03.01.2014 10:36:30

MÄRKTE EUROPA/Nach oben geht an den Börsen nicht viel

   Von Benjamin Krieger

   Nach dem miserablen Jahresauftakt stehen die Ampeln für Europas Aktienmärkte weiter auf rot. Zwar rechnen Händler nicht mit einem erneuten starken Absacken der Kurse, nach oben dürfte aber auch nicht viel gehen, heißt es. Der Dax zeigt sich im frühen Handel kaum verändert bei 9.396 Punkten, nachdem er anfangs leicht zugelegt hatte. Der Euro-Stoxx-50 liegt ebenfalls wenig verändert bei 3.061 Zählern.

   Händler führen den Ausverkauf zum Jahresbeginn vor allem auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem die Kurse zum Jahresende 2013 noch einmal stark gestiegen waren. Welche Richtung die Börsen nun einschlagen, darüber dürften die nächsten Wochen entscheiden, wenn die institutionellen Anleger peu à peu an die Märkte zurückkehren.

   Favorisiert werden am Freitag Einzelhandelsaktien, derern Sektorindex um 0,8 Prozent zulegt. Dazu trägt insbesondere das Plus der Next-Aktie von rund 9 Prozent bei. Das britische Unternehmen hat seinen Gewinnausblick erhöht und zudem eine Sonderdividende angekündigt.

   Weiter Lebenszeichen sendet der Goldpreis. Nach einem schlechten Jahr 2013 hat die Feinunze am Donnerstag um mehr als 20 US-Dollar zugelegt. Im frühen Handel baut der Goldpreis diese Gewinne aus und steigt um weitere 0,6 Prozent auf 1.233 Dollar. Das ist der höchste Stand seit zwei Wochen. "Die Stimmung für Gold ist regelrecht zerschossen. 2014 könnte jedoch ein besseres Jahr werden und Goldkäufe ein gutes Geschäft sein", sagt Chris Weston vom Broker IG.

   Die Erholung des Goldpreises auf niedrigem Niveau führt Weston jedoch vor allem darauf zurück, dass in Kürze die Goldgewichtung in den Anlage-Indizes der beiden Großbanken Goldman Sachs und UBS steigt. "Aus diesem Grund müssen mehr als eine Million Feinunzen gekauft werden." Goldhändler deckten sich schon im Vorfeld dieser Höhergewichtung mit Gold ein.

   An den Devisenmärkten ist der Euro schlecht ins neue Jahr gegangen und damit den Vorgaben der europäischen Aktienmärkte gefolgt. Zum US-Dollar hat sich der Euro-Kurs am Morgen bei 1,3650 aber stabilisiert, nachdem er am Vortag einen US-Cent eingebüßt hatte. Zum Yen hat die Gemeinschaftswährung die Verluste vom Vortag noch ausgeweitet. Die als sicherer Hafen geltende japanische Devise legt derweil auch zum Dollar deutlich zu.

   Am Euro-Rentenmarkt legen die Kurse italienischer und spanischer Anleihen weiter zu, ihre Renditen sinken also. Sowohl italienische wie auch spanische zehnjährige Anleihen rentieren inzwischen unter 4 Prozent. Der Abstand zu den Renditen deutscher Bundesanleihen ist damit so gering wie zuletzt 2011. Händler führen die kräftigen Kursgewinne der Anleihen der beiden Peripheriestaaten auf eine kräftige Nachfrage einheimischer Akteure zurück. Insbesondere in Spanien kauften Anleger diese Papiere zurück, nachdem sie hier zum Ende des Vorjahres noch Gewinne mitgenommen hätten.

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 17.30 Uhr EUR/USD 1,3641 -0,2% 1,3663 1,3659 EUR/JPY 142,3916 -0,6% 143,2379 143,3413 EUR/CHF 1,2290 -0,0% 1,2291 1,2307 USD/JPY 104,3915 -0,4% 104,8340 104,9500 GBP/USD 1,6445 +0,0% 1,6444 1,6437 Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@wsj.com

   DJG/bek/gos

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   January 03, 2014 04:03 ET (09:03 GMT)

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