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18.09.2024 07:35:42
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
MITTWOCH: In Südkorea bleiben die Börsen wegen des Erntedankfests geschlossen. In Hongkong ruht der Börsenhandel wegen des Tags nach dem Mittherbstfest.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Fed-Chairman Jerome Powell steht bei der FOMC-Sitzung vor einer schwierigen Entscheidung: Klein oder groß anfangen? Die Zentralbank wird bei ihrer Sitzung am 17. und 18. September die Zinsen zum ersten Mal seit 2020 senken. Nachdem die Notenbanker mehr Vertrauen in die Möglichkeit mehrerer Zinssenkungen in den nächsten Monaten signalisiert haben, stellt sich die Frage, ob sie die Leitzinsen um die traditionellen 25 oder um 50 Basispunkte senken sollen. Powell ließ in einer Rede in Jackson Hole im August alle Optionen offen und überraschte einige seiner Kollegen mit der eindeutigen Aufforderung, die Aufmerksamkeit auf die sich abzeichnenden Risiken auf dem Arbeitsmarkt zu richten. "Die Richtung ist klar, und der Zeitpunkt und das Tempo von Zinssenkungen werden von den eingehenden Daten, den sich entwickelnden Aussichten und der Risikobalance abhängen", sagte er damals. Im vergangenen Jahr hatten die Notenbanker ihren Leitzins auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten angehoben und ihn in den vergangenen 14 Monaten auf diesem Niveau gehalten, um die Inflation zu bekämpfen. Diese ist inzwischen allerdings deutlich zurückgegangen. Und die Notenbanker wollen den Leitzins nicht zu lange auf einem zu hohen Niveau halten. Denn es gibt Anzeichen dafür, dass die höheren Zinsen die Inflation bremsen, indem sie Ausgaben, Investitionen und Neueinstellungen abkühlen. Die Fed will eine weiche Landung hinbekommen, bei der die Inflation zurückgeht, ohne dass es zu einem ernsthaften Anstieg der Arbeitslosenzahlen kommt.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
09:30 US/Alphabet Inc (Google-Holding), EuG-Urteil zu Marktmissbrauch bei
Online-Werbung
18:00 US/T-Mobile US Inc, Capital Markets Day
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- DE
08:00 Auftragsbestand und -reichweite verarbeitendes Gewerbe Juli
PROGNOSE: k.A.
zuvor: -0,2% gg Vm
- GB
08:00 Erzeugerpreise August
Output-Basis
PROGNOSE: +0,0% gg Vm/+0,5% gg Vj
zuvor: 0,0% gg Vm/+0,8% gg Vj
08:00 Verbraucherpreise August
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,2% gg Vj
zuvor: -0,2% gg Vm/+2,2% gg Vj
Kern
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,5% gg Vj
zuvor: +0,1% gg Vm/+3,3% gg Vj
- EU
11:00 Verbraucherpreise August
Eurozone
PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,2% gg Vj
Vorabschätzung: +0,2% gg Vm/+2,2% gg Vj
zuvor: 0,0% gg Vm/+2,6% gg Vj
Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak)
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,8% gg Vj
Vorabschätzung: +0,3% gg Vm/+2,8% gg Vj
zuvor: -0,2% gg Vm/+2,9% gg Vj
- US
14:30 Baubeginne/-genehmigungen August
Baubeginne
PROGNOSE: +5,8% gg Vm
zuvor: -6,8% gg Vm
Baugenehmigungen
PROGNOSE: +1,0% gg Vm
zuvor: -4,0% gg Vm
20:00 Fed, Ergebnis der FOMC-Sitzung (20:30 Pressekonferenz mit
Fed-Chairman Powell)
Fed-Funds-Zielsatz
PROGNOSE: 5,00% bis 5,25%
zuvor: 5,25% bis 5,50%
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell:
INDEX Stand +/-
DAX-Future 18.708,00 -0,0%
E-Mini-Future S&P-500 5.642,50 +0,1%
E-Mini-Future Nsdq-100 19.449,50 +0,1%
Nikkei-225 36.199,12 -0,0%
Schanghai-Composite 2.690,49 -0,5%
Hang-Seng-Index FEIERTAG
+/- Ticks
Bund -Future 134,82 +6
Dienstag:
INDEX Schluss +/-
DAX 18.726,08 +0,5%
DAX-Future 18.712,00 -0,1%
XDAX 18.703,14 -0,1%
MDAX 25.781,19 +1,5%
TecDAX 3.315,00 +0,8%
EuroStoxx50 4.860,78 +0,7%
Stoxx50 4.425,69 +0,2%
Dow-Jones 41.606,18 -0,0%
S&P-500-Index 5.634,58 +0,0%
Nasdaq-Comp. 17.628,06 +0,2%
EUREX zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 134,76 -27
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Mit einem zurückhaltenden Geschäft rechnen Händler am Mittwoch. Das lange mit Spannung erwartete Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank wird am Abend bekannt gegeben. Bis dahin dürften die Börsen eher in abwartender Haltung verharren. An den US-Börsen zeigte sich am Vorabend bereits ein uneinheitliches Bild ohne klare Sektortendenzen. Allerdings pausierte die Umschichtung von zyklischen in zinssensitive Titel. Bei der US-Zinssenkung am Abend geht es nur noch um die Frage, ob diese 25 oder 50 Basispunkte betragen wird. Der Fokus der Marktteilnehmer dürfte auf der Pressekonferenz liegen, sagt Josh Hirt, Chefvolkswirt bei Vanguard: "Das Hauptrisiko ist, die Marktteilnehmer zu überzeugen, dass die Fed nicht hinter der Kurve ist, sondern die Risiken angemessen ausbalanciert". In Europa wird zudem am Vormittag auf Inflationsdaten aus der Eurozone und vor allem Großbritannien geachtet. Denn am Donnerstag steht auch noch die Zinsentscheidung der Bank of England an.
Rückblick: Die Märkte blickten auf die anstehende Zinssenkung der US-Notenbank am Mittwoch. Deutlich schlechter als befürchtet fiel der ZEW-Konjunkturindex aus: Er brach auf 3,6 Punkte ein nach 19,2 im Vormonat. Damit sind auch weitere Zinserleichterungen durch die EZB wohl notwendig, hieß es. Kräftige Umschichtungen in Zinsgewinner wie die Technologie-Aktien waren die Folge, auch Konsum- und finanzierungsabhängige Aktien wie Autowerte legten zu. Infineon stiegen um 3,2 Prozent, Aixtron und Siemens je über 2 Prozent. Bei STMicro ging es um 2,7 Prozent höher. Einzelhändler standen unter den Sektoren mit 2,8 Prozent an der Spitze. Zalando gewannen 7,3 Prozent. Kingfisher stiegen um über 11 Prozent dank besserer Halbjahreszahlen und eines erhöhten Ausblicks. Auf der Verkaufsliste standen Rüstungswerte: Die zunehmende Dynamik von Friedensvorschlägen für die Ukraine deuteten auf ein nahes Ende des Investmentthemas hin, hieß es. Rheinmetall fielen um 6,8 Prozent, Hensoldt verloren 7,3 Prozent und Renk 4,7 Prozent. Auch die verwandten Aerospace-Aktien wurden davon belastet, im DAX fielen MTU 2,4 Prozent. In Europa gaben Leonardo und BAE Systems bis zu 4,7 Prozent ab, Thales 3,8 Prozent.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Etwas fester - Süss Microtec sprangen über 7 Prozent auf 57,50 Euro. Die Jefferies-Analysten nahmen sie in ihre Beobachtungsliste mit "Buy" und einem Kursziel von 76 Euro auf. Erholt zeigten sich die Autowerte im DAX mit bis zu 1,4 Prozent Plus bei VW und Mercedes. Bei Daimler Truck führte der Ausbruch aus dem Abwärtstrend sogar zu 3,5 Prozent Plus. Bei den Nebenwerten waren die Lieferdienste gesucht. So stiegen Hellofresh und Delivery Hero um 5,3 und 7,8 Prozent. Ionos verloren 4,7 Prozent nach einer Aktienplatzierung.
XETRA-NACHBÖRSE
Das nachbörsliche Geschäft am Dienstag verlief ohne auffallende Kursbewegungen. Die Aktie der Deutschen Familienversicherung (DFV) zeigte sich wenig bewegt. Ein Großaktionär, Luca Pesarini, hat ein Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien des Unternehmens unterbreitet. Die Persarinis Haron Holding biete im Wege eines freiwilligen öffentlichen Delisting-Übernahmeangebots vorläufig 6,60 Euro je Aktie in bar - 10 Cent mehr als der Schlusskurs der Aktie von 6,50 Euro am Dienstag.
USA - AKTIEN
Behauptet - Die Anleger zeigten sich mit Blick auf den Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch weiter vorsichtig. Dass die Fed die Zinsen senken wird, um die US-Wirtschaft zu stützen, gilt als ausgemacht. Die Frage ist nur, ob der Zinsschritt 25 oder 50 Basispunkte betragen wird. Die veröffentlichten Konjunkturdaten deuteten darauf hin, dass die US-Wirtschaft solide dasteht, was für einen kleinen Zinsschritt spricht. So stieg der Einzelhandelsumsatz im August um 0,1 Prozent zum Vormonat, während Volkswirte im Konsens einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet hatten. Die Industrieproduktion erhöhte sich im August um 0,8 Prozent. Hier war ein Wachstum von 0,2 Prozent prognostiziert worden. Auch die Kapazitätsauslastung war etwas höher als angenommen. Intel (+2,7%) hat von der Amazon-Cloudsparte einen "mehrere Milliarden" schweren Auftrag erhalten. Dazu kündigte Intel Kostensenkungen im Umfang von 10 Milliarden Dollar an. Analysten kritisieren aber, dass Intel zwar die Kosten senke, aber keine Antwort auf die Frage habe, wie das Unternehmen auf Wachstumskurs zurückkehren wolle. JPMorgan (+0,7%) verhandelt mit Apple (+0,2%) über die Übernahme des Kreditkartenprogramms. Microsoft (+0,9%) plant den Rückkauf eigener Aktien im Volumen von 60 Milliarden Dollar. Zudem gibt es eine höhere Dividende. Philip Morris (-2,2%) rechnet mit einem Verlust von 220 Millionen Dollar aus dem Verkauf seines Geschäftes mit Inhalationstherapien.
USA - ANLEIHEN
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 3,60 +4,3 3,55 -82,4
5 Jahre 3,44 +3,2 3,40 -56,5
7 Jahre 3,53 +2,8 3,50 -44,1
10 Jahre 3,64 +2,4 3,62 -23,7
30 Jahre 3,96 +2,8 3,93 -1,2
Am Anleihemarkt stiegen die Renditen mit den positiven Konjunkturdaten wieder etwas an.
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
September 18, 2024 01:35 ET (05:35 GMT)
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