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Goldpreis und Ölpreis 16.03.2026 09:10:32

Goldpreis: Kampf um Marke von 5.000 Dollar

Goldpreis: Kampf um Marke von 5.000 Dollar

von Jörg Bernhard

Ein schwächerer Dollar und eine rückläufige Nachfrage nach sicheren Anlagen ließen den Goldpreis unter die Marke von 5.000 Dollar abrutschen. Das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group zeigt aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 37 Prozent (50 Prozent) an, dass wir bereits Ende Juli (Mitte September) niedrigere Leitzinsen sehen werden als heute. Laut US-Präsident Donald Trump führe seine Regierung mit sieben Ländern Gespräche, um bei der Sicherung der Straße von Hormus zu helfen. Gleichzeitig drohte er mit weiteren Angriffen auf Irans wichtigste Ölexportanlage auf der Insel Kharg und signalisierte, dass derzeit noch kein Ende des Krieges in Sicht sei. Am Nachmittag stehen mit den Zahlen zur US-Industrieproduktion im Februar wichtige Konjunkturindikatoren zur Bekanntgabe an. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich diese gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent (Januar: +0,7 Prozent) erhöht haben.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 9.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 64,30 auf 4.997,40 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Positive Vorzeichen zum Wochenstart

Der Ölpreis tendierte im frühen Montagshandel bergauf, da sich die Aufmerksamkeit der Marktakteure erneut auf die Bedrohungen für Ölanlagen im Nahen Osten gerichtet hat. Sowohl die Nordseemarke Brent als auch die US-Sorte WTI sind in diesem Monat bislang um mehr als 40 Prozent auf ihre höchsten Stände seit 2022 gestiegen. Obwohl die Angriffe auf der Insel Kharg offenbar auf militärische und nicht auf energiewirtschaftliche Infrastruktur abzielten, bergen sie dennoch Versorgungsrisiken, da iranisches Öl derzeit etwa das einzige Öl ist, das durch die Straße von Hormus transportiert wird. Am gestrigen Sonntag erklärte die Internationale Energieagentur (IEA), dass mehr als 400 Millionen Barrel Öl aus den strategischen Reserven in Kürze auf den Markt fließen werden - eine Rekordfreigabe, die darauf abzielt, Preisspitzen aufgrund des Nahostkriegs zu bekämpfen. Lagerbestände aus Ländern in Asien und Ozeanien würden sofort freigegeben, während jene aus Europa und Amerika Ende März verfügbar sein würden, so die Agentur.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 9.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,72 auf 100,43 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,68 auf 105,82 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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