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22.03.2026 16:44:00
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FPÖ versucht sich in Wien als Tankwart
Die zweistündige Aktion am Sonntagnachmittag sorgte für viel Autoverkehr im Viertel rund um die Brunnentankstelle. Laut Staukarte von "Google Maps" ging es um 16.30 Uhr in Gablenzgasse und Koppstraße sowie in den Quergassen nur sehr langsam weiter. Die Polizei regelte den Verkehr in der Gablenzgasse und ließ immer nur vier Autos in die Brunnengasse zum Tanken einbiegen.
Die FPÖ hatte am Wochenende angekündigt, am Montag in der Sondersitzung des Nationalrats ein eigenes Modell für die Senkung der Spritpreise einzubringen. Durch Streichen der CO2-Abgabe sowie die Halbierung der Mineralölsteuer solle Benzin um 44 Cent und Diesel um 40 Cent pro Liter billiger werden. Die Kosten dafür beziffert die FPÖ selbst mit 3,4 Mrd. Euro jährlich. Dieses Geld würde FPÖ-Chef Herbert Kickl über ein Aus für die Ukraine-Hilfen sowie "durch das Streichen ideologischer Klima- und Transformationsförderungen" einbringen.
VCÖ: Umstieg auf E-Autos forcieren
Einen gänzlich anderen Weg, die hohen Diesel- und Benzinpreise zu umgehen, schlug am Sonntag der ökologisch orientierte VCÖ vor. Wer auf Elektroautos umsteigt, spare zwei Drittel der Energie ein und reduziere die Abhängigkeit gegenüber importierten fossilen Treibstoffen. Der Verkehrsclub verwies auf Zahlen des Umweltbundesamts. Demnach liegt der reale Durchschnittsverbrauch von E-Autos bei 21 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, während Benzin-Pkw mit umgerechnet 62 und Diesel-Pkw mit umgerechnet 67 Kilowattstunden drei Mal so viel verbrauchen. Laut VCÖ haben die in Österreich zugelassenen E-Autos 2025 bereits 200 Mio. Liter Sprit eingespart.
Mit der Energieversorgung in Österreich befasst sich am Montag auch der Energielenkungsbeirat, den Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) einberufen hat. Der Schritt ist nötig, um die Erdölreserven wie von der Regierung geplant freigeben zu können. Zudem muss der Hauptausschuss des Nationalrats mit Zweidrittelmehrheit der Verordnung zustimmen.
pro
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