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Goldpreis und Ölpreis 26.02.2026 08:10:43

Goldpreis: Ruhe vor dem Sturm?

Goldpreis: Ruhe vor dem Sturm?

von Jörg Bernhard

Angesichts der Unsicherheit über die US-Zollpolitik sowie den für heute anberaumten Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran verharrt die Krisenwährung auf erhöhtem Niveau. Neue Impulse könnte der Goldpreis am Nachmittag erfahren, wenn die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr) veröffentlicht werden. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich die Zahl neuer Arbeitsloser von 206.000 auf 215.000 leicht erhöht haben. Danach dürften sich die Marktakteure noch für die Statements der Fed-Gouverneurin Michelle W. Bowman (16.00 Uhr) stark interessieren, um neue Erkenntnisse über die künftige Geldpolitik zu erlangen. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 48 Prozent an, dass die nächste Zinssenkung Mitte Juni erfolgen wird. Mit fast 67 Prozent gilt ein Zinsschritt Ende Juli allerdings als deutlich wahrscheinlicher.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 18,50 auf 5.207,70 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Geopolitische Risiken dominieren

Der Ölpreis legte im frühen Donnerstagshandel leicht zu, da Investoren abwogen, ob die Gespräche zwischen den USA und dem Iran einen militärischen Konflikt und mögliche Lieferunterbrechungen verhindern können. Die Gewinne wurden jedoch durch einen deutlichen Anstieg der US-Rohöllagerbestände begrenzt. Am gestrigen Mittwoch meldete die US-Energiebehörde EIA einen Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 16 Millionen Barrel und übertraf damit sogar den vom API gemeldeten Wert von 11,4 Millionen Barrel deutlich. Außerdem stellte dies den stärksten Zuwachs seit drei Jahren dar.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,07 auf 65,49 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,11 auf 70,80 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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