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Geändert am: 14.09.2026 22:17:25
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Fed-Zinsentscheid rückt näher: ATX geht mit kräftigen Verlusten aus dem Handel -- DAX schließt im Minus -- US-Börsen zum Handelsende tiefer -- Asiens Börsen letztlich gespalten
AUSTRIA
Die jüngste Rekordrally am Wiener Aktienmarkt legte am Montag eine Pause ein.
Der ATX vergrößerte seinen frühen Verlust und schloss 1,77 Prozent tiefer bei 6.763,22 Zählern.
Hintergrund waren die wieder steigenden Ölpreise und neue KI-Bedenken. Am Freitag hatte der ATX im Laufe des Tages noch ein neues Rekordhoch mit gut 6.914 Punkten erreicht.
Nach einer zwischenzeitlichen Entspannung von Mai bis Juli kletterten die Ölpreise im Zuge der neuerlichen Eskalation zwischen den USA und dem Iran wieder kräftig nach oben. Nach oben gezogen wurden die Preise vor allem durch neuerliche Angriffe in der Straße von Hormuz und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Houthi-Miliz im Jemen. Über das Wochenende musste der weltgrößte Ölexporteur Saudi-Arabien wegen Drohnenangriffen zusätzlich eine wichtige Pipeline abschalten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November näherte sich wieder der Marke von 110 US-Dollar.
Die rasante KI-Entwicklung bringt zudem Sorgen mit sich. Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz zeigen sich große amerikanische KI-Firmen nach eigenen Angaben bereit, die Entwicklung der Technologie zu verlangsamen. Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic, zeigte sich am Wochenende besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen. Er plädierte für eine koordinierte branchenweite Pause in der westlichen Welt. Binnen weniger Stunden bekam er Zuspruch von OpenAI-Chef Sam Altman und Tech-Milliardär Elon Musk, der bei SpaceX eigene KI entwickeln lässt.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenstart schwächer.
Nach einem negativen Start verlor der DAX noch mehr an Boden und ging schlussendlich 0,50 Prozent leichter bei 25.440,81 Punkten in den Feierabend.
"Der DAX bleibt im Spannungsfeld eines Unsicherheitscocktails aus geopolitischen Risiken, geldpolitischen Fragezeichen und KI-Bedenken gefangen", sagte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader. "Mit jedem weiteren Ölpreisschub wächst die Sorge, dass die Inflation befeuert und die Notenbanken unter Zugzwang gesetzt werden könnten."Die Ölpreise legten wegen der weiter ungeklärten Lage rund um die Strasse von Hormus zu. Massiv unter Druck gerät der weltgrößte Ölexporteur Saudi-Arabien: Wegen der zunehmenden Bedrohung der zweiten Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten.
Zudem belasteten neue Befürchtungen rund um das Trendthema KI. Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen. Amodei bekam mit dieser Meinung prominente Rückendeckung, etwa von Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk sowie dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman. Dieser erteilte zudem einem schnellen Börsengang seines Unternehmens eine Absage - der werde im laufenden Jahr wegen der vorhandenen Sicherheitsbedenken wohl nicht mehr stattfinden. Dies bremste deutsche Aktien mit eingepreister Fantasie bei diesem Trendthema merklich ein.

WALL STREET
Anleger an den US-Börsen hielten sich zum Wochenstart zurück.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher, drehte im Verlauf jedoch ins Minus und gab letztlich 0,29 Prozent auf 54.421,20 Punkte nach.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor zum Start deutlich. Im Verlauf reduzierte er seine Verluste jedoch etwas und notierte zum Handelsende 0,56 Prozent tiefer bei 26.186,41 Zähler.
Der Technologie-Sektor wurde von Sicherheitswarnungen bezüglich Künstlicher Intelligenz (KI) belastet. Aus diesem Grund verschiebt OpenAI auch seinen Gang auf das Börsenparkett.
Die KI-Sicherheitswarnungen könnten das Ende des rasanten Wachstums bei den Investitionen in Rechenleistung und KI-Infrastruktur signalisieren, so Kathleen Brooks von XTB. Die Chefs von Anthropic, OpenAI und SpaceX hätten alle zu einer Verlangsamung der Entwicklung von KI-Modellen aufgerufen, was eine "höchst ungewöhnliche einheitliche Botschaft" sei. Der Aufruf könnte ein Ende der Hyperskalierung signalisieren, was massive Auswirkungen auf die Finanzmärkte hätte, meint Brooks. Mehr als die Hälfte der Sektoren, die den S&P-500 ausmachen, seien mit KI verbunden, während Hyperscaler ein Drittel der Gewichtung des Blue-Chip-Index ausmachten, merkte Brooks an.
"Für die Märkte ist die Schlüsselfrage, ob dies das erste Anzeichen dafür ist, dass sich der außergewöhnliche KI-Investitionszyklus schließlich abschwächen könnte", so die Deutsche Bank. Zudem werden mit einem steigenden Zinsniveau deren oft sehr hohe Bewertungen schwerer zu rechtfertigen, hieß es.

ASIEN
Die Märkte in Fernost zeigten sich zum Wochenstart mit unterschiedlichen Tendenzen.
Der Nikkei 225 verlor letztlich 0,81 Prozent auf 63.492,99 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite 0,07 Prozent tiefer bei 3.885,33 Zählern.
In Hongkong legte der Hang Seng hingegen schließlich um 0,45 Prozent auf 24.917,60 Einheiten zu.
Nach den US-Inflationsdaten am vergangenen Freitag rückt in dieser Handelswoche der Zinsentscheid der Fed in den Mittelpunkt. Daneben blieb der Nahost-Konflikt das bestimmende Thema an den weltweiten Märkten, durch den die Ölpreise weiter zulegten. Das drückte vor allem auf kapitalhungrige Aktien und Indizes wie den technologielastigen Nikkei 225.
Außerdem sorgte OpenAI für Aufsehen, da das Unternehmen wegen Sicherheitsbedenken dieses Jahr nicht an die Börse gehen wird. Aktuell sei ein unkluger Zeitpunkt für den ChatGPT-Entwickler für einen Börsengang, sagte CEO Sam Altman. Das Unternehmen wolle sich aktuell darauf konzentrieren, das zu liefern, was für Sicherheit und Ausrichtung erforderlich sein werde. "Angesichts all dessen, was beim Thema Sicherheit geschieht, wäre der jetzige Zeitpunkt für einen Börsengang unklug, und wir spüren in dieser Hinsicht keinen Druck", so Altman in einem Interview, das am Samstag veröffentlicht wurde.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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Unternehmensdaten
| Datum | Unternehmen/Event |
|---|---|
| 14.09.26 | Ain Pharmaciez IncShs / Quartalszahlen |
| 14.09.26 | ANAP INC. / Quartalszahlen |
| 14.09.26 | Appirits Inc. Registered Shs / Quartalszahlen |
| 14.09.26 | Aptus Pharma Limited Registered Shs 144A Reg S / Hauptversammlung |
| 14.09.26 | Arcontech Group PLC / Quartalszahlen |
| 14.09.26 | BALNIBARBI Co.,Ltd. / Quartalszahlen |
| 14.09.26 | beABLE CO. LTD. Registered Shs / Quartalszahlen |
| 14.09.26 | Benitec Biopharma Inc Registered Shs / Quartalszahlen |
Wirtschaftsdaten
| Datum | Unternehmen |
|---|---|
| 14.09.26 | Business NZ PSI |
| 14.09.26 | Visitor Arrivals (YoY) |
| 14.09.26 | Industrieproduktion (Jahr) |
| 14.09.26 | Kapazitätsauslastung |
| 14.09.26 | Industrieproduktion (Monat) |
| 14.09.26 | Consumer Price Index (YoY) |
| 14.09.26 | Verbraucherpreisindex ( Monat ) |
| 14.09.26 | Verbraucherpreisindex ( Jahr ) |
| 14.09.26 | Erzeuger- und Importpreise (Monat) |
| 14.09.26 | Erzeuger- und Importpreise (Jahr) |
| 14.09.26 | WPI Inflation |
| 14.09.26 | M1 Geldmenge (YoY) |
| 14.09.26 | Leistungsbilanz (im Monatsvergleich) |
| 14.09.26 | Neue Kredite |
| 14.09.26 | M2 Geldmenge (Jahr) |
| 14.09.26 | ECB's Schnabel speech |
| 14.09.26 | Handelsbilanz |
| 14.09.26 | Importe |
| 14.09.26 | Exports |
| 14.09.26 | Consumer Price Index (YoY) |
| 14.09.26 | Current Account |
| 14.09.26 | Produktionsverkäufe (Monat) |
| 14.09.26 | Verbraucherpreisindex (Jahr) |
| 14.09.26 | Verbraucherpreisindex (Monat) |
| 14.09.26 | BoC Kern-Verbraucherpreisindex (Jahr) |
| 14.09.26 | BoC Kern-Verbraucherpreisindex (Monat) |
| 14.09.26 | Verbraucherpreisindex - Kernrate (Monat) |
| 14.09.26 | ECB's Cipollone speech |
| 14.09.26 | EZB-Präsidentin Lagarde spricht |
| 14.09.26 | Auktion 3-monatiger Treasury Bills |
| 14.09.26 | Auktion 6-monatiger Treasury Bills |
| 14.09.26 | EZB-Präsidentin Lagarde spricht |
| 14.09.26 | Wachstum des Exportpreises |
| 14.09.26 | Wachstum Importpreis ( Jahr ) |
Rohstoffe in diesem Artikel
| Aluminiumpreis | 3 244,03 | -11,97 | -0,37 | |
| Baumwolle | 0,81 | 0,21 | ||
| Bleipreis | 1 833,90 | -19,95 | -1,08 | |
| Dieselpreis Benzin | 2,43 | 0,01 | 0,25 | |
| EEX Strompreis Phelix DE | 150,75 | 4,10 | 2,80 | |
| Erdgaspreis - Natural Gas | 2,90 | - | ||
| Ethanolpreis | 2,16 | 0,00 | 0,05 | |
| Goldpreis | 4 273,79 | -25,01 | -0,58 | |
| Haferpreis | 3,95 | 0,37 | 10,34 | |
| Heizölpreis | 135,26 | 4,23 | 3,23 | |
| Holzpreis | 588,00 | 9,50 | 1,64 | |
| Kaffeepreis | 3,01 | -0,06 | -2,05 | |
| Kakaopreis | 4 157,00 | 43,00 | 1,05 | |
| Kohlepreis | 139,30 | 0,25 | 0,18 | |
| Kupferpreis | 14 043,85 | -194,65 | -1,37 | |
| Lebendrindpreis | 2,22 | 0,03 | 1,17 | |
| Mageres Schwein Preis | 0,80 | -0,02 | -2,36 | |
| Maispreis | 5,32 | 0,20 | 3,86 | |
| Mastrindpreis | 3,44 | 0,06 | 1,70 | |
| Milchpreis | 16,11 | -0,03 | -0,19 | |
| Naphthapreis (European) | 853,76 | -7,34 | -0,85 | |
| Nickelpreis | 16 180,00 | -84,00 | -0,52 | |
| Orangensaftpreis | 1,53 | 0,08 | 5,30 | |
| Palladiumpreis | 1 280,00 | -16,50 | -1,27 | |
| Palmölpreis | 4 550,00 | -48,00 | -1,04 | |
| Platinpreis | 1 749,00 | -29,00 | -1,63 | |
| Rapspreis | 551,00 | 1,50 | 0,27 | |
| Reispreis | 15,57 | -0,04 | -0,22 | |
| Silberpreis | 62,88 | -0,36 | -0,57 | |
| Sojabohnenmehlpreis | 347,80 | -1,90 | -0,54 | |
| Sojabohnenpreis | 13,00 | 0,15 | 1,15 | |
| Sojabohnenölpreis | 0,70 | 0,01 | 1,02 | |
| Super Benzin | 2,30 | 0,01 | 0,44 | |
| Weizenpreis | 240,50 | -0,75 | -0,31 | |
| Zinkpreis | 3 950,65 | -63,20 | -1,57 | |
| Zinnpreis | 52 151,00 | -1 602,50 | -2,98 | |
| Zuckerpreis | 0,18 | 0,44 | ||
| Ölpreis (Brent) | 107,69 | 2,01 | 1,90 | |
| Ölpreis (WTI) | 103,55 | 2,16 | 2,13 |
Indizes in diesem Artikel
| DAX | 25 245,06 | -0,77% | |
| Dow Jones | 52 421,20 | -0,29% | |
| NASDAQ Comp. | 26 186,41 | -0,56% | |
| S&P 500 | 7 619,98 | -0,48% | |
| NIKKEI 225 | 63 484,10 | -0,01% | |
| Hang Seng | 24 917,60 | 0,45% | |
| ATX | 6 709,18 | -0,80% | |
| Shanghai Composite | 3 885,33 | -0,07% |