01.04.2015 14:20:43

Börse Stuttgart-News: Trend am Mittag

STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

DAX: Bullen übernehmen das Ruder

Daimler: Aktionäre stimmen über Dividendenerhöhung ab

Schwache Vorgaben aus den USA drückten den deutschen Leitindex zu Handelsbeginn ins Minus. Alle drei großen US-Indizes schlossen gestern im Minus. Der Dow Jones und die NASDAQ verloren bis Handelsschluss gut 1,1 Prozent an Wert, der breiter gefasste S&P 500 gab immerhin noch um knapp 0,9 Prozent nach. So verlor auch der der deutsche Aktienindex im frühen Handel gut 0,7 Prozent an Wert. Doch kurz vor Erreichen einer wichtigen technischen Korrektur-Marke kamen am Vormittag die Bullen zurück und hievten den DAX zurück über die 12.000 Punkte-Marke.

Beachtung dürfte heute vor allem die zahlreichen zur Veröffentlichung stehenden Einkaufsmanagerindizes finden. Nachdem in Europa bereits die meisten Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe bereits im Laufe des Vormittages veröffentlicht wurden, warten Anleger nun noch auf den ISM-Einkaufsmanagerindex aus den USA. Gegen 16:30 Uhr werden zudem die Zahlen zu den US-Rohöllagerbeständen veröffentlicht. Dieser dürfte Aufschluss darüber geben, ob das Überangebot auf dem Ölmarkt weiter anhält.

Im Berliner „City-Cube“ findet heute die ordentliche Hauptversammlung der Daimler AG statt. Vorstand und Aufsichtsrat werden eine Erhöhung der Dividende um 20 Cent vorschlagen. Im Fall einer Annahme - wovon selbstverständlich auszugehen ist - würden die Daimler-Aktionäre in diesem Jahr 2,45 pro Anteilsschein erhalten. Die Dividende würde bereits am morgigen Donnerstag ausbezahlt.

Der Versand von Ostergeschenken könnte sich verzögern. Wie im Vorfeld durch die Gewerkschaft Ver.di angekündigt, werden heute Vormittag zahlreiche Brief- und Paketzentren der Deutschen Post bestreikt. Betroffen sind vor allem Verteilzentren in Süddeutschland. Ver.di fordert für die rund 140.000 Mitarbeiter des Konzerns eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

Der größte Einzelaktionär von Jenoptik trennt sich von einem Großteil seines Aktienpaketes. Wie nun bekannt wurde, will sich die österreichische ECE Industriebeteiligungen GmbH, von gut sechs Millionen Inhaberstammaktien trennen. Ein solches Paket entspricht gut 10,5 Prozent des Grundkapitals von Jenoptik. Der Verkauf werde zu einem marktnahen Preis im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens in Form einer Privatplatzierung durchgeführt. Noch im Laufe des heutigen Handelstages soll der Verkauf abgeschlossen werden. Bei der ECE Industriebeteiligungen GmbH heißt es, dass man sich fortan wieder stärker auf das Immobilien-Kerngeschäft in Zentral- und Osteuropa konzentrieren wolle. Zudem wolle man den jüngsten Kursanstieg nutzen, um Gewinne mitzunehmen und gleichzeitig die entsprechend stärkere Gewichtung im eigenen Portfolio abbauen. Allein im ersten Quartal 2015 konnte die Jenoptik-Aktie um mehr als 20 Prozent zulegen.

Euwax Sentiment

Es könnte für viele Derivateanleger bislang ein sehr erfolgreicher Handelstag gewesen sein. Wie es scheint konnte viele Euwax-Anleger die fulminante DAX-Trendwende für sich nutzen. Bereits im frühen Handel setzte die Mehrheit der EUWAX-Anleger auf steigende Kurse am deutschen Aktienmarkt. Nachdem der DAX tatsächlich nach oben drehte und sogar die Marke von 12.000 Punkten zurückeroberte setzten jedoch bereits wieder erste Gewinnmitnahmen ein.

Trends im Handel

Eine mögliche Einigung im Atomstreit mit Iran könnte nicht nur weitreichende politische, sondern auch wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Nämlich dann, wenn die Wirtschafts-Sanktionen gegen Iran fallen gelassen oder zumindest gelockert werden. Eine solch mögliche Einigung wird bereits seit einigen Tagen auf dem Ölmarkt gespielt. Im Zuge dessen geriet auch der Ölpreis zuletzt wieder unter Abgabedruck. Auf Monatssicht verlor beispielsweise die Nordseesorte Brent Crude Oil rund elf Prozent an Wert.

Aktuell liegt die iranische Ölproduktion bei ca. 2,8 Millionen Barrel am Tag. Allerdings darf Iran derzeit nur gut eine Millionen Barrel tatsächlich am Weltmarkt verkaufen. Sollten die Wirtschaftssanktionen gegen Iran beendet werden, würde das ohnehin vorherrschende Überangebot weiter ausgebaut. Im Zuge dessen rechnen einige Analysten mit weiterem Preisdruck auf den Ölpreis. Viele Derivateanleger in Stuttgart bleiben dennoch bullish und setzen mit Call auf kurzfristig steigende Preise bei den beiden Ölsorten Brent und WTI.

Börse Stuttgart TV

Hat Gold ein Image-Problem? Diese Frage stellte am Wochenende das Handelsblatt. Fakt ist: Bei Gold Investments gibt es weder Zinsen, noch Dividenden. Das Kurspotenzial war zuletzt ebenfalls mehr als überschaubar. Nicht einmal die wirtschaftlichen und politischen Krisen in Europa verhelfenden dem Goldpreis aktuell zu einer Renaissance. Hat der „sichere Hafen“ ausgedient? Kemal Bagci von der BNP Paribas bei Börse Stuttgart TV.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=11582

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart AG keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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