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Geändert am: 02.09.2026 08:42:20

Eskalation im Iran-Krieg: ATX und DAX schwächer erwartet -- Asiens Börsen im Minus

AUSTRIA

Am Mittwoch dürfte es nach unten gehen.

Der ATX verliert vorbörslich.

Die Ölpreise ziehen am Morgen weiter an. Die militärischen Schlagabtausche zwischen dem Iran und den USA setzen sich unvermindert fort. Die Rendite 10-jähriger Treasurys liegt in der Zwischenzeit bei 4,80 Prozent. Einige Strategen glauben, dass ein Niveau von 5 Prozent zu einem ernsten Problem für die Aktienmärkte werden könnte. Die steigende Inflation setzt die Zentralbanken zunehmend unter Handlungsdruck. Am Morgen hat die neuseeländische Notenbank die Zinsen um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent erhöht. Eine Zinsanhebung durch die EZB in der kommenden Woche gilt als ausgemacht, eine Anhebung durch die US-Notenbank auf ihrer September-Sitzung wird von den Märkten nach der falkenhaften Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh mit knapp 60 Prozent eingepreist. "Die Stimmung unter den Investoren ist nicht grundsätzlich schlecht, sie werden nur vorsichtiger und schaffen Liquidität", heisst es bei CMC.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt wird zur Wochenmitte schwächer erwartet.

Der DAX verliert vorbörslich.

Der anhaltende Aufwärtstrend bei den Ölpreisen dürfte den DAX auch am Mittwoch belasten. Die USA und der Iran greifen sich weiter gegenseitig an, was die Ölpreise nach oben treibt. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent muss aktuell mit mehr als 95 US-Dollar der höchste Preis seit Mitte Juni bezahlt werden. Das US-Militär attackierte nach eigenen Angaben in der Nacht Luftabwehrstellungen und Radarsysteme der iranischen Revolutionsgarden sowie Gerät zum Verlegen von Seeminen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain. Diese Staaten sind mit Washington verbündet und beherbergen US-Militärstützpunkte.

WALL STREET

An der Wall Street ging es am Dienstag weiter nach unten.

Der Dow Jones verlor bereits zur Startglocke und blieb auch im Verlauf in Rot. Er beendete die Sitzung 0,79 Prozent schwächer bei 52.767,41 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite verzeichnete deutliche Verluste, nachdem er bereits zu Handelsbeginn absackte. Zum Handelsende ging er um 1,03 Prozent auf 26.099,77 Zähler zurück.

Hauptursache für die getrübte Stimmung war der Anstieg der Anleiherenditen. Am Markt setzt sich zunehmend die Erwartung durch, dass die US-Notenbank noch in diesem Monat eine Leitzinsanhebung vornehmen wird. Auslöser dieser Spekulationen ist die falkenhaft eingeordnete Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am vergangenen Freitag.

Zusätzliche Inflationssorgen schürte der kräftige Anstieg der Ölpreise. Treiber dieser Entwicklung sind erneut aufgeflammte militärische Konfrontationen zwischen den USA und dem Iran. Nach US-Angriffen auf iranische Ziele reagierte Teheran mit Schlägen gegen Standorte mit US-Truppen in Jordanien.

Laut der Finanzgruppe MUFG bleibt die Lage für den Öltransport auf See äußerst angespannt, was auch durch den Bericht über eine Attacke auf einen Tanker nahe dem Oman unterstrichen wird, so Dow Jones Newswires. Für eine leichte Erleichterung sorge jedoch der Umstand, dass die Ölproduzenten die Passage durch die Straße von Hormus trotz der bestehenden Risiken weiterhin nutzen.

ASIEN

Die asiatischen Börsen verbuchen am Mittwoch Verluste.

So fällt der Nikkei 225 in Tokio zeitweise um leichte 0,15 Prozent auf 66.215,34 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite 0,82 Prozent tiefer bei 3.947,26 Zählern.

Auch in Hongkong geht es abwärts: Der Hang Seng verliert 0,96 Prozent auf 25.087,22 Einheiten.

Mit zum Teil heftigen Abschlägen präsentieren sich die Leitbörsen in Südostasien am Mittwoch im späten Geschäft. Hintergrund sind die wegen einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg über Nacht deutlich gestiegenen Ölpreise. US-Präsident Donald Trump erklärte, die US-Angriffe seien als Vergeltung für den Versuch des Iran erfolgt, die Straße von Hormus am Wochenende zu verminen und US-Soldaten im Nahen Osten anzugreifen. Der Iran reagierte mit dem Abfeuern von Raketen und Drohnen. Jordanien, Kuwait und Bahrain meldeten feindlichen Beschuss. Die höheren Ölpreise treiben indes die globalen Anleiherenditen nach oben und schüren erneut die Befürchtung von Leitzinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation. Höhere Marktzinsen belasten die Aktienmärkte - vor allem die technologielastigen in Japan und Südkorea. Auch Rekordumsätze und eine angehobene Jahresprognose von Dell Technologies in den USA heben die Stimmung im Technologiesektor kaum.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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