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Geändert am: 27.11.2023 22:09:04

Vorsichtiger Wochenauftakt: Wall Street beendet Handel leicht im Minus -- ATX und DAX schließen etwas tiefer -- Asiatische Börsen letztlich leichter

AUSTRIA

An der Wiener Börse ging es am Montag leicht nach unten.

Der ATX verlor kurz nach Handelsbeginn etwas und bewegte sich auch anschließend knapp im Minus. Letztendlich beendete der heimische Leitindex die erste Sitzung der Woche 0,20 Prozent leichter bei 3.247,23 Punkten.

Die Wiener Börse präsentierte sich am Montag mit leichterer Tendenz. Marktbeobachter verwiesen vor allem auf die schwachen Vorgaben der Asien-Märkte. Die Wall Street hatte im verkürzten Freitagshandel keine klare Richtung gefunden.

Laut Börsianern agierten die Anleger vorerst einmal vorsichtiger, denn in den kommenden Tagen stehen die Inflationsdaten aus den USA und Europa zur Veröffentlichung an. Zu Wochenbeginn blieb es datenmäßig hingegen recht ruhig. Es standen kaum wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm. Auch die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich noch sehr dünn.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt war zum Wochenstart eine verhaltene Stimmung zu beobachten.

Der DAX eröffnete etwas schwächer und zeigte sich auch anschließend mit negativem Vorzeichen. Schließlich beendete das deutsche Börsenbarometer den ersten Handelstag der Woche 0,39 Prozent leichter bei 15.966,37 Einheiten.

Der DAX rutschte am Montag im Handelsverlauf unter die 16.000 Punkte-Marke. Am Freitag noch hatte der Leitindex DAX erstmals seit August als Höhepunkt einer vierwöchigen Rally über dieser psychologisch wichtigen Hürde geschlossen. Die Anleger seien vorsichtiger, da in den kommenden Tagen Inflationsdaten aus den USA und Europa auf der Agenda stehen, hieß es am Markt. Außerdem dämpften laut den Experten von "Index Radar" schwache Daten chinesischer Industrieunternehmen die Stimmung leicht. In den USA deutete sich zudem ein etwas schwächerer Handelstag an.

Wie Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners betonte, bleiben die 16.000 Punkte für das deutsche Börsenbarometer im Fokus. Ein Fall darunter "könnte am Markt schnell als Schwäche interpretiert werden", obwohl Gewinnmitnahmen nach dem guten Lauf nichts Unnormales wären. "Für eine fünfte positive Woche in Serie wird es auf jeden Fall einige gute Nachrichten brauchen, denn kurz vor dem Jahresende werden mögliche Käufer doppelt überlegen, ob sie oberhalb der 16.000 wirklich noch einsteigen wollen."

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich am Montag letztlich etwas tiefer.

So eröffnete der Dow Jones Index nahezu unverändert und gab auch anschließend moderat nach. Er verließ den Handel 0,16 Prozent tiefer bei 35.333,47 Punkten. Der technologielastige NASDAQ Composite bewegte sich nach einem stabilen Start im weiteren Handelsverlauf nur wenig. Er beendete den Tag mit einem minimalen Abschlag von 0,07 Prozent bei 14.241,02 Zählern.

An der Wall Street war ein ruhiger Wochenauftakt zu beobachten. Etwas auf die Stimmung schlugen Daten aus China: Dort sind zwar die Industriegewinne im Oktober den dritten Monat in Folge gestiegen, der Anstieg sei aber zu gering, um die Deflationssorgen zu zerstreuen, hieß es im Handel. Denn auf Sicht der ersten zehn Monate des Jahres sanken die Industriegewinne um 7,8 Prozent auf Jahressicht. Das neue Maßnahmenpaket der chinesischen Behörden könne die Bedenken nicht ausräumen, heißt es weiter.

Die positive Grundstimmung am Aktienmarkt verhindere derzeit ein deutliches Abrutschen des Marktes. Der Volatilitätsindex, auch "Angstbarometer" genannt, schloss am Freitag auf dem tiefsten Stand seit Januar 2020. "Die Meinung der Anleger ist, dass die Zinssätze ihren Höhepunkt erreicht haben und die aggressive Zinserhöhungspolitik der US-Notenbank nur begrenzte Auswirkungen auf die Wirtschaft zeigt, die nach wie vor nur wenige Anzeichen einer Beeinträchtigung aufweist", sagte Chefmarktstratege Richard Hunter von Interactive Investor. Dazu passten auch positive Schlagzeilen zur offenbar erfolgreich verlaufenen Rabattschlacht "Black Friday". Zumindest die Online-Umsätze in den USA übertrafen die Erwartungen und kletterten um 9 Prozent, wie aus Daten von Salesforce hervorgeht. Ausgabefreudige US-Verbraucher könnten entscheidenden Anteil daran haben, dass der US-Konjunktur trotz der erhöhten Zinsen eine weiche Landung gelingt.

ASIEN

Die asiatischen Märkte bewegten sich am Montag in der Verlustzone.

In Tokio verlor der japanische Leitindex Nikkei 225 bis zum Handelsschluss 0,53 Prozent auf 33.447,67 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland gab der Shanghai Composite letztlich um 0,30 Prozent auf 3.031,70 Zähler nach. Für den Hang Seng ging es in Hongkong letztlich um 0,20 Prozent nach unten auf 17.525,06 Stellen.

Mit Abgaben zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn. Während die Börse in Tokio nach anfänglichen leichten Gewinnen im Verlauf ins Minus drehte, ging es an den chinesischen Börsen erneut deutlicher nach unten. Allerdings konnten sich hier die Indizes von ihren Tagestiefs merklich erholen. Hier stützte das neue Maßnahmenpaket der chinesischen Behörden, um den angeschlagenen Privatsektor des Landes mit mehr finanziellen Ressourcen zu unterstützen. So sollen chinesische Banken aufgefordert werden, jährliche Zielvorgaben für Dienstleistungen für Privatunternehmen festzulegen und den Stellenwert solcher Dienstleistungen bei der Leistungsbewertung der Kreditgeber zu erhöhen. Den Banken wird zudem nahegelegt, gegenüber notleidenden Krediten privater Unternehmen toleranter zu sein und entsprechende Mechanismen für Ausnahmeregelungen bei Darlehen einzuführen und zu verbessern.

Dagegen warteten die Anleger weiterhin auf klare Aussagen bezüglich der Unterstützung des angeschlagenen Immobilien-Sektors, hieß es. Dazu kam die Insolvenz des Finanzkonzerns Zhongzhi Enterprise, die weiter belastete. Die Verbindlichkeiten übersteigen die Vermögenswerte um mindestens 31 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen habe ein "signifikantes Fortführungsrisiko", teilte Zhongzhi am vergangenen Donnerstag mit.

Daneben stehen am Donnerstag die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Service-Sektor im November auf der Agenda, die weiteren Aufschluss über die chinesische Konjunktur geben werden.

In Japan verwiesen Teilnehmer auf leichte Gewinnmitnahmen. Belastend wirkte auch der Yen, der gegenüber dem Dollar zulegte.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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