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15.04.2026 07:32:45
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
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+++++ TAGESTHEMA +++++
Aixtron erhöht die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 dank der dynamischen Nachfrage bei Opto-Elektronik. Aixtron stellt nun einen Umsatz von rund 560 (vorher: 520) Millionen Euro in Aussicht, wobei eine Abweichung von 30 Millionen Euro nach oben oder unten möglich ist. Die Bruttomarge wird jetzt bei 42 Prozent statt vorher 41 bis 42 Prozent gesehen. Bei der EBIT-Marge stellt der Hersteller von Anlagen für die Chipindustrie jetzt 17 bis 20 Prozent in Aussicht nach vorher 16 bis 19 Prozent. Der vorläufige Auftragseingang im ersten Quartal stieg im Jahresvergleich um rund 30 Prozent auf ca. 171 Millionen Euro, wobei allein 65 Prozent dieser Aufträge auf das Opto-Elektronik-Segment entfielen. Nach Aussage von Vorstandschef Felix Grawert ist dieser Boom vor allem auf den KI-Sektor zurückzuführen. Die G10-AsP-Anlage von Aixtron habe sich als Standardwerkzeug für die nächste Generation photonischer Bauelemente etabliert, so Grawert. Trotz des höheren Auftragseingangs verzeichnete die Gesellschaft aber im ersten Quartal einen Umsatzrückgang auf ca. 59 Millionen Euro von 112,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das lag allerdings innerhalb der prognostizierten Spanne des Unternehmens für das saisonal schwächere erste Quartal. Das operative Ergebnis (EBIT) rutschte aufgrund des geringeren Umsatzvolumens und einmaliger Personalaufwendungen in die Verlustzone und lag bei rund minus 22 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal berichtete Aixtron ein EBIT von plus 3,3 Millionen Euro. Bei der vorläufigen EBIT-Marge für das erste Quartal meldete Aixtron ein Minus von rund 38 Prozent nach plus 3 Prozent im Vorjahr. Der vorläufige Bestand an liquiden Mitteln einschließlich sonstiger kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte betrug zum Quartalsende rund 273 (224,6) Millionen Euro. Den vollständigen Bericht zum ersten Quartal will Aixtron wie geplant am 30. April 2026 veröffentlichen.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
00:01 DE/Deutsche Lufthansa AG, Streik des Kabinenpersonals (15:30 Kundgebung)
07:00 NL/ABN Amro Holding NV, Pre close Bekanntmachung 1Q
08:00 FR/Hermes International SCA, Umsatz 1Q
08:30 DE/Schaeffler AG, Pre-Close Call 1Q
10:00 IT/Banca Monte dei Paschi di Siena SpA (MPS), ausführliches Jahresergebnis, Geschäftsbericht und HV
12:45 US/Bank of America Corp, Ergebnis 1Q
13:30 US/Morgan Stanley, Ergebnis 1Q
15:00 DE/Deutsche Lufthansa AG, Jubiläumsfeier - 100 Jahre Gründung der ersten Lufthansa, Frankfurt (Teilnahme Bundeskanzler Merz)
18:00 NL/MFE Mediaforeurope NV, Jahresergebnis
Im Laufe des Tages:
- NL/Airbus SE, Analysteninformation zum vorläufigen Ergebnis 1Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Steyr Motors: 0,25 EUR
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- EU
11:00 Industrieproduktion Februar
Eurozone
PROGNOSE: -0,1% gg Vm/-1,7% gg Vj
zuvor: -1,5% gg Vm/-1,2% gg Vj
- US
14:30 Empire State Manufacturing Index April
PROGNOSE: -0,5
zuvor: -0,2
14:30 Import- und Exportpreise März
Importpreise
PROGNOSE: +2,4% gg Vm
zuvor: +1,3% gg Vm
20:00 US/Fed, Beige Book
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell:
Index zuletzt +/- %
DAX Futures 24.160,00 -0,2
E-Mini-Future S&P-500 7.003,75 -0,0
E-Mini-Future Nasdaq-100 25.983,50 -0,1
Topix (Tokio) 3.768,43 +0,4
Hang-Seng (Hongk.) 26.029,38 +0,6
Shanghai-Comp. 4.040,35 +0,3
Dienstag:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 24.044,22 +1,3
DAX-Future 24.232,00 +1,3
XDAX 24.055,96 +0,0
MDAX 30.534,94 +0,9
TecDAX 3.548,27 +1,1
SDAX 17.682,27 +2,4
Euro-Stoxx-50 5.984,51 +1,4
Stoxx-50 5.143,06 +0,9
Dow-Jones 48.535,99 +0,7
S&P-500 6.967,38 +1,2
Nasdaq Composite 23.639,08 +2,0
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Weiter positiv blicken Händler am Mittwoch auf Europas Börsen. Die Vorgaben aus den USA und Asien sind angesichts der Hoffnung auf eine Verhandlungslösung am Persischen Golf gut. Anleger ignorieren die Blockade der Straße von Hormus, da sie von den USA selber ausgeht und jederzeit beendet werden könnte. Nach dem Überfall auf Venezuela reißen die USA damit eine immer größere Kontrolle über die Ölreserven der Welt an sich, heißt es. In wie weit indische und vor allem chinesische Öltanker in Zukunft von der US-Blockade-Politik betroffen sind, ist noch unklar. Strategen befürchten hier ein massives Konfliktpotenzial, dass die Märkte derzeit aber ausblenden. Auch die US-Inflation steht im Blick mit den US-Import-Export-Preisen. Am Vortag hatten die US-Produzentenpreise für März überrascht - sie waren nur halb so stark wie erwartet gestiegen und zeigten keine Blessuren durch die Ölpreise. Bei den Unternehmensdaten müssen Anleger sich schon wieder mit Bank-Quartalszahlen beschäftigen, so von ABN, Bank of America und Morgan Stanley. In Europa stehen ASML und Hermes im Blick.
Rückblick: Ein geringerer US-Inflationsdruck und Hoffen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg besserten die Laune. Die Ölpreise kamen zurück, ebenso die Renditen der wichtigen Staatsanleihen. Nach überwiegend überzeugenden Zahlen einiger großer US-Banken legte der Bankensektor um etwa 2 Prozent zu. Im DAX gewannen Commerzbank 2,5 und Deutsche Bank 3,8 Prozent. Wegen der Hoffnung auf einen Verhandlungsfrieden in Nahost legten auch die Reiseaktien deutlich zu, Tui kletterten knapp 2 Prozent. Selbst Lufthansa stiegen trotz des Streiks der Piloten um 3,1 Prozent. Für Öl-Aktien schwanden damit jedoch die Aussichten auf weitere Kursgewinne. BP fielen um 2,4 Prozent. Duftstoffhersteller Givaudan (+2,7%) hat sich im ersten Quartal besser als befürchtet geschlagen. Im Windschatten zogen auch Symrise um 2,4 Prozent an. Gute Zahlen des Baustoffherstellers Sika (+7,9%) zogen auch Saint-Gobain 3 Prozent nach oben. LVMH verloren nach den Erstquartalszahlen zunächst deutlich, konnten sich aber auf fast unverändert erholen. Der Umsatz war mit 19,12 Milliarden Euro leicht unter der Schätzung geblieben. Insbesondere die wichtigste Sparte Fashion & Leather enttäuschte. Für 4,8 Prozent Minus sorgten hohe Marktanteilsverluste von Imperial Brands im ersten Halbjahr.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Fester - Klarer Kursgewinner waren DAX-Schwergewicht Siemens mit 3,7 Prozent Plus. "Die Aktie läuft ähnlich wie der DAX, da sollte der auch bald nach oben ausbrechen", meinte ein Händler. Verlierer waren alle defensiven Titel wie Deutsche Telekom mit 1,3 Prozent Minus. Bei Autowerten wie Mercedes-Benz und VW ging es über 1 Prozent nach oben. Bei BMW wurden die Absatzzahlen etwas kritisiert, daher gaben die Titel 1,7 Prozent nach. Evotec zählten zu den Spitzenwerten in Deutschland und stiegen um fast 15 Prozent. Die Analysten von Berenberg hoben Evotec als KI-Gewinner hervor. Denn KI-Unternehmen seien auf der Suche nach erfahrenen Partnern, um ihre technologisch entwickelten Biopharma-Produkte auch in der realen Welt zu validieren.
XETRA-NACHBÖRSE
In einem ruhigen Nachbörsenhandel am Dienstag waren Aixtron gesucht. Die Aktie gewann auf Tradegate 1,7 Prozent. Das Unternehmen wird für das laufende Geschäftsjahr aufgrund einer stärker als erwartet ausgefallenen Nachfrage nach Anlagen für die Opto-Elektronik optimistischer.
USA - AKTIEN
FESTER - Die Aussichten auf mögliche weitere Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran ließen die Anleger wieder Hoffnung schöpfen. Fallende Ölpreise und ermutigende Preisdaten linderten zudem die Inflationsängste und steigerten auf der anderen Seite die Risikofreude der Anleger, die nun wieder mutiger zu Aktien griffen. Der Fokus verschob sich auch zunehmend auf die US-Berichtssaison, die weiter Fahrt aufnahm. Analysten erwarten eine gute Berichtssaison mit steigenden Gewinnen, werden aber ein genaues Auge auf die Ausblicke der Firmen haben. Auf der anderen Seite hatte der Internationale Währungsfonds jedoch seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft aufgrund des Kriegs im Nahen Osten leicht gesenkt. JP Morgan (JPM), Wells Fargo und Citigroup haben im ersten Quartal mehr verdient als erwartet. Die Kursreaktionen fielen jedoch unterschiedlich aus. JPM gaben um 0,8 Prozent nach, nachdem CEO Jamie Dimon vor zahlreichen Unwägbarkeiten und Risiken für die Ertragsaussichten der Bank gewarnt hatte. Wells Fargo verloren 5,7 Prozent. Zwar fiel der Gewinn höher aus als angenommen, doch enttäuschten die Einnahmen. Die Aktien der Citigroup gewannen 2,7 Prozent. Die Aktien der Fluggesellschaft American Airlines stiegen um 8,6 Prozent, der Kurs von United Airline rückte um 2,1 Prozent vor. United-CEO Scott Kirby hatte die Möglichkeit eines Zusammenschlusses der beiden Gesellschaften ins Spiel gebracht. Nvidia (+3,8%) hat Pläne zur Übernahme von Dell dementiert. Entsprechende Gerüchte hatten die Nvidia-Aktie am Montag gebremst und den Kurs von Dell um fast 7 Prozent nach oben getrieben. Dell gaben nun um 2,7 Prozent nach.
USA - ANLEIHEN
Am Anleihemarkt sank die Zehnjahresrendite um 5 Basispunkte auf 4,25 Prozent. Die Renditen waren zuvor von Befürchtungen nach oben getrieben worden, dass die steigenden Ölpreise die Inflation befeuern und Zinssenkungen damit vorerst verhindern würden
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
April 15, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)
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