24.07.2026 07:29:47

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA I +++++

SAP hat sein Wachstum im Cloud-Geschäft trotz einer leichten Abschwächung zum Vorquartal besser als erwartet vorangetrieben. Der Softwarekonzern meldete für den Cloud-Auftragsbestand einen deutlich stärkeren Anstieg als erwartet. Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr bestätigte das DAX-Unternehmen, der Ausblick für den operativen Gewinn wurde dagegen wegen jüngst abgeschlossener Übernahmen leicht gesenkt. Der Current Cloud Backlog (CCB) zeigt die gesicherten Aufträge auf ein Jahr an und gilt als eine zentrale Kennziffer bei SAP. Er stieg im zweiten Quartal währungsbereinigt um 26 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro. Analysten hatten im Konsens von Visible Alpha lediglich 22,1 Milliarden erwartet. SAP will möglichst viele Kunden in die Cloud bringen. Der Umstieg ist von großer Bedeutung, weshalb die Anleger besonders auf Zahlen zum Cloud-Wachstum achten. Der Cloud-Umsatz stieg währungsbereinigt um 24 Prozent zum Vorjahr auf 6,28 Milliarden Euro. Im Vorquartal hatte das Wachstum bei 27 Prozent gelegen. SAP hatte bereits angekündigt, dass das Tempo nicht zu halten sein würde. Analysten hatten im Konsens mit 6,25 Milliarden gerechnet. Für das laufende Jahr stellt SAP weiterhin ein währungsbereinigtes Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent auf 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro in Aussicht. Im Vorjahr hatte das Wachstum bei 26 Prozent gelegen. Der Anstieg des CCB wird voraussichtlich hinter dem Wachstum von 25 Prozent aus dem Vorjahr zurückbleiben. Der aktuelle Analystenkonsens steht bei einem Wachstum von 22,6 Prozent. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) soll nun um 13 bis 17 Prozent auf 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro zulegen. Bislang hatte SAP ein Wachstum von 14 bis 18 Prozent in Aussicht gestellt. Hintergrund ist ein Verwässerungseffekt aus den im Juli abgeschlossenen Übernahmen von Dremio und Prior Labs, den der Konzern auf 100 Millionen Euro schätzt. Im zweiten Quartal legte das Betriebsergebnis auf Non-IFRS-Basis währungsbereinigt um 9 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro zu. Hier hatte der Konsens auf 2,88 Milliarden gelautet. Die operative Marge (Non-IFRS) sank auf 27,8 Prozent von 28,5 Prozent im Vorjahr. Analysten hatten 29,4 Prozent erwartet. Zum ersten Quartal ging der Betriebsgewinn zurück, was SAP neben der Abschwächung des Cloud-Wachstums mit höheren Investitionen in Forschung & Entwicklung sowie ins Marketing begründete. Unter dem Strich verdiente SAP nach IFRS 2,2 Milliarden Euro, 26 Prozent mehr als im Vorjahr. NAchfolgend die Ergebnisse für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, operative Marge in Prozent. Das Unternehmen bilanziert nach IFRS, berichtet aber auch Non-IFRS. Die vorliegenden Prognosen sind auf Basis von Non-IFRS):

. BERICHTET PROG PROG

2. QUARTAL 2Q26 ggVj 2Q26 ggVj 2Q25

Operative Marge 27,8 -- 29,4 -- 28,5

Umsatzerlöse 9.878 +9,4% 9.849 +9,1% 9.027

Cloud- und Softwareerlöse 8.851 +11% 8.812 +11% 7.966

Softwarelizenzen 131 -32% 133 -31% 194

Softwaresupport 2.439 -7,7% 2.425 -8,2% 2.642

Clouderlöse 6.281 +22% 6.251 +22% 5.130

Operatives Ergebnis 2.743 +7% 2.883 +12% 2.568

Ergebnis nach Steuern 1.828 +5% 2.019 +16% 1.747

Ergebnis je Aktie 1,59 +6% 1,74 +16% 1,50

Current Cloud Backlog 22.929 +27% 22.060 +22% 18.052

Free Cashflow 3.002 +27% 2.856 +21% 2.357

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Volkswagen dürfte für das zweite Quartal stabile Umsätze und deutliche Zuwächse beim Gewinn ausweisen. Die operative Marge sollte sogar auf 4,9 Prozent von 4,7 Prozent im Vorjahresquartal gestiegen sein. Allerdings war das zweite Quartal des Vorjahres vor allem bei Audi und Porsche außerordentlich schwach, weshalb der Basiseffekt nun die anhaltenden Probleme des Autokonzerns zunächst überdeckt. Neben den anhaltenden Kostenproblemen spürt VW, genauso wie die Konkurrenz, besonders die Schwäche auf dem chinesischen Markt. Für VW ging es hier beim Absatz im zweiten Quartal mit minus 37 Prozent noch stärker abwärts als für die meisten Konkurrenten. Analysten gehen aber bei Vorlage des Quartalszahlen am Freitag davon aus, dass die Wolfsburger ihre Jahresprognose bestätigten sollten. Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro):

PROG PROG PROG

2. QUARTAL 2Q26 ggVj Zahl 2Q25

Umsatz 81.008 +0,3% 11 80.806

Operatives Ergebnis 3.972 +4% 11 3.834

Operative Umsatzrendite 4,9 -- 10 4,7

Ergebnis vor Steuern 3.634 +10% 11 3.314

Ergebnis nach Steuern/Dritten 2.349 +8% 9 2.175

Ergebnis je Vorzugsaktie 4,65 +7% 4 4,34

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:00 DE/Atoss Software SE, Ergebnis 2Q (09:30 Earnings-Call)

12:00 US/Verizon Communications Inc, Ergebnis 2Q

13:00 US/American Express Co, Ergebnis 2Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen Dividende

Alexanderwerk 0,50 EUR

MWB Fairtrade Wertpapierhandels 0,80 EUR

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 NIM-Konsumklimaindikator August

PROGNOSE: -28,1

zuvor: -29,2

09:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe

(1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 49,1

zuvor: 48,6

Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 49,7

zuvor: 49,5

09:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe

(1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 50,5

zuvor: 50,3

- FR

09:15 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe

(1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 48,0

zuvor: 46,8

Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 47,8

zuvor: 47,2

09:15 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe

(1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 51,1

zuvor: 51,2

- EU

10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone

(1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 50,0

zuvor: 49,4

10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Eurozone

(1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 51,5

zuvor: 51,4

Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 50,2

zuvor: 50,0

- GB

10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe

(1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 49,4

zuvor: 48,8

10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe

(1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 52,2

zuvor: 52,5

- US

15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 51,5

zuvor: 51,2

15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe

(1. Veröffentlichung) Juli

PROGNOSE: 54,4

zuvor: 53,3

16:00 Neubauverkäufe Juni

PROGNOSE: +4,5% gg Vm

zuvor: -7,3% gg Vm

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 24.860,00 +0,3

E-Mini-Future S&P-500 7.448,50 +0,1

E-Mini-Future Nasdaq-100 28.598,00 -0,1

Topix (Tokio) 4.007,36 -1,2

Hang-Seng (Hongk.) 24.904,90 -1,2

Shanghai-Comp. 3.846,78 -0,8

Donnerstag:

DAX 24.763,12 -1,6

MDAX 31.673,72 -1,0

TecDAX 3.701,45 -2,3

SDAX 18.098,62 -1,7

Euro-Stoxx-50 6.210,17 -1,7

Stoxx-50 5.377,33 -1,2

Dow-Jones 51.711,65 -1,0

S&P-500 7.408,30 -1,2

Nasdaq Composite 25.137,69 -2,2

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Die europäischen Aktienfutures zeigen sich am Freitagmorgen mit den negativen Vorgaben aus den USA und Asien etwas schwächer. Die Ölpreise zeigen sich zwar mit leichten Abgaben, was aber wahrscheinlich lediglich auf eine technische Korrektur zurückzuführen ist, nachdem die Brent-Futures erstmals seit zwei Monaten wieder über die Marke von 100 Dollar pro Barrel geklettert waren. Die Abgaben dürften durch die wachsende Sorge vor Lieferunterbrechungen im Nahen Osten jedoch begrenzt bleiben. US-Präsident Donald Trump erklärte zudem, die USA würden den Iran für künftige Angriffe der Houthi-Milizen verantwortlich machen, nachdem die Gruppe zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer beschossen hatte. "Die Feindseligkeiten im Roten Meer haben Sorgen vor weiteren Versorgungsengpässen geschürt", schreiben die Analysten von ANZ Research. Dies sei eine alternative Route gewesen, über die Saudi-Arabien seit der Schließung der Straße von Hormus Öl exportiert habe. Zudem gibt es die erwartete Verlängerung der US-Zölle. Die USA haben angekündigt, im Rahmen neuer Abgaben Zölle zwischen 10 und 12,5 Prozent gegenüber ihren wichtigsten Handelspartner zu erheben. Die Trump-Regierung begründet dies mit dem Kampf gegen Zwangsarbeit. Die neuen Zölle sollen Trumps temporären globalen Zollsatz von 10 Prozent ersetzen, der am Freitag ausläuft.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 24, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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