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Goldpreis und Ölpreis 28.05.2026 07:42:11

Goldpreis: Tiefster Stand seit zwei Monaten

Goldpreis: Tiefster Stand seit zwei Monaten

von Jörg Bernhard

Neue US-Angriffe auf den Iran haben den Dollar gestärkt und den Ölpreis nach oben getrieben. Dadurch nahmen die Inflationssorgen wieder zu und der Ausblick für die Zinspolitik trübte sich weiter ein. Ziel der US-Angriffe sei eine militärische Einrichtung gewesen, die eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus dargestellt habe. Dies geschah nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump einen iranischen Bericht über eine mögliche Einigung zur Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die strategisch wichtige Wasserstraße zurückgewiesen hatte. Fed-Gouverneurin Lisa Cook erklärte am Vortag, dass die Fed die kurzfristigen Zinsen vorerst unverändert lassen sollte. Angesichts von Zöllen, des Iran-Kriegs und stark steigender Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz, die die Preise zusätzlich antreiben könnten, sei sie jedoch bereit, bei Bedarf die Zinsen anzuheben. Laut FedWatch-Tool beläuft sich die Wahrscheinlichkeit, dass wir Ende des Jahres höhere Leitzinsen als heute sehen werden auf über 47 Prozent.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 76,80 auf 4.371,60 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Rebound nach Absacker

Der Ölpreis verteuerte sich im frühen Donnerstagshandel um mehr als drei Prozent, nachdem die iranischen Revolutionsgarden erklärt hatten, sie hätten als Reaktion auf einen US-Angriff einen US-Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Bandar Abbas angegriffen. Dies deutet darauf hin, dass das globale Ölangebot weiterhin eingeschränkt bleiben dürfte. In den USA sind die Rohölvorräte laut Daten des American Petroleum Institute in der vergangenen Woche um 2,8 Millionen Barrel gefallen. Dies war bereits der sechste Rückgang in Folge. Die offiziellen Lagerbestandsdaten der US-Energiebehörde EIA werden am Nachmittag (17.00 Uhr) veröffentlicht - feiertagsbedingt einen Tag später als üblich.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 3,34 auf 92,02 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 3,35 auf 95,60 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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