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Geändert am: 09.09.2026 09:08:08
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Weiter steigende Ölpreise: ATX schwächer -- DAX im Minus -- Zurückhaltung an Asiens Börsen
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt notiert zur Wochenmitte tiefer.
Der ATX bewegt sich am Mittwoch im frühen Handel auf rotem Terrain.
Unverändert lasten die sehr hohen Rohölpreise auf der Stimmung der Aktienanleger. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent nähert sich wieder der Marke von 100 US-Dollar. Dadurch werden die Sorgen vor einer weiter anziehenden Inflation gestärkt. Zudem lieferte die Wall Street am Vorabend negative Vorgaben.
Heute stehen keine wichtigen Datenveröffentlichungen oder Ereignisse auf dem Programm, schreiben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick. Erst am Donnerstag werde es mit der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank interessant. Marktteilnehmer rechnen fest mit einer Leitzinserhöhung. Auch die Experten von der Helaba gehen von einer Anhebung um 25 Basispunkte aus, da sich in letzter Zeit viele EZB Vertreter in diese Richtung geäußert haben. Es wird befürchtet, dass die Inflation bei dem aktuellen Leitzinsniveau nicht auf das angestrebte Ziel zurückkehren wird, hieß es weiter.
Am heimischen Aktienmarkt liegt auf Unternehmensebene noch eine sehr dünne Meldungslage vor.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwoch schwächer.
Der DAX eröffnet die Sitzung 0,53 Prozent tiefer bei 25.870,98 Punkten.
Der DAX unterschreitet die runde Marke von 26.000 Punkten am Mittwoch zunächst wieder. Damit verliert er den jüngsten Rekord bei 26.618 Punkten weiter aus den Augen. Vor allem der erneute Anstieg der Ölpreise dürfte den Anlegern nicht schmecken. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent nähert sich wieder der Marke von 100 US-Dollar. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben fünf iranische Rohöltanker angegriffen und "zerstört". Die Anleger warten auch auf die am Donnerstag erwartete Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank.
WALL STREET
Nach der Feiertagspause zum Wochenauftakt zeigten sich die US-Börsen mit Verlusten.
Entsprechend notierte der Dow Jones bereits zur Startglocke tiefer und fiel im Anschluss noch weiter zurück. Zum Börsenschluss stand ein Minus von 1,17 Prozent auf 52.787,53 Punkte an der Kurstafel.
Beim technologielastigen NASDAQ Composite ging es zunächst minimal aufwärts, doch auch hier waren im weiteren Verlauf Verluste zu sehen. Letztlich verabschiedete er sich 0,32 Prozent tiefer bei 26.421,41 Zählern aus dem Handel.
Als übergeordneter Bremsklotz des Aktienmarktes fungierten die Ölpreise, Brent näherte sich wieder der Marke von 100 Dollar pro Fass an und notiert auf dem höchsten Stand seit Juli. Bereits am Vortag waren die Ölpreise gestiegen als Reaktion auf neue Angriffe des Iran bzw. der USA. Nun zirkulierten Berichte über Drohnen- und Raketenangriffe auf saudische Ölinfrastruktur im Südwesten des Landes nahe der jemenitischen Grenze durch die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen.
"Die Märkte preisen zunehmend einen langwierigen Konflikt im Nahen Osten ein", urteilten die Analysten von Goldman Sachs. Befürchtungen, die US-Notenbank könnte noch in diesem Monat die Zinsen anheben, belastete die Wall Street wie schon am vergangenen Freitag ebenfalls. Die anziehenden Ölpreise befeuerten die Inflationssorgen und hievten die Anleiherenditen nach oben - gerade im Vorfeld der anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag. Nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag dürften erst die Inflationsdaten Aufschluss über die Zinsoptionen der US-Notenbank geben.
ASIEN
Uneinheitlich geht es am Mittwoch im Handelsverlauf an den Aktienmärkten in Asien zu.
Der Nikkei 225 notiert zeitweise marginale 0,07 Prozent im Plus bei 65.317,38 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland gewinnt der Shanghai Composite 0,24 Prozent auf 3.949,89 Zähler.
In Hongkong notiert der Hang Seng nahezu unverändert bei 25.316,87 Einheiten.
Die weiter steigenden Ölpreise dürften stark mit dazu beitragen, dass sich die Börsianer mit Käufen nicht weiter aus dem Fenster wagen. Angesichts der unverändert angespannten und unübersichtlichen Lage in der Strasse von Hormus mit zuletzt wieder gegenseitigen Attacken der USA und des Iran verteuert sich Brent-Öl weiter, um 1,4 Prozent auf 99,28 Dollar. Die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar ist damit zum Greifen nah. Teheran warnte zudem Besatzungen von Tankern in der Nähe von Kais in Kuwait und Bahrain, ihre Schiffe zu verlassen, und drohte mit weiteren Angriffen auf die Energieinfrastruktur am Golf. Hohe Ölpreise gelten als Inflationstreiber und nähren damit Spekulationen über Zinserhöhungen.
Die Blicke vieler Akteure sind daher bereits auf den Donnerstag, insbesondere aber den Freitag gerichtet. Dann werden in den USA neue Inflationsdaten veröffentlicht, am Freitag die Verbraucherpreise. Für das Zinstreffen der US-Notenbank in der kommenden Woche wird weiter eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.
Die Verbraucher- und Erzeugerpreise in China sind unterdessen im August leicht gestiegen, angetrieben von höheren Energiepreisen. Zugleich fielen sie aber fast genau wie erwartet aus, weswegen sie kaum Impulse entfachen.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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