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31.05.2026 23:12:00
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IV-Präsident Knill: "Gleiche Arbeit, gleicher Lohn"
Die Richtlinie sollte in einer Woche in nationales Recht umgesetzt werden. Aber 25 von 27 EU-Staaten würden dies nicht machen, so Knill.
Für den IV-Chef bedeutet diese Richtlinie für Unternehmen vor allem zusätzliche Bürokratie: "Das sind 150 Seiten, zwei Kilo Bürokratie", gab Knill zu bedenken. Die Richtlinie sieht vor, dass Unternehmen mit 100 bis 250 Mitarbeitern alle drei Jahre und Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten jährlich einen Bericht über die Gehaltsunterschiede vorlegen müssen. Ein Teil des Gehaltsunterschiedes sei auf die Berufswahl, auf die Branchen und die Teilzeitarbeit zurückzuführen, sagte der IV-Chef. Würde man dies herausrechnen, stünde Österreich im EU-Vergleich nicht so schlecht da.
Österreichische Neidgesellschaft
Zudem würde die Kollektivverträge in Österreich einen wesentlichen Teil der Richtlinie vorwegnehmen. Ein weiteres Problem in puncto Transparenz sieht Knill in der österreichischen Mentalität: "Wir haben in Österreich eine stark ausgeprägte Neidgesellschaft."
Für den Präsidenten der Industriellenvereinigung ist die Richtlinie "gut gedacht, aber schlecht gemacht". Zahlreiche Unternehmen würden schon jetzt gemeinsam mit den Betriebsräten an Lösungen arbeiten. Und das Gleichbehandlungsgesetz biete bereits jetzt die Möglichkeit, zivilrechtlich Ansprüche durchzusetzen. Es bestehe jedoch keine Notwendigkeit, die Richtlinie freiwillig vorzeitig umzusetzen. Denn er gehe davon aus, dass diese noch überarbeitet werde, so Knill.
fel/fdru
WEB http://www.iv-net.at/
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