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Goldpreis und Ölpreis 24.04.2026 08:11:19

Goldpreis: Inflationssorgen verursachen markanten Wochenverlust

Goldpreis: Inflationssorgen verursachen markanten Wochenverlust

von Jörg Bernhard

Ein deutlich gestiegener Ölpreis verstärkt die Sorgen vor einem Inflationsschub und länger anhaltend hohen Zinsen. Hintergrund sind die festgefahrenen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran. Solange das Risiko einer längerfristigen Blockade dieser Meerenge besteht, dürfte sich an dieser Einschätzung auch wenig ändern. US-Präsident Donald Trump erklärte, er glaube, dass Teheran grundsätzlich an einem Abkommen interessiert sei, die Führung des Landes jedoch derzeit instabil sei. Er betonte, er habe es nicht eilig mit einem Deal, fügte aber hinzu, dass er andernfalls militärisch vorgehen würde. Der Dollar legte in dieser Woche zu, was an den Finanzmärkten als zusätzlicher Nachteil für Gold interpretiert wird. Im weiteren Tagesverlauf dürften sich die Akteure an den Goldmärkten für den von der Uni Michigan ermittelten Index zum Konsumentenvertrauen (16.00 Uhr) und den Commitments-of-Trader-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 22,70 auf 4.701,30 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Wenig Bewegung vor dem Wochenende

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben wieder zugenommen, nachdem Aufnahmen des Iran das Entern eines Frachtschiffs in der Straße von Hormus zeigten und die iranische Luftabwehr "feindliche Ziele" bekämpft habe. Sollten die Störungen in der Straße von Hormus anhalten, könnten die globalen Öl- und Produktlagerbestände bis Ende Mai oder Anfang Juni unter saisonale Fünfjahrestiefs fallen und dadurch möglicherweise einen zusätzlichen Risikoaufschlag auf die Preise verursachen. Vor dem Wochenende bewegt sich der Ölpreis aber kaum - offensichtlich will sich niemand vor dem Wochenende in dem hochvolatilen Markt verstärkt engagieren. Zur Erinnerung: Mit 79 Prozent übertrifft der CBOE-Ölvolatilitätsindex seinen Stand zum Jahresultimo um mehr als 160 Prozent.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,07 auf 95,92 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,15 auf 99,20 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.at

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