| Goldpreis und Ölpreis |
22.05.2026 08:10:35
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Goldpreis: Richtungslos ins Wochenende
Hohe US-Renditen und ein starker Dollar waren für die Goldpreisschwäche der vergangenen beiden Wochen hauptverantwortlich. Die gestiegenen Ölpreise erhöhen die Inflationsrisiken und verstärken damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen länger hoch bleiben könnten. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen die Märkte inzwischen mit einer Zinserhöhung der Fed vor Jahresende. Die Wahrscheinlichkeit für höhere Fed Funds im Dezember liegt derzeit bei fast 58 Prozent. Von Thomas Barkin, dem Präsidenten der Fed von Richmond, war am Donnerstag zu hören, dass die Reaktion von Unternehmen und Verbrauchern auf die aktuellen wirtschaftlichen Schocks entscheidend dafür sein werde, ob die Notenbank die derzeit hohe Inflation ignorieren könne oder weitere Zinserhöhungen notwendig würden. Am Nachmittag (16.00 Uhr) sorgt der von Uni Michigan ermittelte Index zum Konsumentenvertrauen - inkl. der Subindizes zu den Inflationserwartungen - für erhöhte Aufmerksamkeit. Am Abend dürften sich die Marktakteure zudem für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 29,20 auf 4.513,30 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Rückkehr der Angebotssorgen
Die Ölpreise legten im frühen Freitagshandel zu, steuerten aber dennoch auf ein Wochenminus zu. Aktuell zweifeln Anleger zunehmend an einem baldigen Durchbruch bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und Iran. Sechs Wochen nach Inkrafttreten der fragilen Waffenruhe sind die Bemühungen zur Beendigung des Krieges bislang kaum vorangekommen. Gleichzeitig schüren die hohen Ölpreise erneut Sorgen über die Inflation und die Entwicklung der Weltwirtschaft. Außerdem wird gegen 19.00 Uhr die im Ölsektor tätige US-Dienstleistungsfirma Baker Hughes ihren Wochenbericht über die nordamerikanischen Bohraktivitäten kommunizieren und dadurch für erhöhte Aufmerksamkeit an den Energiemärkten sorgen. In der vergangenen Woche wurde mit 415 US-Ölbohranlagen der höchste Stand seit sechs Monaten gemeldet.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,13 auf 98,48 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,80 auf 105,38 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.at
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| Ölpreis (WTI) | 98,24 | 1,89 | 1,96 |