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Geändert am: 14.08.2026 16:35:48

ATX fester -- DAX in Grün -- Wall Street stabil -- Asiens Börsen letztlich uneinheitlich

AUSTRIA

Anleger am heimischen Aktienmarkt greifen am Freitag zu.

Der ATX bewegte sich im frühen Handel auf rotem Terrain und behielt seine negative Tendenz zunächst bei. Im Verlauf näherte er sich seinem erst Vortagesschlusskurs, kann mittlerweile jedoch leicht zulegen.

Gestützt werden die Märkte von der Aussicht auf eine Zinspause der US-Notenbank bei ihrer kommenden geldpolitischen Sitzung. Zudem hat sich auch der Ölpreis, der zuletzt noch Inflationsängste geschürt hatte, nur wenig bewegt. Die am Vormittag gemeldeten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone waren wie erwartet ausgefallen. Die Wirtschaft im Euroraum ist im zweiten Quartal Frühjahr wie von Analysten prognostiziert um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaft noch stagniert.

Impulse für die Börsen könnten am Nachmittag noch die anstehenden US-Einzelhandelsdaten liefern. Die Fußball-WM könnte hier zwar positiv gewirkt haben, gleichzeitig dürfte aber der Benzinpreisrückgang im Erhebungszeitraum die Umsätze belastet haben, erwarten die Analysten der Helaba. Im ebenfalls am Nachmittag anstehenden Index der Verbraucherstimmung dürfte hingegen der jüngste Benzinpreisanstieg negativ durchgeschlagen haben, so die Experten.

Aufmerksam verfolgt wird an den Märkten auch weiter die Entwicklung des Nahostkonflikts. Der Iran hat zuletzt Äußerungen von US-Präsident Donald Trump widersprochen, wonach die USA die Kontrolle über die wichtige Handelsstraße von Hormuz hätten. Unterdessen sind zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc in der Straße von Hormuz angegriffen worden. Die Vereinigten Arabischen Emirate verurteilten den Angriff, für den sie den Iran verantwortlich machen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex zeigt sich am Freitag mit Gewinnen.

Der DAX notierte zum Handelsstart 0,56 Prozent höher bei 26.445,99 Punkten und baut seine Gewinne im Verlauf etwas aus.

Der DAX nähert sich am Freitag einem möglichen erneuten Rekord. Gestützt auf zuletzt nachlassende Inflations- und Zinssorgen und den Anstieg des Schwergewichts SAP legte der Leitindex zu. Er liegt damit in dieser Woche wieder im Plus. Eine Bestmarke winkt dem DAX über 26.573 Zählern, die am Mittwoch erreicht worden waren. Laut der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verbessert die Aussicht auf eine Zinspause der US-Notenbank Fed die Börsenlaune - auch ohne Fortschritte bei der Öffnung der Straße von Hormus. Wie die LBBW weiter schreibt, hält der "schöne Aktiensommer" an. Der DAX widersetze sich dem saisonalen Gegenwind im August, der eigentlich als "schwieriges Terrain" gelte. Bislang hat der Leitindex in diesem Monat mehr als drei Prozent gewonnen.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigen sich vor dem Wochenende stabil.

Der Dow Jones Industrial startete 0,01 Prozent höher bei 53.842,80 Punkten und pendelt auch weiterhin um die Nulllinie.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete derweil 0,18 Prozent stärker bei 26.851,15 Zählern und bewegt sich nun ebenso lediglich um den Vortagesschluss.

Nach den in dieser Woche veröffentlichten moderaten Inflationszahlen bestätigten frische Konjunkturdaten Hoffnungen auf kurzfristig stabile US-Leitzinsen. So sind Umsätze im US-Einzelhandel im Juli um 0,6 Prozent gefallen, während Volkswirte mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet hatten.

ASIEN

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich am Freitag uneins.

Der japanische Nikkei 225 gewann letztlich 0,59 Prozent auf 68.713,80 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite derweil marginale 0,01 Prozent höher bei 3.927,18 Zählern.

Der Hang Seng notierte 1,10 Prozent schwächer bei 25.116,85 Einheiten.

Da nach den Verbraucherpreisen in den USA nun auch von den Erzeugerpreisen kein Störfeuer kam, verstärken Anleger Wetten, dass die US-Notenbank im September von einer Zinserhöhung absehen wird. Diese Annahme stützte die zinssensiblen Technologiewerte - vor allem in Südkorea und Japan und trieb die Börsen dort weiter nach oben. Positiv wurde das überraschend starke Wachstum in Malaysia zur Kenntnis genommen.

In China hielt die Enttäuschung über eine klare Aussage zu geldpolitischen Lockerungen an, nachdem sich die Notenbank am Vortag entsprechend unkonkret geäussert hatte. Nach zuletzt schwachen Daten waren die Rufe nach Stimuli lauter geworden.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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