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Goldpreis und Ölpreis 29.05.2026 08:12:14

Goldpreis: Stabilisierung nach Zweimonatstief

Goldpreis: Stabilisierung nach Zweimonatstief

von Jörg Bernhard

Berichte über eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran waren hierfür hauptverantwortlich, weil dadurch die Zinssorgen leicht nachgelassen haben. Außerdem sollen die Beschränkungen für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus aufgehoben werden. US-Präsident Donald Trump hat das Abkommen bislang aber noch nicht genehmigt. Iranische Staatsmedien erklärten ebenfalls, dass die Vereinbarung noch nicht endgültig abgeschlossen sei. Gestern wurde bekannt, dass sich der Preis/Ausgaben-Index (PCE) im April mit 3,8 Prozent p.a. so stark beschleunigt hat wie seit drei Jahren nicht mehr. Verantwortlich dafür waren vor allem die infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreise. An den Finanzmärkten verfestigt sich damit die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen noch über einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau belassen dürfte. Auch John Williams, Präsident der New York Fed, sieht die Geldpolitik derzeit gut ausgerichtet. Seiner Einschätzung nach wird die Inflation kurzfristig erhöht bleiben. Im weiteren Jahresverlauf dürfte der Preisdruck jedoch allmählich nachlassen.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit leicht erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 10,90 auf 4.543,30 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Vor dem Wochenende schwächer

Der Ölpreis steuert im frühen Freitagshandel aufgrund der nachlassenden geopolitischen Sorgen auf den stärksten Wochenverlust seit Anfang April zu. Widersprüchliche Signale über ein mögliches Ende des dreimonatigen US-israelischen Krieges gegen den Iran sowie über eine mögliche Wiederöffnung der Straße von Hormus hatten zuvor zu einem heftigen Auf und Ab geführt und den Ölpreis innerhalb eines Monats um in der Spitze 20 Prozent verbilligt. Nach Einschätzung der ING ist die Ölförderung seit Beginn des Krieges deutlich zurückgegangen. Viele Produzenten hätten ihre Förderung gedrosselt, um Lagerengpässe zu vermeiden. Eine Erholung der Fördermengen werde daher eher schrittweise als abrupt erfolgen.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,82 auf 88,08 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,71 auf 91,99 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.at

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