Taiwan Semiconductor Manufacturing Aktie

Taiwan Semiconductor Manufacturing für 0 Euro bei ZERO ordern (zzgl. Spreads)

WKN: 909800 / ISIN: US8740391003

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Volatilität 17.06.2026 15:33:00

Intel-Aktie auf Comeback-Kurs: Was hinter der jüngsten Erholung steckt

Intel-Aktie auf Comeback-Kurs: Was hinter der jüngsten Erholung steckt

• 18A-P erreicht Risikoproduktion und hält Zeitplan ein
• Intel-Aktie nach positiver Technologiemeldung im Blick
• Markt fordert konkrete Foundry-Aufträge statt Zukunftsfantasie

Intel-Aktien schlossen am Dienstag an der NASDAQ mit einem Minus von 8,45 Prozent bei 117,05 US-Dollar, nachdem der Kurs in den vergangenen Wochen um mehr als 100 Prozent zugelegt hatte. Am Mittwoch erholt sich das Papier dann zeitweise um 2,00 Prozent auf 119,39 US-Dollar.

Auslöser für die jüngsten Kursverluste waren weniger schlechte Nachrichten als vielmehr die Einlösung zuvor eingepreister Fantasie.

Foundry-Meilenstein zum falschen Zeitpunkt

Ausgerechnet am Tag des Kurseinbruchs präsentierte Intel Foundry am VLSI Symposium in Honolulu einen handfesten Fortschritt: Der Prozessknoten 18A-P ist in die Risikoproduktion eingetreten und hält damit den Zeitplan ein, den das Unternehmen Kunden und Partnern 2025 kommuniziert hatte. 18A-P ist die erste Leistungssteigerung der 18A-Familie und bietet gegenüber dem Vorgänger 9 Prozent höhere Rechenleistung bei gleichem Energieverbrauch oder 18 Prozent niedrigeren Stromverbrauch bei gleicher Leistung. Zusätzlich verbessert Intel Foundry die thermischen Eigenschaften um 20 bis 40 Prozent und senkt den elektrischen Widerstand in den vertikalen Verbindungsstrukturen um 10 bis 30 Prozent.

Technisch solide, kaufmännisch noch unbewiesen

Die Präsentation am VLSI Symposium zeigt, dass Intel Foundry technologisch liefert. Doch der Markt bewertet die Aktie nicht nach Prozessknoten allein. Das Fertigungsgeschäft schrieb 2025 einen operativen Verlust von knapp 13 Milliarden US-Dollar, gut doppelt so viel wie im Vorjahr. Zum Vergleich: Konkurrent TSMC erzielt bei seinen fortgeschrittenen Knoten bereits Ausbeuten von 80 bis 90 Prozent, während Intels 18A-Ausbeute laut Branchenberichten bei rund 50 Prozent liegt. Das Forward-KGV für 2026 liegt bei rund 112, mehr als dreimal so hoch wie der Halbleiter-Branchenmedian von 37. In der Intel-Aktie steckt also vor allem Erwartung, wenig abgesicherter Ertrag.

Gewinnmitnahmen nach 600-Prozent-Rally

Der technische Kontext erklärt die Schärfe des Rücksetzers. Vom Jahrestief bei 18,97 US-Dollar Anfang August 2025 bis zum Jahreshoch von 132,75 US-Dollar Mitte Mai 2026 hatte die Aktie rund 600 Prozent zugelegt, getragen von Hoffnungen auf einen Apple-Fertigungsauftrag und den Hochlauf der 18A-Plattform. Wer auf dem aktuellen Niveau neu einsteigt, wettet darauf, dass Intel Foundry den technischen Vorsprung gegenüber TSMC in zahlende Kundenverträge ummünzt, bevor die Rally weiteres Bewertungsfundament verlangt.

Nächster Prüfstein: Kundenzusagen im zweiten Halbjahr

Intel-CEO Lip-Bu Tan hat signalisiert, dass das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2026 formelle Verpflichtungen von mehreren Foundry-Kunden erwartet. Konkret im Blick: der seit Wochen spekulierte Apple-Fertigungsauftrag. Chip-Analyst Ben Bajarin hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass Apple den Start der 18A-P-Risikoproduktion abwarten dürfte, bevor verbindliche Mengen fließen. Wann aus Meilensteinen Umsatz wird, bleibt die entscheidende Frage für die Bewertung.

Was spricht für die Intel-Aktie, was dagegen

Der Rücksetzer auf 117 US-Dollar legt die Bewertungsfrage offen. Auf der einen Seite: Intel Foundry liefert technisch im Zeitplan, der 18A-P-Knoten ist in der Risikoproduktion, und CEO Lip-Bu Tan hat für das zweite Halbjahr 2026 formelle Verpflichtungen mehrerer Foundry-Kunden in Aussicht gestellt. Sollte der spekulierte Apple-Auftrag in konkrete Volumenzusagen münden, wäre das ein struktureller Wendepunkt für ein Geschäft, das 2025 knapp 13 Milliarden US-Dollar operativen Verlust schrieb. Auf der anderen Seite steht ein Forward-KGV von rund 112, das mehr als dreimal so hoch liegt wie der Halbleiter-Branchenmedian von 37. Intels 18A-Ausbeute liegt laut Branchenberichten bei rund 50 Prozent, TSMC erzielt an vergleichbaren Knoten bereits 80 bis 90 Prozent. Nennenswerte Foundry-Umsätze durch Apple werden von Analysten frühestens ab 2028 erwartet. Wer heute kauft, finanziert einen Turnaround, dessen kaufmännischer Beweis noch aussteht.

Claudia Stephan, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.at

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquelle: Lyao / Shutterstock.com

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