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21.05.2026 12:39:00
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Modehändler sehen sich vor großen Herausforderungen
"Es gibt eine extreme Wettbewerbsverzerrung", sagte am Donnerstag Günther Rossmanith, Obmann des Bundesgremiums Handel mit Mode und Freizeitartikeln bei der Wirtschaftskammer (WKÖ). Umwelt- und Sicherheitsstandards müssten mit Blick auf die chinesische Konkurrenz durchgesetzt und "unfaire Steuer- und Zollvorteile" abgeschafft werden.
Verändertes Konsumverhalten nach Corona
In Richtung der Immobilienbranche appellierte er, sich von der Erwartung zu verabschieden, dass mit jedem Mieterwechsel die Mieten deutlich steigen könnten. Die Branchenvertretung hat unter anderem dazu eine Studie in Auftrag gegeben bei Peter Voithofer vom Institut der Österreichischen Wirtschaft. Die Analyse habe gezeigt, dass in Geschäftslokalen, in denen zuvor Modehändler waren, nach der Schließung in einer Mehrheit der Fälle Leerstand herrschte.
Die Studie hat auch ein geändertes Verhalten von Konsumentinnen und Konsumenten festgestellt. So hätten Verbraucher im Jahr 2025 im Schnitt rund 4,5 Prozent ihrer Gesamtausgaben für Modeartikel verwendet, 1995 waren es noch über sieben Prozent. Die Covid-Pandemie mit entsprechenden Lockdowns und zunehmender Arbeit im Homeoffice habe den Trend verstärkt und modisches Auftreten in der Prioritätenliste nach unten rutschen lassen. Auch der Trend hin zum Onlinehandel sei durch die Coronapandemie beschleunigt worden. Knapp die Hälfte der Konsumenten in Österreich würden inzwischen auch im Internet Kleider kaufen, auch wenn der stationäre Handel bei den meisten die wichtigste Anlaufstelle bleibe.
spo/tpo
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