| Goldpreis und Ölpreis |
27.02.2026 08:10:34
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Goldpreis: Warten auf US-Produzentenpreise
Grundsätzlich kann man an den Finanzmärkten gegenwärtig aber eine gedämpfte Nachfrage nach sicheren Häfen ausmachen. Nach wie vor sorgen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein "Grundrauschen an Verunsicherung". Gold steuert derzeit auf den siebten Monatsanstieg in Folge zu und gewann im Februar bislang mehr als 6 Prozent, was vor allem auf die erneuten Unsicherheiten rund um die US-Zölle und die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen war. Bei den Gesprächen in Genf gab es zwar Fortschritte im Streit um das iranische Atomprogramm, jedoch keinen Durchbruch, um mögliche US-Militärschläge nach dem massiven Truppenaufbau zu verhindern. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure nun für die anstehenden US-Produzentenpreise (Januar) stark interessieren. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich diese von 2,6 auf 3,0 Prozent p.a. beschleunigt haben. Neue Erkenntnisse über die Stimmung an den Terminmärkten für Gold könnte der Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) liefern. Obwohl dort in diesem Jahr sowohl der Open Interest (Anzahl offener Kontrakte) als auch der Optimismus der spekulativen Marktakteure stark nachgelassen hat, bewies die Krisenwährung bislang ein hohes Maß an relativer Stärke.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 8,70 auf 5.202,90 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Geopolitische Risiken dominieren
Der Ölpreis legte im frühen Freitagshandel zu. Verantwortlich für die Aufwärtsbewegung ist die Verlängerung der Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran, wodurch Sorgen vor unmittelbar bevorstehenden Lieferunterbrechungen nachließen. Außerdem könnte die OPEC+ bei ihrem Treffen am Sonntag eine Förderausweitung beschließen. Laut Analysten beläuft sich die geopolitische Risikoprämie für den fossilen Energieträger aktuell auf acht bis zehn Dollar je Barrel, da ein Konflikt die Versorgung über die Straße von Hormus gefährden könnte, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Ölangebots transportiert werden
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,51 auf 65,72 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,46 auf 71,30 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.at
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Rohstoffe in diesem Artikel
| Goldpreis | 5 188,37 | 43,68 | 0,85 | |
| Ölpreis (Brent) | 87,80 | -1,99 | -2,22 | |
| Ölpreis (WTI) | 88,39 | 4,94 | 5,92 |