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Goldpreis und Ölpreis 09.04.2026 07:57:21

Goldpreis: Leichter Rückschlag nach Rally

Goldpreis: Leichter Rückschlag nach Rally

von Jörg Bernhard

Nun warten die Marktakteure auf aktuelle US-Inflationsdaten für den Monat Februar (14.30 Uhr). Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll der PCE-Index bei 2,8 Prozent verharren. Am morgigen Freitag stehen dann noch aktuellere Inflationsdaten an. Im März soll sich in den USA die Kerninflation von 2,5 auf 2,7 Prozent und die Teuerungsrate sogar von 2,4 auf 3,3 Prozent p.a. beschleunigt haben. Das am gestrigen Mittwoch veröffentlichte Protokoll der Sitzung der US-Notenbank vom 17. bis 18. März geht hervor, dass mehr Entscheidungsträger der Ansicht waren, dass Zinserhöhungen notwendig werden könnten. Ziel sei, die Inflation zu bekämpfen, die weiterhin über dem Wunschwert der Fed von zwei Prozent liegt - insbesondere vor dem Hintergrund des Iran-Krieges. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von lediglich 0,9 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres höhere Leitzinsen sehen werden.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 7.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 34,20 auf 4.743,00 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Rebound nach Preiseinbruch

Der Ölpreis stieg im frühen Donnerstagshandel, da Zweifel an einem fragilen zweiwöchigen Waffenstillstand im Nahen Osten die Sorge verstärkten, dass die Energieflüsse durch die wichtige Straße von Hormus weiterhin eingeschränkt bleiben. Die Tragfähigkeit des Waffenstillstands wurde zusätzlich in Frage gestellt, nachdem Israel am Mittwoch weiterhin den Libanon angegriffen hat, woraufhin der Iran erklärte, es wäre "unangemessen", Gespräche über ein dauerhaftes Friedensabkommen fortzusetzen. Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten ebenfalls Raketen- und Drohnenangriffe. Die US-Investmentbank Goldman Sachs bestätigte zwar seine Ölpreisprognosen für das dritte und vierte Quartal von durchschnittlich 82 bzw. 80 Dollar für Brent sowie 77 bzw. 75 Dollar für WTI, senkte jedoch ihre Prognosen für das zweite Quartal auf 90 Dollar für Brent und 87 Dollar für WTI.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,96 auf 97,37 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,22 auf 96,97 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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