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Geändert am: 30.03.2026 10:21:20
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Iran-Krieg eskaliert weiter: ATX und DAX schwächer -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich im Minus - Nikkei tiefrot
AUSTRIA
Am Wiener Aktienmarkt geht es am Montag erneut nach unten.
So tendierte der ATX im frühen Handel 0,51 Prozent schwächer bei 5.244,02 Punkten und notiert auch im Anschluss auf rotem Terrain.
Die Kriegshandlungen im Iran lasten weiter auf den Märkten. Zu den Aktien im Rampenlicht zählen am Montag die Titel der RBI. Die Bank hat in der Nacht auf Samstag bekannt gegeben, dass sie die rumänischen Geschäftsbereiche der BBVA-Tochter Garanti für 591 Mio. Euro übernehmen werde. Durch die Akquisition werde Raiffeisen gemessen an der Bilanzsumme voraussichtlich zur drittgrößten Bank in Rumänien, so die RBI. Die Analysten der Erste Group sehen die Übernahme als positiven Schritt für die RBI. Der Kauf passe gut zur Gesamtstrategie der RBI und reduziert darüber hinaus die relative Abhängigkeit des Bankkonzerns vom Russlandgeschäft, so die Experten.
DEUTSCHLAND
Anleger am deutschen Aktienmarkt agieren am Montag erneut vorsichtig.
Der DAX eröffnete die Sitzung 0,39 Prozent tiefer bei 22.213,86 Punkten und verliert auch im Anschluss.
Der deutsche Aktienmarkt startet angesichts der unverminderten Kriegshandlungen im Nahen Osten mit moderaten Verlusten in die verkürzte Handelswoche vor Ostern. Damit tastet sich der DAX nochmals näher an die Marke von 22.000 Punkten heran, die vor Wochenfrist bereits getestet wurde. Sein Minus würde sich damit seit dem Zwischenhoch Ende Februar auf rund 13 Prozent ausweiten.
Laut der Commerzbank gibt es im Iran-Krieg auch zu Beginn der fünften Kriegswoche "keine Atempause". Die USA und Israel setzen ihre massiven Angriffe fort, ohne dass es einen ernsthaften diplomatischen Lösungsansatz gibt. Der Iran wirft Trump vor, Verhandlungsbereitschaft nur zu signalisieren, aber heimlich eine Bodenoffensive vorzubereiten. US-Präsident Donald Trump räumt dem Iran noch eine Woche Zeit ein, um die für den weltweiten Öl- und Gashandel so wichtige Straße von Hormus freizugeben. Auch am derzeit maßgeblichen Ölmarkt zeichnet sich vor diesem Hintergrund keine Entspannung ab.
WALL STREET
Die US-Börsen tendierten am Freitag deutlich bergab.
Der Dow Jones rutschte am letzten Handelstag der Woche sukzessive nach unten und reduzierte sich zum Handelsschluss um 1,73 Prozent auf 45.166,64 Punkte, nahe am Tagestief.
Mit dem NASDAQ Composite ging es noch deutlicher nach unten. Er verlor letztlich 2,15 Prozent auf 20.948,36 Zähler.
Die US-Aktienmärkte haben ihre Verluste am Freitag ausgeweitet. Der andauernde Iran-Krieg sowie weiter anziehende Ölpreise sorgten für Zurückhaltung bei den Anlegern. Zusätzlich belastete die Stimmung, dass China im Vorfeld des erwarteten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Staatschef Xi Jinping eine Handelsuntersuchung gegen die USA eingeleitet hat.
Im Nahen Osten zeichnet sich auch nach fast vier Wochen Konflikt keine Entspannung ab. Eine paramilitärische Miliz aus dem Iran hinderte drei Containerschiffe an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Bereits am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum zur Wiederöffnung der wichtigen Meerenge erneut verlängert. Zudem verschob er geplante Angriffe auf Irans Energie
ASIEN
Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Freitag mehrheitlich mit Abschlägen.
In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 letztlich kräftige 2,79 Prozent tiefer bei 51.885,85 Zählern.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite dagegen 0,24 Prozent stärker bei 3.923,29 Indexpunkten.
In Hongkong schloss der Hang Seng 0,86 Prozent im Minus bei 24.736,65 Punkten.
An den asiatischen Aktienmärkten setzte sich am Montag der Kursrutsch der Wall Street vom Wochenschluss nahezu ungebremst fort. Sorge vor schwerwiegenden Kriegsfolgen im Iran auf die globale Inflation und das Wachstum fördern den Ausstieg aus Aktien. Belastet wurde das Sentiment von weiter anziehenden Ölpreisen, die europäische Rohölsorte Brent näherte sich wieder dem Höchststand seit Ausbruch des Irankrieges von knapp 120 Dollar. Marktteilnehmer sprachen von einer diffusen Nachrichtenlage zum Iran-Krieg.
Aussagen von US-Präsident Donald Trump und Regierungsmitgliedern über ein mögliches baldiges Kriegsende passten nicht recht zu den Schlagzeilen zum Kriegsgeschehen, hieß es. So drohte Trump in der Financial Times damit, dass er iranisches Öl und die Insel Kharg mit dem wichtigen Exportzentrum beschlagnahmen könnte. Das Wall Street Journal berichtete von Plänen über eine Operation zur Sicherung von iranischem Uran. Zudem greifen vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen vom Jemen aus verstärkt in den Nahostkrieg ein.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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