20.05.2015 08:48:47

MÄRKTE EUROPA/Auf und Ab an den Börsen dürfte anhalten

   Von Thomas Leppert

   FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem Kursplus des Vortages wird an den europäischen Börsen am Mittwoch zunächst mit einem Rücksetzer gerechnet. "Die Börsen handeln momentan in einem Seitwärtsband", so ein Aktienhändler. Aktuell fehlten die Impulse, dass dieses nach oben oder nach unten verlassen werden könne. So handelt der Dax bereits seit Mitte April in einer Spanne zwischen 11.200 und 12.000 Punkten. Am Morgen wird der deutsche Leitindex zunächst 0,1 Prozent leichter erwartet. Für den Euro-Stoxx-50 dürfte es ebenfalls leicht nach unten gehen.

   Im Aktienhandel wird die Entwicklung des Euro mit Argusaugen verfolgt. Denn er war der Treiber für die jüngsten Kursgewinne am Aktienmarkt. Sollte der Euro zum US-Dollar im Verlauf des Tages erneut unter Druck geraten, könnten die Aktienmärkte erneut davon profitieren. Nach dem Schwächeanfall am Vortag gibt der Euro etwas nach auf 1,1113 nach zuletzt 1,1150 US-Dollar.

   Die US-Börsen wirkten am Vorabend nach wie vor hin- und hergerissen von einer schwachen Konjunktur einerseits und den zeitlich immer weiter nach hinten verlagerten Erwartungen von Zinserhöhungen andererseits. Aufschluss über die Sicht der Fed dürfte am Abend das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank geben.

   "Vermutlich wird sich heute mit der Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls von Ende April wenig ändern", erwartet Ralf Umlauf, Marktstratege der Helaba. Die Ausschussmitglieder werden zwar grundsätzlich die Bereitschaft zu Zinserhöhungen diskutiert haben, eine Mehrheit für baldige und schnelle Zinserhöhungen dürfte aber nicht sichtbar werden. Auch wenn fundamentale Impulse derweil Mangelware seien, rechnet Umlauf nicht mit einer erneuten Stärke des Euro.

   Wieder einmal beschäftigt die Zusammensetzung der deutschen Kaufhauslandschaft die Börse. Positiv für METRO werten Händler diverse Presseberichte über einen möglichen Verkauf der Warenhaustochter Kaufhof. Wie das Handelsblatt berichtet, will Karstadt-Gesellschafter Rene Benko 2,9 Milliarden Euro dafür zahlen, nach Angaben des Manager Magazins sind es 2,7 Milliarden Euro. Dies wäre etwas mehr als bei den letzten Übernahmeversuchen. "Die sollen so zwischen 2,5 und 2,7 Milliarden Euro gelegen haben", sagt ein Händler.

   Per Saldo seien die Nachrichten aber auf jeden Fall positiv für das Sentiment bei Metro. "Vor allem die Aussicht, dass sie dieses Problemkind endlich los wäre, dürfte den Kurs treiben", heißt es von anderer Seite. An der Börse wird die Entwicklung ebenfalls positiv für Metro gewertet, die Aktie wird rund 2 Prozent fester gesehen.

   Für Erstaunen sorgen am Markt Meldungen über den angeblichen Appetit des luxemburgischen Telekomanbieters Altice. Dieser soll sich sowohl in bereits weit fortgeschrittenen Gesprächen mit dem US-Kablenetzbetreiber Suddenlink Communications über einen Kauf befinden als auch an Time Warner Cable interessiert sein. "Sollte Altice tatsächlich beide Unternehmen kaufen wollen, könnte sie sich am Ende überheben", sagt ein Händler.

   An der Börse könnten die aggressiven Übernahmepläne zunächst auf Skepsis und Vorsicht stoßen, vermutet der Händler. Andererseits weise Altice bislang einen "sehr guten Track Record auf" bei Übernahmen unterbewerteter Vermögenswerte, vor allem auf den europäischen Märkten.

   Investoren machen in dem von Liquidität der Notenbanken unterstützten Umfeld weiter Kasse. Nun sind es die Familienaktionäre des Automobilzulieferers Hella, die sich von Anteilen trennen wollen. Bis zu 13,9 Millionen Aktien sollen im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens bei institutionellen Investoren platziert werden. Durch die Veräußerung erhöhte sich der Streubesitz auf bis zu 27,7 Prozent. Die Aktien sollen in einer Spanne zwischen 39 und 41 Euro den Investoren zum Kauf angeboten werden, ist aus dem Handel zu hören. Dort werden aber auch höhere Beträge genannt. Die Im SDAX gelistete Aktie ging am Dienstag bei 42,25 Euro aus dem Handel.

=== DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 17.40 Uhr EUR/USD 1,1103 -0,4% 1,1146 1,1142 EUR/JPY 134,22 -0,2% 134,45 134,40 EUR/CHF 1,0422 -0,2% 1,0444 1,0436 USD/JPY 120,92 +0,2% 120,63 120,63 GBP/USD 1,5493 -0,1% 1,5512 1,5511 === Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

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   May 20, 2015 02:18 ET (06:18 GMT)

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