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Geändert am: 25.08.2026 07:48:17

Asiens Börsen merhehitlich schwächer

AUSTRIA

Die Wiener Börse begann die Woche mit einer ruhigen Tendenz.

Der ATX eröffnete den Handelstag nahezu unbewegt, rutschte dann aber in die Verlustzone. Im Tagesverlauf konnte er sein Minus zeitweise fast vollständig ausgleichen, bewegte sich Späthandel dann aber wieder auf tieferem Niveau und beendete die Sitzung 0,22 Prozent im Minus bei 6.617,52 Punkten.

Einen verhaltenen Start in eine spannende Woche beobachteten Händler am Montag. Politik und Anleihemarkt standen im Fokus. Impulsgebende Konjunkturnachrichten gab es am Montag nicht, viele Marktteilnehmer dürften derzeit weitere Entwicklungen im Nahostkonflikt, die am Mittwoch anstehenden NVIDIA-Ergebnisse und das Notenbankertreffen in Jackson Hole abwarten.

Das Vorgehen der USA wird als immer diffuser wahrgenommen. Der Iran soll mit noch härteren Sanktionen belegt werden, zugleich soll der ehemalige Verbündete Kanada mit neuen Strafzöllen überzogen werden. Der wehrt sich und hat Vergeltungszölle angekündigt. Seit der US-Drohung vor einer Woche, auch den Oman zu bombardieren, sind Marktteilnehmer aber zurückhaltender geworden, sofort auf Ankündigungen der Trump-Administration zu reagieren. Am US-Anleihemarkt war die Entspannung kurzlebig nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums, vermehrt langlaufende Aktien zurückzukaufen. Mit entsprechender Spannung wird dem ersten Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole entgegengeblickt. Derweil stehen am Mittwoch Geschäftszahlen von NVIDIA auf dem Programm. Sie konnten zuletzt keine Euphorie mehr im KI-Sektor auslösen, auch wenn sie eigentlich überzeugend ausfielen.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigten sich am Montag zurückhaltend.

Der DAX verzeichnete zum Sitzungsstart knappe Verluste. Im weiteren Verlauf behielt er den Hang zur Schwäche zunächst bei, konnte sich jedoch zeitweise an die Nulllinie hocharbeiten. Sein Schlussstand: 26.101,60 Punkte (-0,11 Prozent).

Damit bliebt die Marke von 26.000 Punkten sowie der Unterstützung der 21-Tage-Linie, die ein charttechnisch viel beachteter, kurzfristiger Trendindikator ist, im Blick. Der Weg zurück zum Rekordhoch von gut 26.574 Punkten dürfte derweil steinig bleiben angesichts wichtiger Ereignisse im Laufe der Woche.

"NVIDIAs Zahlen, die Präzisierung wirtschaftlicher (US-)Sanktionen gegen den Iran und das Notenbanktreffen in Jackson Hole: Jedes dieser Ereignisse hat für sich betrachtet das Potenzial, neue Unruhe an den Märkten auszulösen", schrieb Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consors Bank. Der DAX müsse vor diesem Hintergrund erst noch beweisen, ob die psychologisch wichtige 26.000-Punkte-Marke belastbar sei. Ein Rutsch darunter "könnte zu einer spürbaren Zunahme der Schwankungen beitragen".

WALL STREET

Die US-Börsen konnten sich zum Wochenbeginn für keine gemeinsame Richtung entscheiden.

Der Dow Jones eröffnete die Sitzung minimal tiefer, drehte im Verlauf aber ins Plus. Er beendete den Handel 0,26 Prozent fester bei 53.417,16 Punkten.
Beim NASDAQ Composite waren zum Börsenstart bereits spürbare Abgaben zu sehen und auch im Anschluss ging es abwärts. Letztlich stand hier ein Abschlag von 0,76 Prozent auf 25.980,19 Zähler an der Kurstafel.

Nach der Kurserholung am Freitag entwickelten sich die US-Aktienmärkten zu Wochenbeginn uneinheitlich. Während der überwiegend mit Standardwerten bestückten Dow Jones Industrial am Montag moderat zulegte, ging es für den technologielastigen Auswahlindex NASDAQ abwärts. Negative Vorgaben aus Asien, die am Mittwoch nachbörslich anstehenden Quartalszahlen NVIDIA sowie Spekulationen über Preiserhöhungen wegen steigender Kosten bei der KI-Chip-Koryphäe verunsicherten den weltweiten Chipsektor. Hinzu kamen die Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

In ihrem "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran will die US-Regierung Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen der Operation "Wirtschaftlicher Verstoßener" zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent im Tagesverlauf auf einer Pressekonferenz.

Am Donnerstag findet das Notenbanktreffen in Jackson Hole, unter anderem mit einer Rede des Fed-Chefs Kevin Warsh statt. Hiervon erhoffen sich Anleger angesichts hoher Ölpreise und gestiegener Anleiherenditen Hinweise auf den künftigen Zinspfad der US-Notenbank. Entscheidend werde sein, ob Warsh stärker über die Inflation oder über den Anleihemarkt besorgt sei, sagte Josh Gilbert, Analyst bei eToro.

ASIEN

Die asiatischen Börsen verzeichnen am Dienstag mehrheitlich Verluste.

So steigt der Nikkei 225 in Tokio zeitweise um 0,3 Prozent auf 65.723,45 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite unterdessen 0,15 Prozent tiefer bei 3.876,38 Zählern.

In Hongkong ist ein Minus zu erkennen: Für den Hang Seng geht es um 0,25 Prozent abwärts auf 25.453,19 Einheiten.

Am Dienstag lässt sich an den Börsen in Ostasien keine einheitliche Tendenz ausmachen. Händler berichten von Zurückhaltung vor den Quartalszahlen von NVIDIA, die am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht werden. Von den Zahlen und vor allem dem Ausblick des Konzerns erhoffen sich Anleger Aufschluss darüber, ob die Nachfrage die massiven Investitionen in den KI-Ausbau rechtfertigt. Vorsichtshalber trennen sich die Investoren von Technologiewerten, besonders mit KI-Bezug. Sie folgen damit den negativen US-Vorgaben.

Daneben lastet weiter der Iran-Krieg auf der Stimmung. US-Finanzminister Scott Bessent hat neue Massnahmen angekündigt, mit denen das iranische Regime isoliert werden soll. China, der wichtigste Handelspartner des Irans, dürfte sich dem Druck der USA aber nicht beugen, vermutet Joseph Capurso von der Commonwealth Bank of Australia. Die US-Kampagne gegen den Iran könnte daher vor dem nächsten US-chinesischen Gipfeltreffen im September den "Burgfrieden" im Handelsstreit zwischen den USA und China gefährden, fügt er hinzu.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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