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Erste Schätzung 30.03.2026 08:11:00

Inflation vor dem Comeback? Iran-Krieg schürt Preissorgen

Inflation vor dem Comeback? Iran-Krieg schürt Preissorgen

Denn der Iran-Krieg treibt nicht nur die Öl- und Gaspreise nach oben, sondern wird nach Einschätzung von Ökonomen die Teuerung insgesamt anschwellen lassen - zumindest vorübergehend. Eine erste Schätzung zur Inflation im März legt das Statistische Bundesamt am Montag (14 Uhr) vor.

Bislang rechneten Ökonomen damit, dass die Teuerung in Deutschland dieses Jahr knapp über der Marke von zwei Prozent liegen dürfte. Doch wegen des Iran-Kriegs erwartet nun das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung, dass die Inflationsrate in der ersten Jahreshälfte auf "merklich über 2,5 Prozent" steigt. Und die Bundesbank warnt, die Inflationsrate dürfte "in nächster Zeit deutlich in Richtung 3 Prozent ansteigen".

Steigen die Lebensmittelpreise?

Der Krieg im Nahen Osten ist längst an den Tankstellen hierzulande angekommen, Preise von mehr als zwei Euro je Liter Benzin oder Diesel sind die Regel. Aus Sicht von Ökonomen besteht die Gefahr, dass sich der Ölpreisschock schlimmstenfalls in der Breite der Wirtschaft niederschlägt - etwa über steigende Transportkosten, die zu höheren Lebensmittelpreisen führen könnten.

Das Ifo-Institut rechnet damit, dass die Inflation wegen des Anstiegs des Öl- und Gaspreise kurzfristig eine Spitze von etwa 2,5 Prozent erreichen wird, danach aber abebbt. Dauert der Krieg nicht länger als wenige Monate, könnten die Folgen des Energiepreisschubs auf die Inflation nach Einschätzung des IMK begrenzt bleiben.

lfo rechnet mit Preiserhöhungen bei Unternehmen

Wegen der Folgen des Iran-Kriegs wollen deutlich mehr Unternehmen in Deutschland nach Angaben des Ifo-Instituts ihre Preise erhöhen. Der entsprechende Indikator kletterte um fünf Punkte auf den höchsten Wert seit März 2023, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. "Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. "Die hohen Energiepreise dürften die Inflation in den kommenden Monaten erhöhen."

Seit Wochen greifen die USA und Israel den Iran an, die Führung in Teheran attackiert ihrerseits die Energieinfrastruktur in den Golfstaaten, in denen US-Soldaten stationiert sind. Zudem ist die Straße von Hormus de facto gesperrt, durch die ein großer Teil der weltweiten Rohstofftransporte geschifft wird. Daher steigen die Preise für Rohöl, Treibstoff, Gas und Strom.

"Die Unternehmen geben steigende Kosten zunehmend weiter", sagte Wohlrabe. "Über höhere Produktions- und Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen."

Besonders stark steigen die Preiserwartungen laut Ifo in der Industrie sowie im Baugewerbe. Auch die konsumnahen Dienstleister, also zum Beispiel Gastronomie, Einzelhandel oder Gesundheit, erhöhten ihre Preiserwartungen kräftig. "Die Ergebnisse zeigen, dass der Preisdruck über viele Branchen hinweg wieder zunimmt", betonte das Ifo-Institut.

/als/DP/he/bvi/stw

WIESBADEN (dpa-AFX)

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