21.12.2015 10:24:46

MÄRKTE EUROPA/Börse Madrid unter Druck - DAX kräftig erholt

   Von Manuel Priego Thimmel

   FRANKFURT (Dow Jones)--Zweigeteilt zeigt sich die Börsenlandschaft am Montagmorgen in Europa. Der Aktienmarkt in Madrid reagieren mit deutlichen Abschlägen von 2,2 Prozent auf den Ausgang der spanischen Parlamentswahl vom Wochenende. Die politische Unsicherheit in Spanien spiegelt auch der Anleihemarkt wider. Dort sinken die Kurse, die spanischen Renditen steigen also. Die Rendite auf 10-jährige spanische Staatsanleihen steigt auf 1,867 nach 1,680 am Freitag. Angesichts der komplizierten Mehrheitsverhältnisse in Spanien zeichnet sich eine Phase der Unsicherheit ab, an deren Ende sogar ein erneuter Wahlgang stehen könnte.

   Der Rest Europas zeigt sich davon wenig beeindruckt, der Euro notiert wenig verändert bei 1,0853 Dollar. Der EuroStoxx50 gewinnt 0,5 Prozent auf 3.277. Für den Dax geht es sogar um 1,3 Prozent nach oben auf 10.753 Punkte. Händler vermuten dahinter bislang aber vor allem technische Gründe nach dem Verfall am Freitag, die erfahrungsgemäß im Verlauf des Handels auslaufen. "Wenn sich der DAX auch noch nach 10.00 Uhr so im Plus hält, muss es noch weitere Gründe dafür geben", so ein Händler.

   Zwar hat in Spanien die bislang regierende konservative Volkspartei (PP) wie erwartet die Wahlen in Spanien gewonnen, die liberale Ciudadanos sind aber deutlich unter den Erwartungen geblieben. Beide Parteien verfügen damit nicht über ausreichend Stimmen, um eine Regierung zu bilden, was das von den Märkten bevorzugte Wahlergebnis gewesen wäre. Immerhin: Ein Krise am spanischen Anleihemarkt wird ungeachtet der aktuelle anziehenden Renditen dort nicht erwartet, da die EZB Gewehr bei Fuß stehen dürfte, im Notfall den Markt mit Anleihekäufen zu beruhigen.

   Das Umfeld für die Märkte bleibt labil. Die Verwerfungen an den US-Hochzinsanleihen halten an vor dem Hintergrund der Ölpreiskrise. Der Ölpreis steht weiter unter Druck. Der Preis für Brent-Öl, der auch ein Indikator für die Erwartungen an das Wachstum der Weltwirtschaft ist, gibt nach dem deutlichen Rücksetzer in der Vorwoche weiter nach und liegt mit 36,09 Dollar auf einem Elfjahrestief.

   Stärkste Gewinne am Aktienmarkt sind Autoaktien. Der Branchenindex steigt um 1,5 Prozent. Positiv für die Autobauer, die stark bei Elektroautos oder notwendigen Zulieferteilen sind, werten Händler Presseberichte über geplante Subventionen. Wie der "Spiegel" berichtet plant die Bundesregierung Subventionen von bis zu 5.000 Euro pro Wagen. "Weil damit das sonst noch kaum erreichbare Klimaziel bis 2020 von 1 Millionen E-Cars erreicht werden soll, könnte auch noch auf eine Aufstockung spekuliert werden", sagt ein Händler. Daimler gewinnen 1,5 Prozent, BMW 1,4 Prozent und VW 2,2 Prozent.

   Leicht positiv für Stada werten Händler die Aussagen zum Wachstum in Russland. Dort soll es im kommenden Jahr etwas dynamischer zugehen, sagte Finanzvorstand Helmut Kraft zur Börsen-Zeitung. Stada-Aktien gewinnen 0,4 Prozent.

   Im Fokus stehen diverse Einzelaktien im Zuge der Umsetzung von Index-Änderungen. In den MDAX steigen Covestro und Ströer auf, dafür gehen MAN und Kabel Deutschland. Neu im TecDax sind Siltronic, die die Manz-Aktie ersetzen. Mit Scout24, Schaeffler, WCM und Hypoport sind gleich vier Aktien in den SDAX aufgestiegen. Dafür verlassen Ströer, Tom Tailor, Gesco und SHW den Index. Ströer ziehen um 0,9 Prozent an und Siltronic um 0,8 Prozent.

   Der Kurs von Nordex steigt um gut 2 Prozent, nachdem der Windanlagenbauer eine neue Kreditlinie mit Laufzeit von fünf Jahren vereinbart hat.

   Im SDAX verlieren GFK 8,2 Prozent in Reaktion auf eine Gewinnwarnung. Der Marktforscher verwies zur Begründung auf höhere Aufbaukosten von Fernsehforschungsverträgen in Brasilien und Saudi-Arabien sowie einen schwächeren Auftragseingang im Bereich Consumer Experiences.

   Hornbach Holding verbilligen sich um 2,4 Prozent. Händler sehen keine neuen negativen Nachrichten hinter den endgültigen Zahlen von Hornbach. Die Baumarktkette hatte bereits vor knapp zwei Wochen eine Gewinnwarnung veröffentlicht und einen Rückgang im EBIT von bis zu 15 Prozent für das Gesamtjahr angekündigt.

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