28.06.2019 19:30:00

APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K

Kein Durchbruch bei neuer Runde zum Atom-Deal mit dem Iran

Wien/Teheran - Eine neue Runde zur Rettung des Atom-Abkommens mit dem Iran ist am Freitag in Wien ohne greifbare Annäherung geblieben. Der Iran werde voraussichtlich trotz einiger bei dem Treffen erzielter Fortschritte auf seinem Weg des Teil-Ausstiegs aus dem Atomprogramm weitergehen, sagte Irans Vizeaußenminister Abbas Araqchi nach dem etwa dreistündigen Treffen. Er werde über das Treffen in Teheran berichten, glaube aber nicht, dass die Fortschritte als ausreichend angesehen würden, sagte Araqchi.

G-20-Gipfel droht wegen Klima-Streits zu scheitern

Osaka/Washington/Berlin - Wegen tiefgreifender Differenzen beim Klimaschutz droht der G-20-Gipfel in Japan zu scheitern. Die Europäische Union machte am Freitag zum Auftakt der Beratungen der großen Wirtschaftsnationen in Osaka deutlich, dass sie keine Abschlusserklärung mittragen werde, die einen Rückschritt gegenüber früheren Gipfeln bedeutet. Die Gruppe der Gegner besonders strenger Klimaschutzziele in der G-20 wächst jedoch. Differenzen gibt es auch beim Freihandel und der Frage, welches Gewicht internationale Regeln und Institutionen künftig überhaupt noch haben sollen.

Tiroler Fahrverbote: Land weitet auf Kufstein und Reutte aus

Kufstein/Reutte - Nach den für die Wochenenden bis Mitte September verhängten Fahrverboten auf dem niederrangigen Straßennetz nach den Autobahnausfahrten im Großraum Innsbruck geht das Land Tirol nun einen Schritt weiter. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) kündigte am Freitag bei einer Pressekonferenz weitere Fahrverbote für die Bezirke Kufstein im Unterland und Reutte im Oberland an. Die Fahrverbote sollen ab dem Wochenende des 6. und 7. Juli in Kraft treten und - wie die in der Vorwoche verhängten Fahrverbote - bis 14. bzw. 15. September andauern.

BVT-Ausschuss-Bilanz: Parteien sehen ihre Kritik bestätigt

Wien - Die ehemaligen Oppositionsparteien SPÖ, NEOS und JETZT haben am Freitag über den BVT-Untersuchungsausschuss bilanziert und sich dabei in ihrer Kritik zu den Vorgängen rund um die Causa Verfassungsschutz bestätigt gesehen. Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hätte nach der letztlich illegalen Razzia im BVT des Amtes enthoben werden müssen. Bestätigt sahen die drei Parlamentsfraktionen die Existenz eines "schwarzen Netzwerkes" im BMI. Nach Ansicht von ÖVP-Fraktionsvorsitzender Gaby Schwarz konnte jegliche politische Einflussnahme der Ressortführung unter ÖVP-Ministern auf die Ermittlungen des Extremismusreferats, die Arbeit des BVT generell oder auf Stellenbesetzungen ausgeschlossen werden.

Großer Wurf bei Parteienfinanzierung zeichnet sich nicht ab

Wien - Bis Montag müssen sich die Parteien auf eine Reform der Parteienfinanzierung einigen, wenn sie rechtzeitig für die Nationalratswahl neue Regeln beschließen wollen. Transparency International sprach sich am Freitag unter anderem für Haftstrafen bei hohen Falschmeldungen aus. Davon war in den bisher bekannten Konzepten der großen Parteien aber nicht die Rede. Ein großer Wurf zeichnete sich nicht ab. Die Verhandlungen über die Parteienfinanzierungen waren am Freitag nach wie vor am Laufen - zumindest zwischen einzelnen Parteien. Denn NEOS und die Liste JETZT beklagten, dass es keine ernsthaften Gespräche gebe.

"Sea-Watch 3" von Polizei durchsucht, Kapitänin wird befragt

Rom/Lampedusa - Die italienische Polizei ist an Bord des Rettungsschiffes "Sea-Watch 3" gegangen, das auf die Genehmigung für die Landung von 40 Migranten an Bord wartet. Beschlagnahmt wurden Dokumente und Videoaufnahmen, bestätigte die Crew laut italienischen Medien. Gegen die deutsche Schiffskapitänin Carola Rackete leitete die Staatsanwaltschaft der sizilianischen Stadt Agrigent Ermittlungen wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und Verletzung des Seerechts ein. Fünf Länder haben sich indes zur Aufnahme der Migranten der "Sea-Watch 3" bereit erklärt, verlautete es aus dem italienischen Außenministerium. Dabei handle es sich um Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Portugal und Finnland.

Wiener Polizei wollte 25-Jährigen festnehmen - Selbstmord

Wien - Ein 25-jähriger Mann hat am Freitagvormittag in einer Wohnung in der Favoritner Fernkorngasse Selbstmord verübt, als ihn die Wiener Polizei festnehmen wollte. Beamte der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (Wega) wollten den Mann in seiner Wohnung festnehmen. In der Nacht auf Freitag hatte sich der 25-Jährige eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, dabei schoss der Mann aus dem Autofenster. Die Wega fand den Mann am Freitagvormittag mit einer Faustfeuerwaffe vor, die er sich an den Kopf hielt. Trotz Taser-Einsatzes tötete er sich.

Hitzetote in Spanien, über 45 Grad in Frankreich

Madrid - Mehr als 45 Grad Celsius in Frankreich, zwei Hitzetote und ein seit Tagen unkontrollierbarer Waldbrand in Spanien: Die ungewöhnlich frühe Hitzewelle hat Feuerwehren und Rettungsdienste in Europa weiterhin ins Schwitzen gebracht. Nach Angaben des französischen Wetterdienstes wurde am Freitagnachmittag erstmals die 45 Grad-Marke überschritten. Im südspanischen Andalusien erlitt unterdessen ein 17-jähriger Erntehelfer einen tödlichen Hitzschlag, in der Stadt Valladolid im Norden Spanien brach ein 93-jähriger Mann ebenfalls nach einem Hitzschlag auf der Straße tot zusammen.

(Schluss) hhi

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