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Goldpreis und Ölpreis 23.01.2026 07:56:30

Goldpreis: Marke von 4.900 Dollar deutlich überwunden

Goldpreis: Marke von 4.900 Dollar deutlich überwunden

von Jörg Bernhard

Angetrieben wurde die Rekordfahrt durch das schwindende Vertrauen in US-Vermögenswerte infolge geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten. Der Dollarindex verharrte am Freitag nahe einem mehr als zweiwöchigen Tief, nachdem er im Wochenverlauf rund ein Prozent verloren hatte. Dadurch verbilligten sich in US-Dollar gehandelte Metalle für Käufer außerhalb der USA. Derzeit erwarten die Märkte, dass die US-Notenbank in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte vornehmen wird, was bei Gold zu rückläufigen Opportunitätskosten führen würde. Besonders interessant: Obwohl die gestrigen Daten zum BIP-Wachstum und zum US-Arbeitsmarkt stärker als erwartet ausgefallen waren, will der Goldpreis offensichtlich weiterhin nach oben. Am Nachmittag sorgen nun wichtige US-Einkaufsmanagerindizes und der von der Uni Michigan ermittelte Index zum Konsumentenvertrauen (beide 15.45 Uhr) sowie am Abend der Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) für erhöhte Aufmerksamkeit.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 41,30 auf 4.954,70 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Iran wieder im Visier

Der Ölpreis zeigte sich im frühen Freitagshandel erholt, nachdem US-Präsident Donald Trump erneut Drohungen gegen den wichtigen Ölproduzenten Iran ausgesprochen hatte. Dadurch wuchsen die Sorgen vor möglichen militärischen Maßnahmen, die das Ölangebot beeinträchtigen könnten. Ein US-Regierungsvertreter erklärte, dass in den kommenden Tagen Kriegsschiffe - darunter ein Flugzeugträger sowie mit Lenkwaffen ausgestattete Zerstörer - im Nahen Osten eintreffen würden. Iran ist der viertgrößte Ölproduzent innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und ein bedeutender Lieferant für China, den zweitgrößten Ölverbraucher der Welt.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,54 auf 59,90 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,60 auf 64,66 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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