| Goldpreis und Ölpreis |
24.06.2026 08:42:40
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Goldpreis: Tiefster Stand seit zwei Wochen
Unter Druck geriet das gelbe Edelmetall durch einen weiter erstarkenden Dollar, da die Märkte zunehmend mit weiteren Zinserhöhungen in den USA rechnen. Gleichzeitig bewerteten Anleger widersprüchliche Signale rund um die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump behauptete am Dienstag, der Iran habe unbegrenzten Atominspektionen zugestimmt. Teheran wies diese Darstellung jedoch zurück und betonte, in den Verhandlungen keine derartige Zusage gemacht zu haben. Dies weckt Zweifel an der Stabilität des fragilen Friedensabkommens. Auch über die Details einer Vereinbarung, die dem Iran den Zugriff auf eingefrorene Vermögenswerte im Ausland ermöglichen soll, herrscht zwischen beiden Seiten Uneinigkeit. Seit Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran Ende Februar hat Gold über 20 Prozent an Wert verloren. Während zunächst Inflationssorgen dominierten, stehen inzwischen die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed im Vordergrund. Nun richtet sich der Blick der Anleger auf die am Donnerstag anstehenden Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures, PCE). Dieser Preisindex gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank und könnte wichtige Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs liefern.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 46,10 auf 4.103,10 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Nahe am Viermonatstief
Der Ölpreis gab im frühen Mittwochshandel weiter nach und rutschte in die Nähe seines tiefsten Stands seit vier Monaten. Hintergrund sind Hinweise darauf, dass weitere im Persischen Golf festliegende Öltanker die Passage durch die Straße von Hormus wieder aufnehmen können. Die Zahl der Schiffspassagen ist in den vergangenen Tagen gestiegen, liegt aber weiterhin deutlich unter dem Niveau vor dem Krieg. Die Entscheidung Washingtons, Teheran nach ersten Friedensgesprächen eine 60-tägige Aussetzung bestimmter Sanktionen zu gewähren, führte ebenfalls zu rückläufigen Notierungen. Zudem hat sich die Sicherheitslage im Libanon zuletzt entspannt. Grundsätzlich bestehen aber weiterhin Zweifel an der Dauerhaftigkeit des Friedensabkommens. Unterdessen sanken laut Daten des American Petroleum Institute die US-Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 19. Juni um 765.000 Barrel. Analysten hatten im Durchschnitt allerdings einen deutlich stärkeren Rückgang um etwa 3,9 Millionen Barrel erwartet.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 8.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,62 auf 72,59 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,64 auf 76,16 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.at
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| Ölpreis (WTI) | 71,92 | -1,29 | -1,76 |