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Goldpreis und Ölpreis 18.05.2026 07:26:45

Goldpreis: Siebenwochentief zum Wochenstart

Goldpreis: Siebenwochentief zum Wochenstart

von Jörg Bernhard

Der Hauptgrund ist weiterhin in den steigenden Energiepreisen und den daraus resultierenden Inflationssorgen zu sehen. Letztere führen nämlich dazu, dass eine Zinssenkung noch in diesem Jahr immer unwahrscheinlicher geworden ist. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group für dieses Szenario eine Wahrscheinlichkeit von lediglich 0,4 Prozent an. Zinserhöhungen gelten mit 54 Prozent als deutlich wahrscheinlicher. Erfahrungsgemäß neigen Zentralbanken in Phasen steigender Inflation dazu, die Zinsen anzuheben, was die Attraktivität von unverzinslichem Gold schmälert. Nach Angaben von Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate verursachte ein Drohnenangriff am Sonntag ein Feuer in einem Kernkraftwerk. Saudi-Arabien meldete unterdessen, drei Drohnen abgefangen zu haben. Investoren warten nun auf das Protokoll der Fed-Sitzung vom April, das im Laufe dieser Woche veröffentlicht werden soll und Hinweise auf die künftige Geldpolitik liefern könnte. Unterdessen hat Indien mit sofortiger Wirkung die Einfuhr von Silber in nahezu allen Formen eingeschränkt. Dies geht aus einer am Samstag veröffentlichten Regierungsanordnung hervor. Das weltweit größte Verbrauchsland für Silber versucht damit, die Importe zu begrenzen und den Druck auf die Landeswährung Rupie zu verringern.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 21,20 auf 4.540,70 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Aufwärtsdrang ungebrochen

Der Ölpreis legte zum Wochenstart weiter zu, nachdem die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wieder zugenommen haben. Laut Medienberichten wird Trump am Dienstag mit führenden Sicherheitsberatern zusammentreffen, um mögliche militärische Maßnahmen gegen den Iran zu besprechen. Für zusätzlichen Preisauftrieb sorgte bei Rohöl aber auch die Entscheidung der US-Regierung, dass man eine Ausnahmeregelung für sanktioniertes russisches Öl auslaufen lassen werde. Diese hatte es Ländern wie Indien bislang erlaubt, russisches Öl auf dem Seeweg zu kaufen.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,20 auf 107,62 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,89 auf 111,15 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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