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Goldpreis und Ölpreis 09.06.2026 07:12:29

Goldpreis: Stabile Tendenz in der Nähe des Elfwochentiefs

Goldpreis: Stabile Tendenz in der Nähe des Elfwochentiefs

von Jörg Bernhard

Die Marktakteure achten derzeit besonders stark auf den fragilen Waffenstillstand zwischen Israel und Iran und zugleich auf mögliche Fortschritte im breiteren Nahostkonflikt. Gleichzeitig bleiben Sorgen über Inflation und mögliche Zinserhöhungen weiterhin im Fokus. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 72 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres mindestens eine Zinssenkung um 25 Basispunkte sehen werden. Die US-Investmentbank Goldman Sachs geht hingegen davon aus, dass die US-Notenbank die Leitzinsen bis einschließlich 2026 unverändert lassen und erste Zinssenkungen im Jahr 2027 vornehmen wird. Als Begründung werden die robuste Wirtschaftsentwicklung und das anhaltende Beschäftigungswachstum genannt. Neue Hinweise über die künftige US-Geldpolitik erhoffen sich die Anleger von den anstehenden Daten zur US-Inflation. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich die Konsumentenpreise im Mai um 4,2 Prozent (April: 3,8 Prozent) erhöht haben.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 11,40 auf 4.352,00 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Leichte Entspannungssignale

Nachdem Israel und der Iran das Einstellen der Kampfhandlungen verkündet haben, tendierte der Ölpreis in deutlich niedrigere Regionen. Viele Anleger sind allerdings nicht überzeugt, dass die Waffenruhe Bestand haben wird. Beide Seiten machten nämlich deutlich, dass die Kampfhandlungen jederzeit wieder aufgenommen werden könnten. Auf kurze Sicht dürfte nun der für den Abend angekündigte Wochenbericht des American Petroleum Institute (22.30 Uhr) für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Zur Erinnerung: In den vergangenen sieben Wochen wurden stets Lagerrückgänge gemeldet. Diese schwankten zwischen 1,8 Millionen und 9,1 Millionen Barrel.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,02 auf 90,28 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,73 auf 93,52 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.at

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