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Geändert am: 15.07.2022 22:11:22

Erholungskurs zum Wochenende: US-Börsen gehen stärker aus dem Handel -- ATX und DAX schließen höher -- Börsen Asiens letztlich uneins

AUSTRIA

Der heimische Aktienmarkt zeigte sich am letzten Handelstag der Woche stärker.

Der ATX notiert im Tagesverlauf durchgehend im grün und verabschiedete sich mit 1,74 Prozent auf 2.862,45 Einheiten höher ins Wochenende.

Am Freitag setzte der heimische Aktienmarkt wieder zu einer Erholungsbewegung an. Damit beendete die Wiener Börse die bereits seit vier Sitzungen andauernde Negativserie.

Datenseitig kamen in der Früh schwache Konjunkturzahlen aus China. Vor dem Hintergrund strenger Corona-Maßnahmen ist das chinesische Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal deutlich abgesackt.

Im weiteren Verlauf standen eine Reihe von US-Datenveröffentlichungen im Kalender, darunter die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion für Juni sowie das Michigan Sentiment und der Empire-State-Index.

"Inflations- und Rezessionssorgen dominierten das Geschehen an den Finanzmärkten". Besonders auffällig war die fortgesetzte Inversion der US-Kurve. Bonds mit 10-jähriger Laufzeit rentierten niedriger als 2-jährige Papiere", hiess es von den Experten der Helaba. Eine inverse Zinskurve wird unter Fachleuten als konjunkturelles Warnsignal gewertet. Häufig sind inverse Zinskurven Vorboten wirtschaftlicher Rezessionen.

DEUTSCHLAND

Die deutschen Anleger wagten sich am Freitag wieder aus der Deckung.

Der DAX versuchte sich nach dem gestrigen Verlusttag heute ebenfalls an einer Erholung. Seine Gewinne konnte der deutsche Leitindex seit Beginn der Sitzung ausbauen. Zur Schlussglocke stand ein deutlicher Gewinn von 2,76 Prozent auf 12.864,72 Zähler an der Tafel.

Zum Ende einer schwachen Woche hat der DAX deutlich zugelegt. Am Freitagnachmittag dämmte der deutsche Leitindex seinen Wochenverlust auf zwei Prozent ein.

Erfreuliche US-Konjunkturdaten hatten einen moderat positiven Einfluss, auch wenn es nicht zu einem neuen Tageshoch reichte - die zuvor veröffentlichten, neuen Geschäftszahlen aus dem US-Bankensektor fielen durchwachsen aus und ließen den DAX kalt.

"Auf den Ausverkauf folgt auch diesmal der Erholungsversuch", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners die Marktentwicklung.

WALL STREET

Die Stimmung an den US-Börsen stabilisierte sich zum Ende der Handelswoche.

So eröffnete der Dow Jones mit einem moderaten Gewinn und vergrößerte diesen anschließend noch. Letztlich notierte er 2,14 Prozent höher bei 31.286,02 Punkten. Auch der technologielastige NASDAQ Composite legte nach einem starken Start weiter zu. Bis zum Handelsende kletterte er um 1,79 Prozent auf 11.452,42 Zähler.

Die US-Aktienmärkte sind am Freitag dank robuster Konjunkturdaten auf Erholungskurs gegangen. So steigerte der Einzelhandel seine Umsätze im Juni stärker als erwartet. Ferner verbesserte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen im Bundesstaat New York - gemessen am Empire-State-Index - im Juli überraschend und deutlich. Zudem schwächte sich der Preisauftrieb von in die USA importierten Gütern im Juni erneut ab.

Damit nahm eine Börsenwoche ein Ende, die von wechselnden Erwartungen an eine Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank und den Sorgen um das weltweite Wirtschaftswachstum geprägt war. Die Anleger schraubten ihre Erwartungen zurück, wie aggressiv die Fed die Zinssätze anheben wird, um die Inflation zu bekämpfen. Die Wetten auf eine Zinserhöhung um einen Prozentpunkt im Juli wurden zuletzt auf 0,75 Prozentpunkte revidiert.

Aus Unternehmenssicht stand die beginnende Quartalsberichtssaison im Mittelpunkt des Interesses. Am Freitag veröffentlichte unter anderem Citigroup ihre Zahlen. Dabei legten die gesamten Erträge um überraschend starke elf Prozent zu. Insgesamt übertrafen die Kennziffern die Erwartungen der Analysten deutlich.

Eine deutlich erhöhte Risikovorsorge für faule Kredite angesichts gestiegener Rezessionsgefahr ließ den Gewinn beim US-Geldhaus Wells Fargo einbrechen.

ASIEN

Die Aktienmärkte in Fernost präsentierten sich am Freitag abermals ohne gemeinsame Richtung.

In Tokio konnte der Leitindex Nikkei schlussendlich um 0,54 Prozent auf 26.788,47 Punkte zulegen.

Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite letztendlich 1,64 Prozent tiefer bei 3.228,06 Stellen. Beim Hang Seng in Hongkong beliefen sich die Verluste zu Börsenende auf satte 2,19 Prozent bei 20.297,72 Zählern.

Für Ernüchterung sorgten neue Konjunkturdaten aus China. Das Wirtschaftswachstum sackte im zweiten Quartal deutlich ab. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nur noch um 0,4 Prozent zu. Das war das schwächste Quartalswachstum seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Experten hatten im Schnitt mit einem kräftigeren Wachstum von 1,2 Prozent gerechnet.

Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank sah in den verhängten Eindämmungsmaßnahmen zur Bekämpfung von Corona-Neuinfektionen die Ursache der Schwäche. Hoffnung auf eine baldige Besserung bestehe nicht. "Die hohen Inflationsraten in den USA und in Europa haben unmittelbare Auswirkungen auf die chinesischen Wachstumsraten", betonte Gitzel, "Konsumenten in den USA und in Europa verzichten gerade auf diejenigen Waren, die zu einem hohen Mass aus China kommen."

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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NIKKEI 225 37 120,33 -1,80%
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Shanghai Composite 3 373,75 0,15%