Amazon Aktie
WKN: 906866 / ISIN: US0231351067
|
03.07.2026 14:59:38
|
Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet sich von Microsoft
SCHWERIN (dpa-AFX) - Mecklenburg-Vorpommern geht in der Digitalpolitik in die Offensive und setzt auf Eigenständigkeit. Wie das Finanz- und Digitalisierungsministerium bekannt gab, trennt sich das Land schrittweise von der Software großer Tech-Konzerne wie Microsoft. Stattdessen wird eine landesweite Plattform auf Open-Source-Basis aufgebaut. Dabei gehe es nicht nur darum, die digitale Souveränität zu erlangen, sondern auch mittel- und langfristig Geld einzusparen, sagte Finanzminister Heiko Geue (SPD) der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Nextcloud statt SharePoint: Der sanfte Umstieg
Im Zentrum der neuen Strategie steht die Einführung der in Deutschland entwickelten quelloffenen Online-Plattform Nextcloud, mit der man Dateien sicher speichern, teilen sowie gemeinsam in Teams chatten und Videokonferenzen abhalten kann, ohne die Kontrolle über die eigenen Daten an fremde Anbieter zu verlieren. Der bisherige Umstieg von Microsoft SharePoint sei für die ersten 5.000 Beschäftigten bereits reibungs- und datenverlustfrei abgeschlossen worden, berichtet Marco Anschütz, der als Chief Information Officer (CIO) für IT und Digitalisierung im Bundesland verantwortlich ist.
Mittelfristig ist das Projekt viel größer angelegt: Über 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst - von den Ministerien bis hin zu den kommunalen Einrichtungen - sollen künftig mit dem System arbeiten. Betrieben wird die Software auf eigener Infrastruktur durch den landeseigenen IT-Dienstleister DVZ M-V GmbH.
Technologische Allianz im Norden
Mecklenburg-Vorpommern geht diesen Weg nicht allein. Bereits im Oktober 2025 schloss das Land eine Kooperationsvereinbarung mit Schleswig-Holstein, das bundesweit als Pionier beim Wechsel auf Open-Source-Software gilt. Zusammen bilden die beiden Bundesländer eine technologische Allianz im Norden. Man stimme die Infrastrukturen aufeinander ab, um insbesondere die IT-Sicherheit zu erhöhen und gegenseitige Notfallszenarien abzusichern.
Beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) versucht Mecklenburg-Vorpommern von vornherein eine Abhängigkeit von US-Techriesen wie Microsoft, OpenAI, Google (Alphabet C (ex Google)) oder Amazon zu vermeiden. Bei der Entwicklung des Verwaltungs-Chatbots "Lea" werde bewusst auf US-amerikanische Hyperscaler verzichtet. "Stattdessen wollen wir auf europäische Sprachmodelle wie Mistral aus Frankreich oder Tilde aus Lettland setzen", sagt Anschütz.
Kein vollständiger Verzicht auf Microsoft
Der Verzicht auf Microsoft-Lösungen im Bereich Cloud und KI heißt allerdings nicht, dass Mecklenburg-Vorpommern dem weltgrößten Softwarekonzern komplett den Rücken kehren wird. Es sei nicht geplant, die in der Verwaltung eingesetzten Windows-PCs kurzfristig durch Rechner mit dem offenen Betriebssystem Linux zu ersetzen. Dies habe derzeit noch keine Priorität, betont Anschütz.
Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern, Sebastian Schmidt, begrüßte den Schritt. "Die Verwaltungen im Land verarbeiten viele - teilweise sehr sensible - personenbezogene Daten der Bürgerinnen und Bürger. Diese Daten gilt es, vor den Zugriffen von Dritten bestmöglich zu schützen", sagte Schmidt./chd/DP/he
Der finanzen.at Ratgeber für Aktien!
Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!
Nachrichten zu Amazon
|
11.07.26 |
Prime Video zeigt Wimbledon-Endspiel gratis (dpa-AFX) | |
|
10.07.26 |
Aufschläge in New York: Dow Jones bewegt sich zum Handelsende im Plus (finanzen.at) | |
|
10.07.26 |
Pluszeichen in New York: Dow Jones im Aufwind (finanzen.at) | |
|
08.07.26 |
Amazon-Aktie im Fokus: Amazon plant KI-Anleihe im Milliardenvolumen - und setzt andere KI-Bonds unter Druck (finanzen.at) | |
|
07.07.26 |
Dow Jones 30 Industrial-Titel Amazon-Aktie: So viel hätten Anleger mit einem Investment in Amazon von vor 10 Jahren verdient (finanzen.at) | |
|
06.07.26 |
Amazon-Aktie höher: Weitere Expansion in Oberösterreich angekündigt (APA) | |
|
03.07.26 |
Duell der Satelliten-Riesen: Was der Start von Amazon Leo für Anleger der SpaceX-Aktie bedeutet (finanzen.at) | |
|
02.07.26 |
Amazon-Aktie gesucht: Eigene KI-Prozessoren sollen teure Cloud-Kosten spürbar drücken (finanzen.at) |
Analysen zu Amazon
| 08.07.26 | Amazon Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 26.06.26 | Amazon Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 18.06.26 | Amazon Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 16.06.26 | Amazon Outperform | RBC Capital Markets | |
| 27.05.26 | Amazon Buy | UBS AG |
Aktien in diesem Artikel
| Alphabet C (ex Google) | 311,20 | -0,22% |
|
| Amazon | 215,10 | -0,58% |
|
| Microsoft Corp. | 337,80 | 0,34% |
|