14.04.2020 18:43:44

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Südkorea ruht der Börsenhandel wegen der Parlamentswahl.

+++++ AKTIENMÄRKTE (18:40 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% +-% YTD

EuroStoxx50 2.917,74 +0,86% -22,09%

Stoxx50 2.818,64 +0,87% -17,17%

DAX 10.696,56 +1,25% -19,27%

FTSE 5.791,31 -0,88% -22,54%

CAC 4.523,91 +0,38% -24,32%

DJIA 23.915,30 +2,24% -16,20%

S&P-500 2.833,63 +2,61% -12,29%

Nasdaq-Comp. 8.478,43 +3,49% -5,51%

Nasdaq-100 8.648,74 +3,79% -0,97%

Nikkei-225 19.638,81 +3,13% -16,98%

EUREX Stand +-Ticks

Bund-Future 171,36 +72

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 21,13 22,41 -5,7% -1,28 -64,8%

Brent/ICE 29,90 31,74 -5,8% -1,84 -53,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.734,88 1.714,30 +1,2% +20,58 +14,3%

Silber (Spot) 15,73 15,50 +1,5% +0,23 -11,9%

Platin (Spot) 783,15 752,55 +4,1% +30,60 -18,8%

Kupfer-Future 2,32 2,30 +1,0% +0,02 -17,2%

Am Ölmarkt kommen die Preise deutlich zurück. Die am Vortag gesehene Stabilisierung nach der Einigung der Opec+-Gruppe auf eine deutliche Senkung der Ölfördermenge findet damit ein Ende. Marktbeobachter führen dies auf die weit verbreitete Skepsis zurück, dass der Beschluss auch so in die Tat umgesetzt wird von den diversen daran beteiligten Staaten angekündigt. Zudem halten viele Experten die Senkung für nicht ausreichend angesichts des deutlichen Nachfragerückgangs wegen der Corona-Pandemie.

Das Gold setzte seine Aufwärtsbewegung fort. Das Edelmetall profitiert aktuell von Spekulationen auf einen weltweiten Inflationsanstieg angesichts der Flut von Notenbankgeld zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, aber auch vom nachgebenden Dollar.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

An den US-Börsen geht es am Dienstag deutlich nach oben. Jüngste Fallzahlen geben Anlass zur Hoffnung, dass die Corona-Pandemie in vielen Ländern ihren Höhepunkt überschritten haben könnte. Zuversichtlich stimmen daneben auch Daten zur chinesischen Handelsbilanz, die besser ausgefallen waren als erwartet. In den USA kommt derweil die Bilanzsaison allmählich in Gang. Anleger dürften ihr Augenmerk darauf richten, inwieweit sich die Corona-Krise in den Geschäftszahlen der Unternehmen niedergeschlagen hat oder im laufenden Quartal bzw. Geschäftsjahr voraussichtlich noch niederschlagen wird. Vor Handelsbeginn haben die beiden Banken JP Morgan und Wells Fargo sowie der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson über den Verlauf des ersten Quartals berichtet. Johnson & Johnson hat im Auftaktquartal zwar mehr umgesetzt und verdient als Analysten erwartet hatten, senkte aber wegen der Pandemie seine Jahresziele. Dass der Konzern die Quartalsdividende dennoch erhöht, scheint die Anleger aber mit dem schwachen Ausblick zu versöhnen, zumal Prognosesenkungen derzeit an der Tagesordnung sind: Die Aktie steigt um 4,8 Prozent. Die Zahlen der beiden Banken wurden zunächst positiv aufgenommen, doch haben die Aktien nun ins Minus gedreht. Für JP Morgan geht es nun um 4 Prozent nach unten und für Wells Fargo um 5,3 Prozent. Beide Banken haben wegen hoher Rückstellungen einen Gewinneinbruch verzeichnet. Roku springen um 9,7 Prozent nach oben, nachdem die Streamingplattform als Profiteur der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen mit den vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal die Erwartungen übertroffen hat. Auch Amazon gilt als Nutznießer der Krise. Die Aktie steigt um 3,7 Prozent.

Staatsanleihen erfahren ebenfalls Zulauf. Steigende Notierungen drücken die Zehnjahresrendite um 2,5 Basispunkte auf 0,74 Prozent.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Ein sehr fester Handelsstart der US-Börsen ließ die europäischen Aktienmärkte ihre Gewinne am Dienstagnachmittag ausbauen. An der Wall Street waren Geschäftszahlen von JP Morgan, Wells Fargo und Johnson & Johnson zunächst positiv aufgenommen worden. Stützend wirkten auch die Daten zur chinesischen Handelsbilanz, die besser als erwartet ausgefallen waren. Daneben schürten die jüngsten Fallzahlen zur Corona-Pandemie Hoffnungen, dass diese ihren Höhepunkt überwunden haben könnte. Gegen die positive Tendenz verlor der Öl- und Gassektor im Sog fallender Ölpreise 2,1 Prozent. Schlechte Nachrichten aus der Branche drückten den Reisesektor um 3,9 Prozent. Zum einen ist der Verkauf von Condor an die polnische Lot gescheitert, zum anderen stieß der Rettungsplan von Norwegian (-44 Prozent) auf Missfallen. Die norwegische Billigfluglinie plant einen Schuldenbeteiligungstausch, der mit einem erheblichen Verwässerungseffekt einhergehen würde. Die Aktien der Kreuzfahrveranstalter Carnival und Tui fielen um 5,7 und 7,9 Prozent. Da Kreuzfahrtreedereien ihre Schiffe oft unter Billigflaggen betreiben, ist die Aussicht auf Staatshilfen eher gering. Dazu hat Carnival den Stopp ihrer Reiseaktivitäten bis Ende Juni verlängert. Für Generali ging es 2,1 Prozent nach oben, nachdem der Versicherer seine Dividende bestätigt hatte. Französische Autotitel zeigten sich schwach. Renault gaben 2,8 Prozent nach, während es für Peugeot um 5,9 Prozent nach unten ging. Renault hatte mitgeteilt, aus dem verlustmachenden Joint Venture mit Dongfeng auszusteigen. Eigentlich sei dies eine positive Nachricht, hieß es im Handel. Allerdings bleibe den Franzosen damit kaum mehr als der Heimatmarkt. Und der dürfte schwer von Corona in Mitleidenschaft gezogen werden.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:01h Do, 17:30 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0967 +0,53% 1,0938 1,0931 -2,2%

EUR/JPY 117,52 -0,01% 117,81 118,53 -3,6%

EUR/CHF 1,0539 -0,16% 1,0556 1,0561 -2,9%

EUR/GBP 0,8691 -0,34% 0,8710 0,8776 +2,7%

USD/JPY 107,12 -0,57% 107,70 108,43 -1,5%

GBP/USD 1,2623 +0,89% 1,2558 1,2455 -4,8%

USD/CNH (Offshore) 7,0472 -0,09% 7,0531 7,0523 +1,2%

Bitcoin

BTC/USD 6.945,26 +1,56% 6.887,76 7.304,76 -3,7%

Der Dollar fällt und wird nach Überzeugung der Analysten der Bank MUFG auch weiter abwerten. Die japanische Bank verweist auf die "aggressiven" geldpolitischen Lockerungen, mit denen die US-Notenbank die Folgen der Corona-Krise zu mildern versucht. Die Bilanz der Fed werde in den kommenden Monaten in "beispiellosem" Tempo aufgebläht werden, kommentiert MUFG die jüngsten Maßnahmen der Fed im Volumen von 2,3 Billionen Dollar. Der WSJ-Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu einem Korb aus anderen Währungen misst, sinkt um 0,4 Prozent auf 93,06.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Mit Unterstützung besser als erwartet ausgefallener chinesischer Außenhandelsdaten ist es am Dienstag an den ostasiatischen Aktienmärkten und in Australien nach oben gegangen. Verluste an jenen Plätzen, an denen am Ostermontag gehandelt wurde, wurden wieder aufgeholt. Stützend wirkte daneben die Hoffnung, dass die Coronavirus-Pandemie zumindest in einigen Regionen der Welt ihren Höhepunkt erreicht haben. Unter den Einzelwerten schnellten in Tokio Softbank um 5,2 Prozent nach oben, nachdem sie mit einem kräftigen Minus in den Tag gestartet waren. Das Telekommunikations- und Medienunternehmen hat den ersten Jahresverlust seit 15 Jahren angekündigt - belastet von einem erwarteten Minus von fast 17 Milliarden Dollar bei seinem Beteiligungsfonds Vision Fund. Für Familymart ging es um über 9 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr einen 38-prozentigen Nettogewinnanstieg angekündigt hatte. In Sydney schossen Afterpay um 29 Prozent nach oben, nachdem ein Zwischenbericht des Zahlungsdienstleisters nur begrenzte Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft gezeigt hatte.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Fitch stuft Daimler auf BBB+ ab, Ausblick stabil

Fitch Ratings senkt den Daumen für die Bonität von Daimler. Wegen der Verschlechterung des Finanzprofils und der Erwartung, dass die Erholung nur langsam erfolgen werde, gelte nun ein Rating von BBB+ nach zuvor A-, schreibt die Ratingagentur.

Mobilfunkanbieter versäumen Versorgungsziel - Nun drohen Strafen

Weil die drei deutschen Mobilfunkbetreiber bei ihrem Auftrag zur Netzabdeckung hinterherhinken, drohen ihn nun Bußgelder. Die Unternehmen Telefonica Deutschland, Deutsche Telekom und Vodafone hätten die Versorgungsauflagen nicht im vollen Umfang fristgerecht erfüllt, erklärte die Bundesnetzagentur nach Abschluss einer entsprechenden Prüfung.

Siemens liefert Gasturbinen an Ascend

Die Siemens AG wird dem Chemikalienhersteller Ascend Performance Materials Gasturbinen für sein Werk in Alabama liefern. Angaben zum Auftragswert für die drei 33-Megawatt-Turbinen des Typs SGT-700B machte der DAX-Konzern nicht.

Siemens legt Corona-Hilfsfonds auf - CEO startet ihn mit 1 Mio Euro

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 14, 2020 12:43 ET (16:43 GMT)

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