert haben. Die Daten könnten neue Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern. Am Mittwoch folgen dann noch die Erzeugerpreise. Außerdem findet heute und morgen die halbjährliche Anhörung des Fed-Chefs vor Vertretern des US-Kongress statt, zum ersten Mal mit Kevin Warsh. Am gestrigen Montag erklärte Fed-Direktor Christopher Waller, die US-Notenbank könnte ihre Leitzinsen "in naher Zukunft" anheben müssen, falls die kommenden Inflationsdaten weiterhin deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent liegen. Die Erwartungen einer Zinserhöhung im September haben zuletzt deutlich zugenommen. Nach Angaben des CME FedWatch Tools liegt die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit inzwischen bei fast 77 Prozent, nachdem sie vor einer Woche noch bei etwa 62 Prozent gelegen hatte.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 23,70 auf 4.029,40 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Höchster Stand seit einem Monat

Der Ölpreis stieg im frühen Dienstagshandel auf den höchsten Stand seit vier Wochen aufgrund der erneuten Seeblockade gegen den Iran durch die USA sowie die zunehmenden militärischen Auseinandersetzungen beider Staaten in der Straße von Hormus. Sie haben die Unsicherheit über die Energieversorgung weiter erhöht. Schifffahrtsdaten zeigten zudem, dass die Zahl der Tanker, die die Straße von Hormus passieren, innerhalb eines Tages auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten zurückgegangen ist. Auch an anderer Stelle im Nahen Osten verschärfte sich die Lage. Die Huthi-Rebellen im Jemen feuerten Raketen auf Saudi-Arabien ab, nachdem sie dem Königreich vorgeworfen hatten, am Montag einen von ihnen kontrollierten Flughafen bombardiert zu haben.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,57 auf 79,71 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,49 auf 84,79 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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