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Geändert am: 17.04.2026 08:46:10
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Hoffnung auf Lösung im Iran-Konflikt: ATX und DAX stabil erwartet -- Asiens Börsen im Minus
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt dürfte stabil in den Handelstag starten.
Der ATX wird ohne große Veränderung erwartet.
Mit einer leicht positiven bis uneinheitlichen Tendenz werden die europäischen Aktienmärkte am Freitag erwartet. Im Fokus der Börsen in Europa stehen nun immer stärker die Zahlen der Berichtssaison, allerdings ist gerade hier der Datenkalender am Freitag recht dünn. Das Potenzial für US-Zinserleichterungen sinkt, nachdem auch Fed-Gouverneur Stephen Miran am Vorabend sagte, dass er seine Prognose für Zinssenkungen in diesem Jahr überdenke und seine Erwartung von vier auf möglicherweise drei Senkungen reduziere. Er räumte ein, dass die Inflationslage bereits vor dem Krieg mit dem Iran komplizierter geworden sei. Stützend dürfte die anhaltende Ruhe in Nahost wirken. Allerdings bleibt die Stimmung fragil, "da ein sofortiges Abkommen unwahrscheinlich ist, da die Länder bei Schlüsselfragen weiterhin weit auseinanderliegen", sagt Skye Masters, Leiterin der Marktanalyse bei der National Australia Bank.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt dürfte sich ohne große Veränderung präsentieren.
Der DAX wird wenig bewegt erwartet.
Nach der jüngsten Rückkehr des DAX über die 24.000-Punkte-Marke lassen es die Anleger am Freitag langsamer angehen. Trotz der Erholung um mehr als acht Prozent seit Ende März liegt der DAX noch rund viereinhalb Prozent unter dem Niveau von Ende Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs. Neue Störfeuer aus dem Iran-Konflikt bleiben vor dem Wochenende aus, und so gibt es nach wie vor kein Anzeichen, dass die Anleger willig sind, Gewinne mitzunehmen. "Der Markt will steigen", schrieb am Morgen der Experte Emmanuel Cau von der Barclays Bank. Der Waffenstillstand habe die Anlegerstimmung verbessert und die Angst, etwas zu verpassen, habe die Aktienkurse mancher US-Indizes auf neue Höchststände getrieben.
WALL STREET
Anleger an der Wall Street trauten sich erst im Späthandel am Donnerstag etwas aus ihrer Deckung.
Entsprechend Dow Jones hielt sich das Barometer nach etwas höherer Eröffnung lange nahe der Nulllinie auf. Im Späthandel ging es dann moderat nach oben. Sein Schlussstand: 48.578,54 Punkte (+0,24%).
Auch der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung etwas höher und verharrte dann zwischen Gewinnen und Verlusten. Letztlich legte auch er zu und verabschiedete sich 0,36 Prozent fester bei 24.102,70 Punkten aus dem Handel.
Der Markt ist weiter zuversichtlich, dass der Iran-Krieg im Zuge von Verhandlungen beendet wird, hieß es. Trotz zaghafter Fortschritte bestehen aber weiterhin große Hürden - darunter die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und Bedenken hinsichtlich des iranischen Atomprogramms, hieß es weiter. Dies führe dazu, dass die Märkte weiterhin sehr sensibel auf geopolitische Entwicklungen reagierten. "Die Märkte handeln weiterhin auf der Grundlage des Optimismus, dass der Konflikt letztendlich in Wochen beigelegt wird", so Deutsche Bank Research.
"Die beiden Parteien erwägen Berichten zufolge, ihren Waffenstillstand um weitere zwei Wochen zu verlängern, um mehr Zeit für die Aushandlung eines Friedensabkommens zu haben", sagten die Analysten von ANZ Research unter Berufung auf einen Medienbericht. "Vermittler drängen angeblich auf einen Kompromiss bei offenen Fragen, einschließlich der Wiedereröffnung der Straße von Hormus und des iranischen Urananreicherungsprogramms", ergänzten die Analysten. Zudem sprachen die Anführer Israels und des Libanon laut US-Präsident Donald Trump am Donnerstag miteinander - die ranghöchsten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten.
ASIEN
Anleger an den asiatischen Börsen zeigen sich am Freitag zurückhaltend.
In Tokio sinkt der Nikkei 225 zeitweise 0,96 Prozent auf 58.949,90 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland zeigt sich der Shanghai Composite stellenweise 0,30 Prozent tiefer bei 4.043,45 Zählern.
Abwärts geht es auch in Hongkong: Der Hang Seng notiert zwischenzeitlich 1,32 Prozent im Minus bei 26.046,70 Einheiten.
Nach den teils kräftigen Aufschlägen an den Vortagen geht es am Freitag an den Börsen in Ostasien mit den Indizes etwas nach unten - trotz leicht positiver Vorgaben der Wall Street. Marktbeobachter sprechen von Gewinnmitnahmen, zumal vor dem handelsfreien Wochenende, an dem auf neue Entwicklungen insbesondere im Iran-Krieg und bei den Ölpreisen nicht unmittelbar reagiert werden kann. Dazu sind die Ölpreise gegenüber der gleichen Vortageszeit um rund 3 Dollar gestiegen auf gut 98 Dollar bei der Sorte Brent.
Während positiv zur Kenntnis genommen wird, dass zwischen Israel und Libanon ein zehntägiger Waffenstillstand in Kraft getreten ist, könnte am Wochenende laut US-Präsident Trump ein weiteres Treffen zwischen den USA und dem Iran stattfinden. Dabei überwiegt an den Märkten weiter die Hoffnung auf eine Annäherung.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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