| Ölmarkt |
26.06.2026 15:51:00
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Ölpreise geben nach - Straße von Hormus im Blick
Jüngste Spannungen im Nahen Osten konnten den Ölpreisen nur zeitweise Auftrieb verleihen. Ein mutmaßlich iranischer Drohnenangriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus stellt das Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran zur Beendigung des Kriegs und Wiederöffnung der Meerenge auf die Probe. Der Vorfall vor der Küste des Omans ereignete sich wenige Stunden, nachdem Irans Revolutionsgarden gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien.
US-Präsident Donald Trump erklärte hingegen am späten Donnerstag, dass die Meerenge offen sei. Die Zahl der Schiffpassagen lag nach jüngsten Angaben unter dem Niveau, das vor dem Irak-Krieg herrschte, hat zuletzt aber zugenommen.
Nach Einschätzung von Analysten der Dekabank zeigt die vergleichsweise verhaltene Reaktion an den Märkten, dass geopolitische Risiken eingepreist seien. Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank sagte, dass die Aussicht auf eine Normalisierung des Angebots aus der Golfregion die Ölpreise belaste. Sie wies aber darauf hin, dass der Seeverkehr durch die Straße von Hormus nur allmählich zunehme. Wir fürchten, "dass die Marktteilnehmer hier zu optimistisch sind", sagte die Commerzbank-Expertin.
Kurz vor dem Wochenende rückte auch die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) stärker in den Fokus. Knapp zwei Monate nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus dem Ölkartell zieht der Irak einen ähnlichen Schritt in Erwägung. Man werde über einen Austritt nachdenken, wenn die Ölförderquoten nicht wie von Bagdad gefordert erhöht würden. Es würde dann "eine Entscheidung über den Verbleib oder den Austritt aus der Organisation" geben, sagte ein Sprecher des irakischen Ölministeriums der emiratischen Zeitung "The National".
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NEW YORK/WASHINGTON (dpa-AFX)
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