28.06.2013 15:46:30
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MÄRKTE USA/Blackberry-Aktie droht satter Kurseinbruch
Am Gesamtmarkt ist die Luft nach einer dreitägigen Rally raus. Die Terminkontrakte auf wichtige US-Indizes lassen auf einen weitgehend unveränderten Börsenstart schließen. Der Future auf den S&P-500 sowie den Nasdaq-100 präsentieren sich rund 20 Minuten vor der Eröffnungsglocke hauchdünn im Minus. Am letzten Handelstag des ersten Halbjahres wollten einige Investoren Kasse machen, wie es im Handel heißt. "Bei vielen Anlegern sind noch Gewinne seit dem Jahresbeginn da", sagt ein Händler.
"Die Fed hat in den vergangenen Wochen versucht, einige der Auswirkungen, die durch die letzte Notenbanksitzung entstanden sind, wieder zu korrigieren. Doch der Geist der reduzierten Wertpapierkäufe ist aus der Flasche und es dürfte selbst Bernanke nicht gelingen, ihn wieder einzufangen", sagt Analyst Chris Beauchamp von IG. Daher dürften auch am Freitag Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank weitreichende Beachtung finden.
Aber auch von der Konjunkturseite könnten Impulse kommen. So stehen nach Handelsbeginn der Index Einkaufsmanager Chicago für Juni und der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan ebenfalls für Juni in zweiter Lesung an.
Der Goldpreis nimmt seine Talfahrt wieder auf, hier klingen die Verlautbarungen der Federal Reserve weiter nach. Am Vortag war Gold erstmals seit dem 12. August 2010 wieder unter die Marke von 1.200 Dollar gefallen. Aktuell kostet die Feinunze 1.193 Dollar. Damit beträgt das Minus seit Jahresbeginn rund 30 Prozent - allein 13 Prozent entfallen davon auf den Juni. Hauptbelastungsfaktor ist weiterhin das drohende Ende der inflationistischen Dollarpolitik der US-Notenbank. Damit verliert Gold als Inflationsschutz an Bedeutung. Hinzu kommt, dass ein Ende der Dollarflut die US-Währung stützt. Damit wird Gold für Investoren aus anderen Währungsräumen unattraktiver.
Am Devisenmarkt steigt allerdings zunächst der Euro Richtung 1,31 Dollar. Die Gemeinschaftswährung geht bei 1,3087 Dollar um. Gegenüber dem Yen setzt der Greenback seine Aufwärtsbewegung fort und liegt knapp über der Marke von 99 Yen. Für die Devisen-Experten der Commerzbank bleiben 100 Yen das kurzfristige Ziel für den Dollar. Die neuesten Konjunkturdaten und Erwartungen seien positiv, während die Inflationsrate klar im negativen Bereich geblieben sei.
Der Ölpreis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI notiert mit 97,06 Dollar praktisch auf Vortagesschlussniveau. Am US-Rentenmarkt geben die Notierungen nach. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen steigt auf 2,50 nach 2,476 Prozent am Vorabend.
Bei den Einzelwerten stehen neben Blackberry die Aktien von Nike im Blickpunkt. Das Unternehmen hatte in einer Analystenrunde vor enttäuschenden Umsätzen in China zum Auftakt des neuen Fiskaljahres gewarnt. Die Ergebnisse für das vierte Quartal waren dagegen besser ausgefallen als erwartet. Für die Aktie von Nike geht es vorbörslich um 0,9 Prozent nach unten.
Accenture-Titel büßen 8,1 Prozent ein. In der dritten Periode schnitt der Technologiekonzern beim Umsatz schwach ab. Zudem senkte das Unternehmen seinen Ausblick. Molycorp ziehen dagegen um 11 Prozent an. Die US-Börsenaufsicht SEC hat ihre Ermittlungen gegen die Minengesellschaft eingestellt.
=== DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.15 Uhr Do, 17.45 Uhr EUR/USD 1,3077 0,06% 1,3069 1,3017 EUR/JPY 129,5154 0,36% 129,0530 128,0886 EUR/CHF 1,2330 -0,10% 1,2342 1,2318 USD/JPY 99,0120 0,24% 98,7750 98,3955 GBP/USD 1,5249 -0,14% 1,5270 1,5232 === Kontakt zum Autor: florian.faust@dowjones.com DJG/DJN/flf (END) Dow Jones NewswiresJune 28, 2013 09:16 ET (13:16 GMT)
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